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Werbung macht Spaß – Interview mit den Machern von SPOTGUN

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Während eines Blockbusters drei oder mehrmals durch Werbung unterbrochen zu werden, ist ätzend. Das haben sich auch drei schlaue Köpfe aus dem Raum Stuttgart gesagt, und die App SPOTGUN entwickelt. Damit lässt sich die Werbung zwar nicht verhindern, aber wenigstens sinnvoll überbrücken. Android User sprach mit Jürgen Gomeringer — einem der Gründer der App — über die Tücken der Entwicklung und die Zukunft von SPOTGUN.

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Android User: Beim Stichwort “Startup” denke ich immer an Berlin, total unterbezahlte und ausgebeutete Praktikantinnen, dubiose Investoren, tolle Partys und eine Goldgräberstimmung. Wie verlief die Gründerzeit bei SPOTGUN?

SPOTGUN: Dazu fallen mir folgende Stichworte ein: unkonventionelle Arbeitsplätze, durchgemachte Nächte, ungesunde Ernährung, viele Veranstaltungen, auf denen wir coole Menschen kennengelernt haben, die Angst vor dem nächsten Kontoauszug und das Gefühl, morgens aufzuwachen und nicht zu wissen, was einen erwartet – im positiven Sinne! Alles in allem war und ist es eine sehr spannende Zeit und wir sind uns einig, dass wir es wieder so machen würden!

Android User: Ihr habt SPOTGUN zu Dritt auf die Beine gestellt. Wer von euch kam auf die Idee zu SPOTGUN und wie ist es ihm gelungen, euch alle von der Idee zu überzeugen?

SPOTGUN: Ich habe mich bereits vor einigen Jahren im Rahmen meines Praxissemesters bei der ProSiebenSat.1 Media AG mit dem Second Screen Trend beschäftigt. Die Idee kam mir dann beim TV schauen mit meinem Mitgründer Philipp. Er hat ziemlich schnell Feuer gefangen, woraufhin wir die ganze Nacht damit verbracht haben, die Idee von SPOTGUN weiterzuspinnen. Am nächsten Morgen war uns klar, dass wir zusammen ein kleines Startup gründen wollen, um unsere Idee vom Live-Game in der Werbepause zu verwirklichen. Wir haben darauf noch unseren Kommilitonen Michael und damit die notwendigen technischen Kompetenzen ins Boot geholt.

 Jürgen Gomeringer ist einer der drei Gründer von SPOTGUN.
Jürgen Gomeringer ist einer der drei Gründer von SPOTGUN.

Android User: Wie habt ihr SPOTGUN programmiert? Mit Eclipse, Android Studio oder einer anderen Lösung und warum habt ihr euch für diese Lösung entschieden?

SPOTGUN: Uns war ziemlich schnell klar, dass der Aufwand für die Entwicklung von SPOTGUN sehr viel höher ist als angenommen. Gleichzeitig haben wir nach einer Sondierung des Second-Screen-Marktes in Deutschland gewusst, welche Lücke wir mit SPOTGUN füllen können – nämlich die der Live-Interaktion sowohl zwischen den Usern als auch zwischen TV-Content und App. Wir wollten unsere App also so schnell wie möglich realisieren. Aus diesem Grund haben wir SPOTGUN zusammen mit einer Entwicklerfirma realisiert. Die Jungs waren von unserem Konzept sofort begeistert. SPOTGUN wurde kurz darauf mit einer Mischung aus Eclipse und Android Studio entwickelt. Für die Oberfläche wurde teilweise Android Studio genutzt, teilweise auch von Hand geschrieben, der Code hingegen ist nahezu vollständig in Eclipse entstanden. Für ein komplexes Projekt wie SPOTGUN ist es wichtig, dass man bewährte Entwicklungs-Werkzeuge nutzen kann, mit denen man mit jeder neuen Version eine gute Code-Qualität abliefern kann. Android Studio hingegen ist noch relativ jung, kann allerdings mit einigen praktischen Funktionen aufwarten, mit denen sich das Interface der App deutlich schneller und angenehmer gestalten lässt.

Android User: Es gibt auch Android-Apps, die akkustisch Bescheid geben, wann die Reklame zuende ist. Ich stelle mir dann immer vor, dass da jemand bei sich zuhause im stillen Kämmerlein alle Programme überwacht und auf einen Button drückt, wenn die Pause vorüber ist. Wie macht ihr das bei eurer App?

SPOTGUN: Wir haben bei SPOTGUN eine Schnittstelle zu einer Echtzeit-Spoterkennung. Der Prozess der Spoterkennung geschieht im Backend. Für den Spieler heißt das, dass er die Erkennung des laufenden Fernsehprogramms nicht umständlich durch die Aufnahme des Bild- oder Tonsignals mit seinem Smartphone durchführen muss – im Gegensatz zu anderen Second Screen Apps. Durch diese Technologie können wir jeden Werbespot im deutschen Fernsehen live erkennen und in unser Spiel integrieren.

„Wir können jeden Werbespot im deutschen Fernsehen live erkennen und in unser Spiel integrieren.“

Android User: Was waren die größten technischen Hürden bis zum Launch bei Google Play? Habt ihr in den vergangenen 12 Monaten auch mal daran gedacht, das Projekt komplett hinzuschmeißen?

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Auszug des Interviews aus der aktuellen Ausgabe von Android Power User. Das Interview in voller Länge findest du in Android Power User #03 bei Google Play.

Komplettes Interview lesen…