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Überblick: So läuft der Quoka-Betrug ab
- Du wirst nach deiner E-Mail-Adresse gefragt.
- Betrüger senden gefälschte E-Mails, die dich auf gefährliche Webseiten leiten.
- Sie versuchen, an deine Bankdaten zu gelangen.
Wie funktioniert der Quoka-Betrug?
Wenn du ein Angebot bei Quoka einstellst, freust du dich natürlich, sobald sich ein Käufer meldet. Doch Vorsicht! Betrüger nutzen diese Gelegenheit, um dich in eine Falle zu locken.
Es beginnt ganz harmlos: Der vermeintliche Käufer will den Kauf über eine Schaltfläche „Kaufen“ abschließen und bittet dich, deine E-Mail-Adresse einzugeben. Wenn du nachfragst, schickt er dir einen Screenshot mit der Aufforderung:
„Um über Quoka mit einem sicheren Deal zu kaufen, geben Sie bitte die E-Mail-Adresse des Verkäufers ein.“


Das ist natürlich Unsinn, denn eine solche Funktion gibt es bei Quoka gar nicht. Wenn du den Screenshot genauer betrachtest, wirst du sehen, dass das Wort „Quoka“ schlecht eingefügt wurde. Aber das ist nur der Anfang der Betrugsmasche.
Was passiert nach der Herausgabe deiner E-Mail-Adresse?
Wir haben das Spiel dieser Betrugsmasche einmal mitgespielt und eine E-Mail-Adresse herausgegeben. Anschließend hat der potenzielle Käufer geschrieben, dass er den Artikel bezahlt hat und wir nun in der E-Mail auf den Button „zum nächsten Schritt“ und anschließend auf den Button „Geld abholen“ klicken sollen.


Nach dem Klick auf den Button „zum nächsten Schritt gehen“, wirst du auf eine russische Webseite weitergeleitet.

Hier wurde eine Webseite aus deiner Kleinanzeige bei Quoka generiert. Du siehst den Kaufpreis, die Anzeigennummer, dass der Artikel bereits bezahlt ist und auch eine Lieferadresse. Um dein Geld zu erhalten, sollst du jetzt auf den Button „Geld bekommen“ klicken.
Nach dem Klick auf den Button wirst du zu einem ‚Bankportal‘ geleitet. Eine Cloudflare-Prüfung folgt..

Diese Prüfung von Cloudflare soll das Gefühl vermitteln, dass es sich hierbei um eine sichere Webseite handelt. Anschließend folgt eine Webseite, auf der du deine Bank auswählen sollst.
Vorsicht vor der Anmeldung bei deiner „Bank“
Wir haben hier die Sparda-Bank ausgewählt. Der Login sieht der originalen Bank-Webseite zum Verwechseln ähnlich.




Hier wirst du nun aufgefordert, deine Kontonummer, deine Online-Pin sowie deine BIC einzugeben. Warum die Betrüger der Meinung sind, weshalb man sich zum Erhalten von Geld bei der eigenen Bank anmelden muss, sei mal dahin gestellt. Irgendeine „Geschichte“ müssen sie sich ja ausdenken ;-)
Wir haben hier zufällige Login-Daten verwendet. Anschließend folgt eine „Transaktionsprüfung“. Im Chat von Quoka wirst du vom potenziellen Käufer hingehalten, dass du auf dieser Seite so lange bleiben sollst, bis du dein Geld erhalten hast.
An dieser Stelle haben wir dann abgebrochen. Aber es ist davon auszugehen, dass du im weiteren Verlauf noch eine TAN eingeben musst, um das „Geld zu erhalten“. Spätestens an dieser Stelle haben die Betrüger dein Konto abgeräumt.
So schützt du dich vor Quoka-Betrug
Klicke niemals auf Links oder Buttons, die du per E-Mail oder Chat erhältst! Die Betrüger versuchen, an deine Bankdaten zu gelangen. Falls du tatsächlich einmal in eine solche Situation gerätst, brich den Prozess sofort ab.
Wir haben diese Betrugsmasche selbst getestet und immer nur mit einem separaten Gerät gearbeitet, um keine persönlichen Daten preiszugeben. Am Ende jedes Tests setzen wir das Gerät vollständig zurück.
Wenn du auf der gefälschten Bankseite landest, wirst du aufgefordert, deine Bankdaten einzugeben – inklusive Kontonummer, PIN und BIC. Diese Informationen dürfen nie an Dritte weitergegeben werden! Spätestens wenn du nach einer TAN gefragt wirst, haben die Betrüger es auf dein Konto abgesehen. Gib also niemals deine Bankdaten weiter und nutze nur die offiziellen Zahlungswege.
Was kannst du tun, wenn du betrogen wurdest?
Falls du auf Kleinanzeigen- oder Flohmarktportalen betrogen wurdest, empfehlen wir dir alles zu dokumentieren, Screenshots zu erstellen und eine Online-Anzeige bei der Polizei zu stellen.
Genauso wie in unserem Artikel, bei dem sich jemand auf WhatsApp als mein Sohn ausgegeben und darauf hingearbeitet hat, dass ich eine Überweisung für ihn vornehme. Wir standen hier mit der Polizei in Kontakt und diese bestätigen uns, dass wir bei dieser Betrugsmasche alles richtig gemacht haben. Denn nur, wenn Betrugsversuche angezeigt werden, kann man die Täter ermitteln.
Fazit
Im Internet musst du immer auf der Hut sein, besonders wenn du etwas kaufen oder verkaufen möchtest. Unsere Erfahrungen zeigen, dass bei fast jedem Verkaufsversuch auf Quoka Betrüger im Spiel sind. Trotz unserer Meldung wurde dieser Scam von Quoka auch nach Wochen nicht erkannt. Sei also wachsam, vertraue nicht auf unbekannte Käufer und nutze nur die offiziellen Kommunikationswege und Zahlungsabwicklungen.
Hast du selbst schon einen Betrugsversuch auf Quoka erlebt? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren!
