Start Aktuell In eigener Sache: Wir sind auf einen neuen Server umgezogen

In eigener Sache: Wir sind auf einen neuen Server umgezogen

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Es kommt immer mal wieder vor, dass man sich ein wenig näher mit dem Server beschäftigen muss. Ihr habt es vielleicht gemerkt, dass wir in der letzten Wochen ein paar Ausfallzeiten hatten. Hier mal ein kurzer Einblick, was bei uns los war.

Seit 2014 lief unsere Seite auf einem virtuellen Server bei Host Europe. Am Ende mit dem Betriebssystem Ubuntu 12.04.5 LTS, PHP 5 und Plesk 12, was zum administrieren des Servers verwendet wird. Das Betriebssystem ließ sich nicht mehr updaten und ebenso endet der Produktsupport für Plesk 12 Ende 2018. Und dass PHP 5 nicht mehr zeitgemäß ist, brauche ich ja keinem erzählen, da die Version 7.x mittlerweile Standard ist.

Etwas Neues mußte also her: Bisher hatten wir den gesamten Server selbst administriert. Wir hatten all die Freiheiten, die man sich wünschen kann und alles lief die letzten Jahre über reibungslos. Bei so einer Umstellung macht man sich natürlich auch Gedanken, wie man sich evtl. entlasten kann. Unser Augenmerk fiel dabei auf die WebServer-Angebote. Der Vorteil hierbei ist: Wir können uns rein auf unsere Webseite konzentrieren und überlassen dem Hoster sämtliche Betriebssystem- und Sicherheitsangelegenheiten. Das klingt super und die Preise sind mittlerweile auch erschwinglich.

Wir hatten uns nun 2 Wochen lang auf den Umstieg vorbereitet. Im ersten Schritt musste die Datenbank umgezogen und die Datenbank-Tabellen angepasst werden, denn der Serverpfad war auf dem Webserver nun ein anderer. Dies alles hatten wir per Skript vorbereitet und wir mussten sie nur noch eingespielen. Anschließend kam die WordPress-Installation dran, DNS wurde umgestellt und wir waren nach ein paar Stunden startklar. Bis die IP-Änderung auf allen DNS-Servern angekommen war (das kann bis zu 48 Stunden dauern), hatten wir die alte und die neue Seite im Parallelbetrieb laufen. Prima, es hatte alles reibungslos geklappt. Auf dem neuen Server wurde uns sogar NGINX und APC User Cache (APCu) angeboten.

In den darauf folgenden Tagen ist uns dann leider aufgefallen, dass unsere Seite öfters in die Knie ging. Wir hatten einen Seiten-Load (Load Average) von teilweise über 60 und konnten dies immer nur temporär lösen, indem wir den Webserver neustarteten. Hier waren uns die Support-Mitarbeiter von Host Europe eine große Hilfe. Sie hatten den Datenverkehr und die Error-Logs über längere Zeit analysiert. Und irgendwann fand sich das Problem: Unsere Datenbank erzeugte korrupte Datenbank-Queries. Auf unserem Altsystem hatten wir damit keine Probleme. Aber scheinbar ist die Konfiguration auf dem neuen WebServer eine andere, wodurch diese Fehler erzeugt wurden.

Was also tun? Wir entschieden uns von dem WebServer wegzugehen und doch wieder einen neuen virtuellen Server zu nehmen. Host Europe stellte uns den Server bereit und wir zogen unsere Seite nochmals um. Host Europe half uns dann noch dabei die nötigen Einstellungen im neuen Plesk vorzunehmen und so wuppten wir die Seite zusammen wieder online. Die Datenbank läuft nun ohne Fehler und der Load Average ist so gut wie nie.

Die Idee sich nicht mehr um das Betriebssystem oder die Sicherheit selbst kümmern zu müssen klingt im ersten Moment ganz gut. Aber bei dem WebServer hatten wir schnell gemerkt, dass es wirklich sehr, sehr ungewohnt ist, wenn man plötzlich nur noch Beifahrer ist. Man vermisst viele Funktionen, die man sonst eben nur als root hat und jetzt sind wir über unsere Entscheidung, doch wieder auf einen einen virtuellen Server mit Root-Zugang gesetzt zu haben, außerordentlich glücklich. In den nächsten Wochen werden wir nun noch etwas an der Performance der Seite schrauben und schauen, was wir noch rausholen können.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei dem Support-Team von Host Europe. Ihr wart zu jeder Tages- und Nachtzeit für uns da und habt uns schnell, unkompliziert und sehr kompetent bei unseren Problemen geholfen. Wir wissen das wirklich zu schätzen und werden euch auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch möchten wir uns bei unseren Lesern bedanken, die so viel Geduld aufgebracht und uns zwischendrin immer Feedback gegeben haben.