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Zombies jagen in der Arcade Virtual Reality Lounge in Bad Hersfeld

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Was tut man nicht alles im Auftrag von Android-User und um seine Kinder neidisch zu machen. Man wird zum um sich schießenden Zombie-Killer und schreiendem Angsthasen. Und das funktioniert ganz einfach in der Arcade VR Lounge in Bad Hersfeld. Hier gehst du hin, tauchst ein in eine andere Welt und gehst mit einem adrenalin gesteuerten Grinsen wieder raus.

Die Arcade Virtual Reality Lounge in Bad Hersfeld

Gegen Abend sind wir von Android-User.de in der Arcade Virtual Reality Lounge in Bad Hersfeld eingetroffen. Die Arcade VR Lounge gibt es seit 16.02.2017. Hier können Gamer, ausgestattet mit VR Brillen, eintauchen in die virtuelle Realität. Die Arcade VR Lounge in Hessen ist damit einzigartig. Voraussichtlich noch dieses Jahr soll eine zweite Filiale in Kassel mit weiteren tollen VR-Erlebnismöglichkeiten eröffnen. Die beiden Inhaber Dariusz Kaleta und Kai Schiek begrüßten uns im Eingangsbereich mit Handschlag und zeigten uns schon einmal die Räume der stylischen in grau-anthrazit und grün gehaltenen Arcade Virtual Reality Lounge, welche insgesamt 3 Lounges zu bieten hat.

In der Arcade Virtual Reality Lounge sind neben dem Cyberith Virtualizer Treadmill, den HTC Vive VR-Brillen mit Controllern und Kopfhörern noch der Roto VR Stuhl und KOR-FX Gaming Westen zu finden, um den Spielern ein realistisches Spielerlebnis zu ermöglichen. Neben dem VR-Gaming in den Räumen der Arcade Lounge bieten die beiden Inhaber noch Firmenberatungen, Entwicklung von Software, 3D-Modeling oder virtuelle Wohnungsbegehungen mit den VR-Brillen an.

Die stylishe Arcade VR Lounge in Bad Hersfeld bietet Gaming-Spaß ohne Ende.
Die VR-Brillen sind mit den Controllern in Szene gesetzt.
Verschiedene Lounges warten auf die Besucher.

Im Eingangsbereich selbst ist schon der Virtualizer mit Monitor und VR-Brille zu sehen. Mit diesem Gerät, welches entfernt an ein “Gehfrei für Erwachsene” erinnert, hast man die Möglichkeit, ausgestattet mit einer HTC Vive VR-Brille und einem Controller, selbst durch eines der zahlreichen VR-Games zu laufen. Doch dazu später mehr.

Die VR-Lounge

Unser Team wurde zuerst in die eigene Lounge geführt. Hier befinden sich ein Sofa (ist wirklich nützlich, wenn man fix und fertig aus der Zombie-Welt wieder auftaucht), auf dem Fussboden mehrere Klebepunkte, zwei Bildschirme und zwei von der Decke hängende HTC Vive VR-Brillen nebst Kopfhörern und Controllern. Ebenfalls ist jede Lounge auch mit KOR-FX-Gaming-Westen ausgestattet. Auch auf Sauberkeit wird in der Arcade Virtual Reality Lounge großen Wert gelegt! Jede Brille, jeder Kopfhörer und jeder Controller wird nach der Benutzung stets mit Desinfektionsmittel behandelt. Und das ist auch zwingend notwendig. Denn die Verrenkungen, welche man in der VR-Welt so vollführt, lassen einen schwitzen und bescheren dem ein oder anderen am nächsten Tag einen gehörigen Muskelkater.

Unsere Lounge durch die wir in die Zombie-Welt gelangen.

Einweisung in die Bedienung des Spiels: Arizona Sunshine

Bevor wir loslegen erfolgt eine kurze Einweisung von Kai oder jemand anderem aus dem Team der Arcade Virtual Reality Lounge. Die Klebepunkte markieren unser Spielfeld. Natürlich sehen wir die Punkte nicht, während wir in der VR-Welt unterwegs sind. Hat man die Brille aufgesetzt, erscheinen die Markierungen jedoch als blauer Gitterkäfig. Sofern dieser auftaucht befinden wir uns am Rand der Klebepunkte. Überschreiten wir die blaue Gitterlinie, so überschreiten wir auch die Klebepunkte und das Spiel verschwindet. Ein Schritt zurück und wir sind wieder im Spiel.

Die VR-Brillen können auch über der eigenen Brille getragen werden. Die Vive-Controller sehen ein wenig aus wie ein Metalldetektor in klein. Man umschließt sie mit seinen Händen (für unser Zombie-Spiel haben wir je einen Controller in der rechten und in der linken Hand gehalten). Mit dem Zeigefinger betätigt man den Abzug, ein großer runder Knopf auf der Oberseite bestätigt die Auswahl im Spiel, ein kleiner runder Knopf auf der Oberseite teleportiert die Person im Spiel von einer Stelle zur anderen und rechts und links an der Seite befinden sich Buttons, um im Spiel zum Beispiel Munition oder Masken aufzuheben. Was jetzt vielleicht nicht verstanden wurde, lernen wir im Spiel relativ schnell. Nun also werden wir von der Aussenwelt abgeschottet.

Am Anfang noch etwas suchen, stürzen wir uns bald ins Zombie-Getümmel.

Mit der Brille und den Kopfhörern auf dem Kopf und den Controllern in der Hand tauchen wir ein in die Welt von “Arizona Sunshine”. Noch steht Kai mit uns im Raum (vielleicht steht er auch die ganze Zeit da, wir werden es niemals wissen ;-)) und erklärt uns, was wir jetzt tun sollen. Denn Außenstehende können das Spiel auf den Monitoren aus Sicht der Spieler verfolgen. Wir wählen unter Anleitung mit den Controllern, welche im Spiel unsere Hände sind, noch die richtigen Buttons aus, um das Spiel zu starten und befinden uns auf einmal in der Wüste. Rechts und links ragen hohe Berge auf. Vor uns befindet sich eine Treppe, um nach unten zu gelangen. Ebenfalls ist eine Kiste mit Munition sichtbar. Und diese ist zwingend notwendig. Die Suche nach Munition wird uns das ganze Spiel über begleiten, denn Arizona ist von einer Horde Zombies überrannt worden.

Ob Kai uns die ganze Zeit beobachtet hat? Wir werden es niemals erfahren ;-)

Ich erschrecke leicht, denn mein Mitspieler steht neben mir mit einer Maske auf dem Gesicht und einer komischen Haltung (das ist aber normal, denn es sind immer noch Computerspieler). Ich bin froh, dass ich relativ schnell erkannt habe, dass es sich hierbei um meinen Mitspieler und nicht um meinen Feind handelt. Denn eine VR-Waffe ist schnell gezogen.

Wir bekommen noch erklärt, wie wir die Munition aufnehmen. Dazu teleportieren wir uns mit dem kleinen Knopf des Controllers vor die Munitionskiste. Die Munition selbst wird mit einem weißen Kreis angezeigt. Das heißt, wir können diese aufnehmen und an unsere Gürtel stecken. Wir greifen zu und betätigen dann die beiden Buttons rechts und links am Controller. Wir halten die Munition in der VR-Hand und führen unsere VR-Hand nun zu unserem Gürtel, um die Munition einzuhängen.

Auch ohne Walking Dead gesehen zu haben lernst du schnell, wie man zum Zombie-Killer wird.

Wir teleportieren uns die Treppe nach unten und befinden uns schon mitten im ersten Zombie-Gefecht. Ich schieße, daneben. Mein Mitspieler schreit: ”Hast du noch nie Walking Dead gesehen? Du musst auf den Kopf zielen!” ;-) Und so rennen wir immer den Pfeilen nach. Unser Weg kreuzt sich mit dem der Zombies. Wir durchsuchen verlassene Autos nach etwas brauchbarem und verteidigen uns mit unseren Waffen. Unser Weg führt uns zu einem verlassenen Gebäude. Auch dieses wird von uns durchsucht. Wir geben einander Rückendeckung, denn die Zombies sind überall. Wieder ausserhalb des Gebäudes öffnen wir ein Auto. Mist, die Alarmanlage schrillt los. Die Zombies sind geweckt. Von allen Seiten erfolgen Angriffe. Während ich mich noch nach links drehe, um einen der blutrünstigen Gesellen platt zu machen, kämpft mein Mitspieler auf der anderen Seite. Mein Controller vibriert. Mir stellen sich die Nackenhaare auf. Irgendetwas sagt mir, dass hinter mir ein Zombie steht. Ich drehe mich um, mir entfährt ein markerschütternder Schrei (es soll nicht mein einziger an diesem Abend bleiben), ein zerfetztes Gesicht ist direkt vor meinem, ich schieße um mich und schreie dabei (als ob das noch was bringt). Sie haben mich gekillt. Das Spiel ist zu Ende, doch wir dürfen noch ein wenig weitermachen, da wir zuvor einen Kontrollpunkt passiert haben.

Wir tauchen also erneut in die Szenerie ein. Die Alarmanlage schrillt wieder, doch nun sind wir besser vorbereitet, erledigen alle Zombies und entkommen so der Situation. Wir hören irgendwann die Stimme von Inhaber Dariusz. Er fragt, ob er Fotos machen soll. Ja, ja, mach …wir sind mittendrin im Geschehen. Mein Puls rast, ich komme mir vor, als treibe ich Sport. Es geht weiter in eine verlassene Mine. Der Eingang ist noch verschlossen. Mit dem Fund des Schlüssels allerdings wird wieder eine Horde Zombies auf uns losgelassen. Wir stehen mit dem Rücken zur verschlossenen Tür, die Untoten kommen dutzendfach auf uns zu. Mein Mitspieler schreit: ”Mist, ich habe keine Munition mehr.” Ich schaue an meinem virtuellen Körper herunter. Mein Gürtel ist noch gut bestückt. In der rechten Hand halte ich eine Dessert Eagle, in der linken Hand eine Uzi. Das heißt, es liegt an mir, die noch nie Walking Dead geschaut hat, diese Horde zu erledigen und damit unser weiterkommen zu sichern. Ich komme mir fast vor wie Lara Croft und feuere aus allen Rohren. Blut spritzt, schreckliche Geräusche ertönen. Zu meinen Füßen stapeln sich die Untoten bis auch der letzte den Geist aufgibt. Durch meinen Körper jagt das Adrenalin.

Wir teleportieren uns weiter in Richtung Mine. Hier ist es stockdunkel. In einer Kiste finden wir neue Munition sowie ein Knicklicht, welches unseren Weg schwach beleuchtet. Da ich mir das Knicklicht geschnappt habe heißt das für mich, ich gehe zuerst in die Mine. Man hört die Zombies schon, ich sehe einen Schatten und feuere meine Munition ab. Getroffen. Dariusz und Kai scheinen noch im Raum zu sein, denn ich höre meinen Mitspieler fragen, wo hier das Licht ist. Kai gibt uns einen Tipp. Es wird etwas heller in den dunklen Minenstollen. Hinter einem Zaun wartet wieder eine Horde Zombies. Sie drehen durch als es heller wird. Schüsse fliegen, Blut spritzt, Ruhe ist. Gespenstische Ruhe. Wir teleportieren uns weiter, jedoch ist der Weg eingestürzt. Wir müssen ihn wieder begehbar machen, um weiterzukommen. Wir teleportieren uns nun quer durch die Mine. Mein Mitspieler besitzt mittlerweile eine Taschenlampe. Im Mündungsfeuer meiner Pistole sehe ich die Umrisse der Zombies.

Ich bin fix und fertig. Auch deshalb, weil mein Mitspieler sich mit der Taschenlampe schon weiter teleportiert hat und ich nur noch in der Ferne den Lichtkegel der Taschenlampe ausmachen kann. Ich stehe im Dunkeln und habe keine Ahnung, ob um mich herum irgendwelche Zombies sind. Geräusche neben mir lassen mich aufschrecken. Plötzlich blicke ich in das Licht der Taschenlampe und sehe das Mündungsfeuer der Pistole. Mein Mitspieler hält mich für einen Zombie und schießt auf mich. Ich ducke mich gerade noch rechtzeitig (die Bewegungen mache ich auch alle in der richtigen Welt, das reinste Sportprogramm). Wir irren nun noch ein wenig durch den Stollen. Das Letzte, an was ich mich erinnere, ist das grün umrandete EXIT-Schild. Wir hören Dariusz fragen, ob wir eine Pause machen wollen, wir stecken schon etwas mehr als eine Stunde in Arizona Sunshine.

Der Virtualizer

Du meine Güte, wie die Zeit vergeht. Es kommt einem nicht so vor. Wir tauchen wieder auf aus unserer virtuellen Welt, geschwitzt, aber vollgepumpt mit Adrenalin und einem Grinsen auf dem Gesicht. Doch das war noch nicht alles. Unser Ausflug in die VR-Welt geht noch weiter. Wir verlassen unsere Lounge und gehen nun zum Virtualizer, welcher im Eingangsbereich zu finden ist. Der Virtualizer, beziehungsweise das Gerüst, besteht aus drei Metallstäben mit einem Gestell aus zwei sich gegeneinander verschiebbaren Ringen und unten einer weißen, runden, ebenen Bodenplatte mit integrierter Bewegungserkennung. An den zwei verschiebbaren Ringen ist eine Art Gurtsystem befestigt. Das Ganze sieht ein wenig wie ein Gehfrei für Erwachsene aus. Die Höhe des Virtualizers ist durch die beweglichen Metallstäbe flexibel einstellbar. Somit können unterschiedlich große Personen den Virtualizer für eine realistische Bewegung mit normalen Geschwindigkeiten nutzen. Über die eigenen Schuhe werden nun ein paar Gleit-Überziehschuhe gezogen, denn mit diesen kannst du über die weiße Bodenplatte laufen, um deine Bewegungen in der virtuellen Welt einzufügen. Die Gurte werden herabgefahren, danach kann ich in die Gurte steigen. Alles wird festgezurrt.

Mit Überschuhen gleitest du über die Bodenplatte des Virtualizers.
Unterschiedlich große Personen können den Virtualizer nutzen.

Ich bekomme erklärt, wie ich mich im Virtualizer bewegen kann. Das Laufen erinnert ein wenig an Michael Jacksons Moonwalk. An der drehbaren Platte kann ich mich festhalten, beziehungsweise ein wenig gegenlehnen, um das Laufen zu erleichtern. Ich bekomme ebenfalls wieder eine VR-Brille aufgezogen, einen Kopfhörer und einen Controller in die Hand. Dieser Controller ist hier nur eine Taschenlampe, eine Waffe benötige ich hier nicht. Man kann mit der Taschenlampe aber auch nicht hauen ;-) Ich muss ja nur laufen. Allerdings hat mir keiner gesagt, das ich in “Affected the Manor” mit meinen persönlichen Ängsten eine Begegnung haben werde.

Affected the Manor

Es war einmal ein alter Friedhof. Keine Menschenseele weit und breit. Nur mein virtuelles Ich und die Taschenlampe. Zusammengefallene Grabsteine, ich habe das Gefühl, das ein modriger Geruch um meine Nase weht. Ich sehe eine Aufzugtür, welche ich öffnen muss. Ich laufe hinein und drücke auf den Knopf. Der Aufzug setzt sich in Bewegung, Motten umschwirren mich. Fast versuche ich sie wegzuwedeln. Ich beherrsche mich gerade noch so. Oben angekommen bin ich in einem langen, düsteren Gang. Allerhand Krabbel-Getier hängt in den Ecken. Ich sehe weitere Türen. Diese öffnen sich quitschend wie von Geisterhand. Allerdings beginnt hier der Horror. Fledermäuse stürzen sich auf mich, flimmernde Fernseher tauchen auf, schwarze Wolken, eine von der Decke hängende Gestalt.

Du läufst, ausgestattet mit VR-Brille, Kopfhörern und Controller durch eine VR-Welt.

Eine weitere Türe beinhaltet einen schwebenden Tisch und schwebende Stühle. Auf dem Tisch ist ein Ouijabrett, ein Hexenbrett. Es werden Buchstaben angezeigt. Auf einmal ein markerschütternder Schrei. Ob dieser nun von der Gestalt kam oder von mir kann man letztendlich nicht mehr unterscheiden. Ich zucke zusammen, mein Puls rast. Eine weitere Tür öffnet sich. Hier habe ich eine weitere Begegnung mit meiner Angst: Höhenangst. In der virtuellen Welt laufe ich über eine Treppe und einen Gang. Rechts und links von mir geht es in die Tiefe. Ich schaue hier definitiv nicht nach unten. Ich kann nicht mehr und breche ab. Holt mich hier raus. Obwohl mir die ganze Zeit bewußt ist, das ich mich nur in einem Spiel, in einer virtuellen Welt befinde, gelingt es mir nicht, diese Information abzurufen. Die Angst ergreift von mir Besitz, mehr als einmal kämpfe ich mit dem Gleichgewicht. Es ist einfach der Wahnsinn, wie die VR-Brille es schafft, mich so in eine andere Welt zu verschlingen.

Wir haben da noch etwas für dich…Richie´s Plank Experience

Dariusz und Kai haben natürlich mitbekommen, das mir die Höhe zu schaffen macht. Ich bekomme zu hören: ”Wir haben da noch etwas für dich.” Ich ahne schlimmes, doch heute bin ich mutig und zugegeben natürlich auch neugierig. Denn die VR-Welt ist auch für mich in diesen Dimensionen eine ganz neue Erfahrung. Wir gehen wieder in unsere Lounge von vorhin zurück. Ein weiteres Game wird geladen: Richie´s Plank Experience.

In Richie´s Plank Experience befinde ich mich in einer Stadt. Ich „schaue“ um eine Häuserecke, bevor ich in den Fahrstuhl steige.

Wieder bekomme ich die VR-Brille und die Kopfhörer auf. In die rechte Hand bekomme ich den Controller, der in der VR-Welt nun auch als Controller dargestellt wird. Dariusz und Kai sowie mein Mitspieler stehen um mich herum. Ich befinde mich in einem Aufzug mit “beruhigender” Aufzugmusik. Ich höre Dariusz hinter mir, der mir Anweisung gibt, was ich machen soll. Ich drücke im Aufzug auf den Knopf Plank und habe eine leise Ahnung, was nun auf mich zukommt. Die Türen öffnen sich, unter mir nichts als Tiefe, Straßenschluchten, Häuserschluchten, Vögel fliegen vorbei, ein Helikopter kreuzt das Bild. Und vor mir befindet sich nur ein Brett.

Was ich nicht weiß: In meiner Abgeschiedenheit haben die Jungs in der realen Welt ein ebensolches Brett, wie ich es in meiner virtuellen Welt sehe, vor mich gelegt. Ich will da nicht raus, diese Höhe. Dariusz hält mich nun an der Schulter und meint ich solle nur mal einen Schritt gehen. Vorsicht Stufe. Mittlerweile kralle ich meine Finger um Dariusz Finger und leide schon an Schnappatmung. Ich taste mich mutig vorwärts, schaffe jedoch nicht mehr als zwei vorsichtige Schritte. Und ja, ich weiß, mir kann nichts passieren. Ich habe realen Boden unter den Füßen. Doch es ist nichts zu machen, ich kriege Beklemmungen und muss hier weg. Brille und Kopfhörer ab, raus aus der virtuellen Welt. Völlig fertig lehne ich mich erst einmal an die Wand. Erst später im Videofilm, welcher gedreht wurde, sehe ich, das ich mich tatsächlich auf einem Brett vorwärts getastet habe.

Ausrüstung

In der Arcade VR Lounge steht dir einiges an Ausrüstung zur Verfügung. Allerdings können auch eigene VR-Brillen und Headsets mitgebracht werden:

HTC-Vive Brillen und Kopfhörer mit kabellosen Controllern: Eine VR-Brille mit beeindruckender Grafik (zwei Displays, 1200 x 1080p), 110° Sichtfeld, intuitiver Steuerung und haptischem Feedback in hoher Auslösung. Die Controller werden je nach Spiel in der virtuellen Realität unterschiedlich dargestellt (Hände, Pistolen, Controller). Je besser die Technik, desto besser das Spielerlebnis und die Verträglichkeit für den Spieler.

Die HTC-Vive-VR-Brille plus Controller.

KOR-FX-Gaming Westen: Eine kabellose High-Tech-Weste, die dank multipler Sensoren ein haptisches Feedback liefert. Das ist gerade für Gamer interessant, da sonst in den Games nur der Controller vibriert, dieses Feeling dann aber mit der Weste verstärkt wird.

KOR-FX-Gaming Westen verstärken das Spielgefühl.

Roto VR: Der Roto VR ist ein Gaming Stuhl, welcher durch seine Motorisierung 360 Grad Drehungen erlaubt. Alle Verkabelungen zu den VR-Quellen befinden sich über dem Sockel. Eine Ebene darüber wiederum, im beweglichen Teil sind die Steckplätze für HDMI, USB und Audio, damit die Kabel des VR-Headsets bei den Bewegungen mitwandern.

Der Roto VR Gaming Stuhl erlaubt 360 Grad Drehungen.

Cyberith Virtualizer Treatmill: Ein Bewegungssteuerungssystem für Virtual Reality Games. Dank der vielen optischen Sensoren in der Bodenplatte wird die Schrittgeschwindigkeit und die Richtung des Spielers erfasst. Mit dem beweglichen Ring, der auch mit Sensoren bestückt ist, wird die Oberkörperorientierung registriert. Alles wird anschließend in Bruchteilen von Sekunden verarbeitet und als exakte Lage im Spiel wiedergegeben.

Mit dem Virtualizer tauchst du mit deinem ganzen Körper in das Game ein.
Die beiden Inhaber Kai (li.) und Dariusz (re.) mit der arg gebeutelten Redakteurin.

Fazit

Mittlerweile ist es spät geworden. Wir haben volle zwei Stunden in der virtuellen Welt verbracht und haben somit einen tollen Einblick in das Gaming von morgen erhalten. Die virtuelle Welt verschmilzt mit der realen Welt fast zu einer Einheit. In der Arcade Virtual Reality Lounge kannst du mit deinen Freunden, oder auch allein mit deiner Freundin einen tollen Abend erleben. Wir haben hier nur einen kleinen Teil des Gaming-Angebotes getestet; die Arcade VR Lounge bietet aber noch vieles mehr. Wenn du nach unserem Bericht Lust auf ein eigenes VR-Adventure hast, können wir dir nur empfehlen hier einen Termin auszumachen. Des Weiteren bietet die Arcade VR Lounge auch verschiedene VR-Packages für Events wie Hochzeiten, große Geburtstage oder Firmenfeiern an.