Start Aktuell Xperia Z5: DRM-Funktionen jetzt auch trotz Root und entsperrtem Bootloader verfügbar

Xperia Z5: DRM-Funktionen jetzt auch trotz Root und entsperrtem Bootloader verfügbar

Sony ist berühmt und berüchtigt für seine Kamera-Sensoren, Kamera-Apps und seine Algorithmen zur Bildverbesserung. Um diese vor der Konkurrenz zu schützen, benutzen die Japaner einen Kopierschutz, der so clever gelöst ist, dass er beim Rooten alle Informationen löscht. Doch es geht noch cleverer, wie XDA-Nutzer tobias.waldvogel herausgefunden hat.

Sony-Nutzer kennen das Problem: Entweder man bleibt bei der Sony-Software und kann Funktionen wie die mobile Bravia-Engine alias X-Reality und die wirklich tolle Kamera nutzen, oder man rootet sein Gerät, entsperrt dazu den Bootloader und verliert damit auch die DRM-Schlüssel und die besonderen Bildfunktionen. Diese DRM-Schlüssel sind bei Sony auf einer besonderen Partition gespeichert. Möchte der Nutzer sein Gerät rooten, muss er dazu den Bootloader entsperren (aktuell ist zumindest für die Z5-Familie keine andere Möglichkeit bekannt). Dadurch werden aber auch automatisch die DRM-Schlüssel auf der TA-Partition gelöscht.

Die DRM-Schlüssel auf einem gerooteten Gerät wieder herzustellen ist nicht möglich, aber der Sony-Freak und XDA-Nutzer tobias.waldvogel hat nun eine Methode entwickelt, um dem Android-System vorzugaukeln, dass die Keys existieren. Dazu schleust ein Wrapper-Script die benötigten Informationen in den Sicherheitsdienst „secd“ ein. Die Sony-Lösung wird durch den Wrapper ersetzt und anstelle der echten Keys tritt eine Library.

Wenn du ein Xperia Z5, Z5 Compact oder Z5 Premium besitzt (inklusive Dual-SIM-Version) und dein Handy bereits gerootet hast, dann lohnt sich ein Blick auf den Thread bei XDA-Developers.com unbedingt. Die Lösung scheint problemlos zu funktionieren und stellt unter anderem die Funktionalität der Sony-Kamera-App und weiterer Sony-Apps wieder her.

Wenn du dein Z5 noch nicht gerootet hast, dann lies dich ebenfalls in den Thread ein, es könnte sich nun lohnen. Ob die Lösung auch nach dem Update auf Android 6.0 „Marshmallow“ noch funktionieren wird, ist aktuell nicht klar.

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