Start Aktuell Vorsicht vor Betrugsversuchen bei Amazon, E-Bay und Co beim Weihnachtsshopping

Vorsicht vor Betrugsversuchen bei Amazon, E-Bay und Co beim Weihnachtsshopping

Es klingt so verlockend: Ein fast neues HTC One für nur 280 Euro. Klar, dass man das gerne zu Weihnachten kaufen möchte. Android User rät, gerade in den kommenden Wochen beim Smartphone- oder Tabletkauf doppelt die Augen aufzuhalten, damit es nach dem Schnäppchenkauf kein böses Erwachen gibt.

Vielleicht sind Sie Ihnen auch schon aufgefallen: Smartphone- und Tablet-Angebote bei Amazon, die unglaublich günstig sind. Zum Beispiel das HTC One für 280 Euro (fast neu) oder das Samsung Galaxy Note 3 für 340 Euro, ebenfalls praktisch im Neuzustand. Bei diesen Angeboten handelt es sich praktisch durchs Band um Betrugsversuche. Der Käufer versucht dabei, Sie früher oder später von Amazon bzw. E-Bay wegzulocken und Sie zu einer Zahlung außerhalb der Online-Plattform zu bewegen. Lassen Sie sich nicht darauf ein, denn Ihr Geld landet auf irgendeinem dubiosen Konto. Anstelle eines Schnäppchens in der Hand bleibt nur das Loch im Portmonnaie.

So erkennen Sie die Betrüger 

  1. Benutzen Sie einen Preisvergleich wie Idealo, Amazon, Geizhals oder ähnlich. So merken Sie schnell, wie viel das gesuchte Handy oder Tablet üblichweise kostet. Weicht der Preis um mehr als 50 Euro nach unten ab, dann ist vermutlich etwas faul an der Sache. 
  2. Gehen Sie nie Deals außerhalb von E-Bay oder Amazon ein, auch wenn der Verkäufer Ihnen angebliche Sicherheiten bietet (Amazon Payment). 
  3. Überweisen Sie kein Geld auf unbekannte Bankkonten, insbesondere nicht via Western Union oder ähnlichen Diensten. Überprüfen Sie, ob das Bankkonto zum Namen des Händlers passt/dem Händler gehört.

 





Das güstigste Angebot ist 100 Euro billiger als das zweigünstigste. Hier muss etwas faul sein!

 

Auf der Suche nach einem günstigen gebrauchten HTC One sind uns schon mehrfach seltsame Angebote bei Amazon aufgefallen, die das Handy für unter 300 Euro anbieten, angeblich in sehr gutem gebrauchten oder "neuwertigem" Zustand. Das sind 100 Euro weniger als beim zweitgünstigsten Anbieter. Hier sollten zum ersten Mal die Alarmglocken klingeln.





Bei seriösen Portalen müssen Sie nie direkten Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen!

Auf unsere Kontaktaufnahme hin bzw. nach einer Bestellung erhielten wir aber lediglich eine E-Mail, dass wir dem Verkäufer unsere Telefonnummer, den Namen und die Lieferanschrift mitteilen sollten:

"…bitte Schicken Sie mir Ihr telefonnummer, Name und Lieferanschrift und Ich werde Ihre Bestellung zu Amazon weiterleiten so das wir die Transaktion mit Amazon Payments anfangen koennen."

Bei dieser Bitte müssen die Alarmglocken zum zweiten Mal klingeln, zumal der Text auch in sehr schlechtem Deutsch geschrieben ist und der Verkäufer bei Amazon neu. Wir ließen es aber nicht dabei bewenden und gingen auf den Deal ein, wollten aber genau wissen, warum wir das Produkt nicht gleich bei Amazon bestellen sollten, und was Amazon Payment ist.

Die Antwort ließ dieses Mal etwas auf sich warten. Eventuell hat ja der Verkäufer oberflächlich geprüft, ob es tatsächlich einen Marcel Hilzinger in München gibt. Wir sollten Ausschau nach einer Mail von Amazon für die Bezahlung halten. Dieses Mal war die Mail in noch schlechterem Deutsch geschrieben und wir sollten uns beeilen. Wozu?





Amazon soll uns also über die Zahlung informieren. Sich zu beeilen, ist kein üblicher Hinweis eines seriösen Verkäufers.

Tatsächlich kam die E-Mail von Amazon keine zwei Minuten später. Sie landete nicht einmal im Spam-Ordner, sondern ganz normal unter den Benachrichtigungen. Als Absender erscheint tatsächlich Amazon.de, doch wer etwas von E-Mail-Betrügern versteht, bemerkt schnell, dass die E-Mail nicht von amazon.de sondern von der Domäne bestellbestaetigung-amazon-online.de stammt. Die Adresse ist absichtlich sehr lange gewählt, denn so zeigen die meisten E-Mail-Programme nur einen Teil davon an. 





Die E-Mail sieht auf den ersten Blick tatsächlich echt aus, sie stammt aber nicht von Amazon.

Die Domain gehört laut whois einem gewissen Harold Ursachi mit der E-Mail-Adresse [email protected] Also nicht Frau Wrana und auch nicht dem Herrn Popescu, dem wir das Geld überweisen sollen. Denn wir sollen das Geld doch tatsächlich nach Griechenland überweisen. An einen bislang unbekannten Mann Namens ALIN POPESCUHier müssen zum dritten und letzten Mal die Alarmglocken leuten.





Stimmen die Angaben zum Verkäufer nicht mit denen des Kontos überein, handelt es sich oft um einen Betrugsversuch.

 

Gehen Sie nie auf solche Deals ein. Ihr Geld ist futsch und Sie werden das Schnäppchen nie erhalten!

Android User wünscht allen Leserinnen und Lesern eine entspannte Vorweihnachtszeit!

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