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Wo und wie findet man den günstigsten Mobilfunktarif?

(c) sheikh_tuhin, openclipart.org

Welchen Tarif wählen? Wer in einem Vertrag drin steckt, wird sich die Frage aktuell nicht stellen. Aber spätestens nach Ablauf der üblichen 12 oder 24 Monate steht man wieder vor dem Problem, für welchen Provider und für welchen Tarif man sich entscheiden soll. Unser Gastbeitrag von check24.de sorgt für etwas Übersicht.

Für jeden Handy- oder Smartphone-Nutzer stellt sich die Frage nach dem passenden Tarif. Bereits die Wahl des Gerätes beeinflusst die Entscheidung für oder gegen einen Tarif. Denn ein Smartphone ohne Datenflatrate ist beispielsweise eine denkbar schlechte Idee. Doch innerhalb der beiden Kategorien ?Mobilfunktarif zum Surfen, Simsen und Telefonieren? oder ?Mobilfunktarif zum Simsen und Telefonieren? gibt es wiederum vielzählige Nuancen. Und diese können User je nach Nutzerverhalten bares Geld kosten. Daher ist die entscheidende Frage: Welche Nutzertypen gibt es und zu welchem gehört man selbst?

Es gibt keinen günstigsten Tarif per se

Eines sei vorweg gesagt: Allgemeine, auf zig Millionen Handy- und Smartphone-Nutzer zutreffende Kategorisierungen von Nutzertypen gibt es nicht. Genauso wenig den günstigsten Mobilfunktarif. Aber es lassen sich Tendenzen feststellen, an denen sich Verbraucher orientieren können. Vor allem für Smartphone-User, aber auch für Vieltelefonierer mit klassischem Handy, die in alle möglichen Netze telefonieren wollen, ohne dabei auf die Kosten achten zu müssen, kam im Februar 2012 der Befreiungsschlag schlechthin: die Allnet-Flatrate für weniger als 20 Euro monatlich.

Bei Allnet-Flatrates sind normalerweise die Gespräche in alle Mobilfunknetze und das deutsche Festnetz sowie eine Flatrate zum Surfen inbegriffen. Wer also regelmäßig mehr als 20 Euro im Monat für Handy-Telefonate und eine Internet-Flatrate ausgibt, der sollte sich die verschiedenen Allnet-Flat-Angebote genauer anschauen. SMS-Flatrates sind hingegen selten inklusive, können bei den meisten Anbietern aber optional hinzu gebucht werden.

Für eine SMS-Flatrate werden je nach Anbieter zwischen fünf und 13 Euro im Monat zusätzlich zur Grundgebühr der Allnet-Flat fällig. Bevor bestellt wird, sollten User aber zunächst anhand ihrer Rechnungen überprüfen, wie hoch die durch SMS verursachten Kosten sind und diese dann mit dem Preis für die SMS-Flatrate ihres Anbieters abgleichen. Bei manchen Anbietern lohnt sich das Sorglos-Paket für SMS bereits ab der 56. Kurznachricht im Monat, bei anderen erst ab der 93. oder 146. Nachricht.

Günstig gibt es nur 200 bis 500 MByte

Für Smartphone-User ist bei der Tarifwahl auch die inkludierte Drosselungsgrenze pro Monat ausschlaggebend – bis zu diesem Volumen surfen User mit der verfügbaren Maximalgeschwindigkeit. Danach geht?s bis zum Beginn des nächsten Rechnungsmonats nur auf GPRS-Niveau weiter. Bei den meisten Anbietern haben sich 200 bis 500 Megabyte (MB) pro Monat als Standard durchgesetzt. Die nächsthöhere Drosselungsgrenze liegt bei 1.000 MB – und macht sich natürlich im Preis bemerkbar. Um den Datenverbrauch gering zu halten, sollten Smartphone-User immer ein WLAN nutzen, soweit verfügbar und sicher. Denn dann können auch große Datenmengen übertragen werden, ohne dass die Drosselungsgrenze näher rückt.
Für klassische Handy-Nutzer sind hauptsächlich Mobilfunkangebote mit günstigen Minuten- und SMS-Preisen interessant. Wer sich nicht auf einen Anbieter festlegt, sondern auch Tarife von Mobilfunkdiscountern in Betracht zieht, kann bereits ab günstigen fünf Cent pro Minute in alle Netze telefonieren. Gesprächsminuten bei Tarifen der vier Netzbetreiber sind dagegen mit neun bis 29 Cent relativ teuer. Bei SMS verhalten sich die Preisspannen sowohl bei Discountern als auch bei den Netzbetreibern ähnlich.

Alle bisher erwähnten Tarife sind sogenannte Laufzeittarife mit einer Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten. Ihnen gegenüber stehen immer noch die Prepaid-Tarife. Diese Tarifart ist allerdings nur Nutzern zu empfehlen, die ihr Handy unregelmäßig und nur für kurze Anrufe oder vereinzelte SMS verwenden. Der Vorteil der Prepaidtarife: Verbraucher haben die volle Kostenkontrolle. Denn es kann meist nur das Guthaben verbraucht werden, das im Vorfeld aufgeladen wurde.
Einen günstigen Mobilfunktarif finden Handy- und Smartphone-User also am besten, wenn sie ihr Nutzungsverhalten gut einschätzen können und dahingehend die Angebote verschiedener Mobilfunkanbieter vergleichen.

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