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Zubehör für das Galaxy Nexus im Test

Hochwertiges Zubehör direkt vom Hersteller ist in der Android-Welt leider eine Ausnahme. Nicht so bei Samsung, für das Galaxy Nexus gibt es diverses Zubehör wie eine KFZ-Halterung und Docks, wir testen ob es das Geld wert ist.

Google und Samsung hatte bei der Vorstellung des Galaxy Nexus nicht nur das Handy und das damals neue Android "Ice Cream Sandwich" 4.0 präsentiert, sondern auch besonders herausgestellt, dass es diverses Zubehör geben würde. Zwei spezielle Docks und eine KFZ-Halterung sollten zusammen mit dem Handy in die Läden kommen. Doch dem Versprechen kam Samsung nur zögerlich nach, erst jetzt ist das Zubehör auch in Deutschland zu bekommen [1].

KFZ-Halterung ECS-K1F2

Plusminus

+ Blockiert nicht die Sicht

+ Anschlüsse im Dock

– Einsetzen umständlich

– Hoher Preis

Für viele Autofahrer ist das Smartphone im Auto ein treuer Begleiter. Es verrät die günstigste Tankstelle in der Umgebung, übermittelt dem Pannendienst im Notfall die exakte Position und findet natürlich dank Navi und GPS immer den Weg ans Ziel. Doch dazu sollte es nicht lose auf dem Armaturenbrett liegen, das Handy gehört während der Fahrt in eine passende Halterung – nur dort darf es während der Fahrt auch bedient werden.

Die von Samsung für das Galaxy Nexus entwickelte Halterung ist zwar vergleichsweise gestaltet, doch aufgrund des gekrümmten Design blockiert sie während der Fahrt kaum die Sicht nach vorne. Über die Pogo-Pins des Galaxy Nexus wird Strom und Sound vom Fuß der Halterung bis zur Ladeschale durchgeleitet, so dass man keine Kabel nach dem Einlegen des Handys in das KFZ-Dock mehr anstecken muss. In der Ladeschale sind zudem Buttons integriert, die auf die eigentlichen Knöpfe des Nexus drücken, so kann man Lauter/Leiser und Power An/Aus drücken, ohne das Handy aus der Schale nehmen zu müssen.

Abbildung 1: Das praktische an der KFZ-Halterung sind die im Fuß integrierten Anschlüsse.
Abbildung 1: Das praktische an der KFZ-Halterung sind die im Fuß integrierten Anschlüsse.

Das Einsetzen des Handys in die Halterung geht allerdings nicht sonderlich einfach von der Hand. Da kein Klipp oder Bügel das Nexus im Rahmen hält, muss das Smartphone regelrecht in die Halterung gequetscht werden. Auch das Entnehmen des Telefons ist wieder ähnlich mühsam. Wäre auf der Rückseite kein Loch für die Kamera, das Handy ließe sich ohne eine Schuhlöffel nicht mehr entfernen.

Steckt das Galaxy Nexus im KFZ-Dock, dann springt das System automatisch in den KFZ-Modus, in dem auch der Homescreen horizontal gedreht werden kann. Unverständlich warum Google diesen Modus nicht generell erlaubt, er wäre auch ohne ein Dock nicht unpraktisch. Allerdings beherrschen viele Apps das Querformat noch nicht, selbst die Telefon-App Androids schaltet bei einem eingehenden Anruf trotz Dock wieder auf das Hochformat um.

Im Auto-Alltag bewährt sich die KFZ-Halterung ECS-K1F2 und der mitgelieferte Stromadapter für den Zigarettenanzünder. Auch wenn sich das Handy nicht so einfach einlegen lässt, wie man es sich wünschen würde. Dank der über die Pins durchgeleiteten Stromversorgung lassen sich – wenn es das eigene Auto zulässt – die nötigen Kabel unauffällig verlegen. Das Kabelgewirr vor dem Armaturenbrett lässt sich so gut vermeiden.

Ladeschale EDD-D1F2

Plusminus

+ Solide Verarbeitung

+ Einsetzen leichtgängig

– Kein zusätzliches Netzteil

– Hoher Preis

Wer erwartet mit dem EDD-D1F2 eine Docking-Station für das Galaxy Nexus zu bekommen, liegt mit dem Kauf des Gadgets falsch. Die Schale hat keine "smarte" Funktionen, sie ist lediglich eine gut gemachte und hochwertig verarbeitete Ladeschale, die sehr gut auf das Nexus abgestimmt ist.

Die Schale ist aus einem ähnlichen Kunststoff gemacht wie das Galaxy Nexus. Gewichte beschweren sie, so dass sie auch beim Herausziehen des Handys sicher auf dem Schreibtisch stehen bleibt. Das Nexus gleitet ohne Hackeln in die Schale, allerdings passt das Gerät nur in eine Richtung, die Pogo-Pins müssen nach unten zeigen. Die kleinen Kontakte leiten wieder Strom und Audio-Signale durch die Schale durch. Allerdings müssen Sie das Netzteil des Handys nutzen, der Ladeschale liegt nämlich kein zweiter Stromadapter bei, bei dem stolzen Kaufpreis von etwa 40 Euro sollte man dies eigentlich erwarten.

Abbildung 2: Dank der kleinen Pogo-Pins findet das Galaxy Nexus im dock ganz leicht seinen Platz.
Abbildung 2: Dank der kleinen Pogo-Pins findet das Galaxy Nexus im dock ganz leicht seinen Platz.

Steckt das Handy in der Ladeschale, dann dreht der Homescreen wie schon beim KFZ-Adapter in das Querformat. Bei Telefonaten schaltet das Galaxy in der Schale automatisch die Freisprechfunktion an, so dass Sie ohne Hände telefonieren können. Da die Power-Taste auf der rechten Seite des Handys unerreichbar in der Ladeschale steckt, übernehmen die Lauter-/Leiser-Tasten die Funktion das Handy zu wecken.

In der Schale springt das Nexus im Standby permanent in die Uhr-App, deren Ziffern leicht abgedimmt über das Display wandern. Dies soll verhindern, dass sich die Zahlen mit der Zeit in den Bildschirm einbrennen. Gänzlich Ausschalten lässt sich das Display nur manuell, dazu müssen Sie die im Hintergrund laufende Uhren-App von Hand beenden.

Die Ladeschale EDD-D1F2 macht einen guten Eindruck. Eigentlich möchte man als Nexus-Besitzer gleich drei oder mehr Schalen besitzen. Eine für den Schreibtisch, eine für den Nachttisch und eine um das Handy im Wohnzimmer an die Stereoanlage anzuschließen. Doch der hohe Preis und das Fehlen eines zusätzlichen Netzteils lässt diese Idee schnell wie eine Seifenblase platzen.

HDMI-Adapterkabel EIA2UHUN

Plusminus

+ Auch mit anderen Geräten nutzbar

+ Portabel und immer dabei

– Fast genauso teuer wie Multimedia-Dock

Sie möchten YouTube-Videos auf Ihrem Fernseher ansehen? Ihre mit dem Handy aufgenommenen Urlaubs-Bilder und -Videos den Freunden auf dem großen Schirm zeigen? Oder gar Angry Birds mit dem Beamer auf die gegenüberliegende Hauswand projizieren, dann verbinden Sie doch Ihr Nexus mit dem Fernseher. Voraussetzung dafür ist ein modernes TV-Gerät oder ein Computer-Monitor mit HDMI-Eingang und ein passendes HDMI-Adapterkabel.

Abbildung 3: Per MHL und HDMI wird Ihr Fernseher zu einem großen Android-Display.
Abbildung 3: Per MHL und HDMI wird Ihr Fernseher zu einem großen Android-Display.

Das Nexus unterstützt über die USB-Buchse die Mobile-High-Definition-Link (MHL) getaufte Schnittstelle für Mobilgeräte, mit der hochauflösende Audio- und Videodaten von einem Smartphone oder Tablet an einen Bildschirm übertragen werden können. Auf dem Schirm des Fernsehers sehen Sie eine exakte Live-Kopie des Hand-Displays. Das Kabel von Samsung eignet sich nicht nur für das Galaxy Nexus, sondern auch für andere Samsung-Phones mit MHL-Funktion.

Die Kopplung von Fernseher und Smartphone ist nicht schwierig. Sie nehmen das Adapterkabel, verbinden es mit dem HDMI-Kabel des Fernseher und dem Handy und schließen zusätzlich noch das Ladegerät das Handys an der Micro-USB-Buchse des Adapters an. Das Nexus wirft dann ohne weiteres Zutun sein Bild auf den Schirm des TVs.

Multimedia-Dock EDD-H1F2

Plusminus

+ Solide Verarbeitung

+ Günstige Alternative

– Kein zusätzliches Netzteil

– HDMI-Anschluss seitlich

Das Multimedia-Dock ist nun eine Kreuzung aus der eingangs angesprochenen Ladeschale und dem HDMI-Adapterkabel. Wie auch die Ladeschale ist das Dock recht schwer gebaut, so dass das Handy sicher in der Schale steckt. Allerdings gleitet das Nexus nicht ganz so leicht in das Dock, der Micro-USB-Stecker der Halterung muss schließlich seinen Weg in die Ladebuchse des Handys finden.

Abbildung 4: Mit dem Dock und Bluetooth-Tastatur und Maus wird das Handy zur Workstation.
Abbildung 4: Mit dem Dock und Bluetooth-Tastatur und Maus wird das Handy zur Workstation.

Mit dem Dock, einem Monitor mit HDMI-Eingang und Bluetooth-Maus und -Tastatur verwandeln Sie Ihr Handy zu einem veritablen Ersatz Ihres Desktop-PCs. Mit dieser Kombination macht es kaum mehr einen Unterschied, ob Sie am Laptop, Desktop-PC oder eben am Smartphone sitzen, um im Internet zu surfen, Videos zu betrachten oder sich mit Spielen die Zeit zu vertreiben. Unglücklich ist nur die Anordnung der HDMI-Buchs, sie steht seitlich aus dem Dock, so dass das Kabel nicht hübsch hinter dem Dock verschwindet.

Der Preis des Multimedia-Docks liegt deutlich unter dem der "einfachen" Ladeschale. Es spielt fast in der selben Liga wie das HDMI-Adapterkabel, erfüllt aber beide Zwecke. Wenn Sie auf den Audio-Anschluss über den 3,5mm-Klinkenstecker verzichten können, dann ist das Dock die beste Option das Handy auf dem Schreibtisch immer im Blick zu haben.

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