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Vorübergehende Abschaltung zur Stärkung der Sicherheit
Brewster Kahle, Gründer des Internet Archive, erklärte am Freitagabend, dass die vorübergehende Abschaltung notwendig sei, um die Dienste zu untersuchen und gegen zukünftige Angriffe zu stärken. „Sorry, aber das ist nötig“, entschuldigte er sich bei den Nutzern. Kahle schätzt, dass die Arbeiten nur einige Tage in Anspruch nehmen werden, schließt aber nicht aus, dass es länger dauern könnte.
Datendiebstahl und DDoS-Angriffe
Bei dem Cyberangriff Ende September gelangten E-Mail-Adressen, Passwort-Hashes und Nutzernamen von über 31 Millionen Anwendern in die Hände der Angreifer. Nutzer können auf der Webseite „Have I Been Pwned“ (HIBP) prüfen, ob ihre Daten betroffen sind.
Zusätzlich zum Datendiebstahl sah sich das Internet Archive mit DDoS-Angriffen konfrontiert, die zeitweise zur Nichterreichbarkeit der Wayback Machine und anderer Dienste führten. Solche Angriffe waren bereits früher in diesem Jahr vorgekommen.
Bedeutung der Wayback Machine
Die Wayback Machine ist der wohl bekannteste Dienst des Internet Archive – wir hatten erst kürzlich detailliert darüber berichtet. Sie ermöglicht Nutzern, frühere Versionen von Webseiten aufzurufen und inhaltliche Änderungen nachzuvollziehen. Der Dienst stellt eine wichtige Informationsquelle dar, insbesondere für Redakteure und Forscher.
Erst kürzlich wurde die Wayback Machine in die Google-Suche integriert, um den eingestellten Google-Cache zu ersetzen.
Ausblick
Während das Team des Internet Archive mit Hochdruck an der Wiederherstellung und Sicherung der Dienste arbeitet, bleibt unklar, wann genau die Wayback Machine wieder verfügbar sein wird. Kahle betont jedoch, dass die archivierten Daten sicher seien und kein Datenverlust durch den Angriff entstanden sei.
Die vorübergehende Abschaltung unterstreicht die Herausforderungen, denen sich gemeinnützige Projekte im digitalen Zeitalter gegenübersehen, insbesondere wenn es um die Sicherheit großer Datenmengen geht.
