Start Magazin Vergleichstest: Schlaf-Apps gegen Schlaf-Tracker

Vergleichstest: Schlaf-Apps gegen Schlaf-Tracker

Es gibt Menschen, die sehr unruhig schlafen, andere wiederum liegen kaum im Bett, schon sind sie tief und fest eingeschlummert. Aber woran liegt das? Und wie gut ist Ihr Schlaf? Mit der passenden App oder Hardware lässt sich das messen.

Apps wie Sleep as Android [1] mit der Erweiterungs-App SleepStats [2] und SleepBot [3] zeichnen Ihre Schlafphasen auf und analysieren Ihren Schlaf. So können Sie herausfinden, ob Sie beispielsweise zu wenig Tiefschlafphasen in der Nacht haben oder generell zu wenig Stunden schlafen. Wir haben die beiden Apps im Test mit dem Sportarmband fitbit Flex von fitbit [4] verglichen.

Sleep as Android


Um Ihren Schlaf mit der App Sleep as Android zu messen, müssen Sie zunächst den Wecker einstellen. Sie finden ihn als ersten Menüpunkt oben links. Wenn Sie die Funktion Schlaues wecken nutzen, die Sie unter den Wecker-Einstellungen auswählen, bestimmt die App den Zeitpunkt, in dem es entsprechend Ihrem Biorhythmus am besten ist, aufzustehen. Dabei legen Sie fest, innerhalb welcher Zeitspanne nach dem eingestellten Zeitpunkt Sie spätestens aufgeweckt werden möchten. Das Minimum beträgt 30 Minuten Toleranz. In unserem Test klingelte der Wecker meistens in den ersten zehn Minuten der Toleranzphase.

Unter den Wecker-Einstellungen finden Sie auch den Punkt Es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Damit legen Sie fest, ob die App Sie abends daran erinnern soll, schlafen zu gehen. Damit die App richtig funktioniert, muss das Handy übrigens die Nacht über neben Ihrem Kopf liegen. Wenn die Messung klappt, zeichnet die App bis zum nächsten Morgen Ihre Schlafphasen auf und zeigt Ihnen in einem Diagramm an, zu welcher Uhrzeit Sie im Leichtschlaf oder Tiefschlaf waren. Pro Nacht durchleben Sie etwa vier bis sechs Schlafzyklen. Oben links finden Sie den Anteil Ihrer Tiefschlafphasen in Prozent und die Anzahl Ihrer Schlafzyklen. Und diese Werte sind entscheidend: Je länger Sie im Tiefschlaf waren, desto besser sollten Sie sich am Morgen fühlen.

Abbildung 1: Der schlaue Wecker der App Sleep as Android klingelt dann, wenn es für Ihren Biorhythmus am besten ist.
Abbildung 1: Der schlaue Wecker der App Sleep as Android klingelt dann, wenn es für Ihren Biorhythmus am besten ist.

Abbildung 2: Mit einem Kommentar und der Vergabe von Sternen führen Sie ein persönliches Schlaftagebuch bei Sleep as Android.
Abbildung 2: Mit einem Kommentar und der Vergabe von Sternen führen Sie ein persönliches Schlaftagebuch bei Sleep as Android.

Die ersten Zyklen sollten von leichtem Schlaf geprägt sein, dann folgen Tiefschlafphasen und Traumphasen, zum Morgen hin wird der Schlaf wieder leichter. Wie Sie sich in der Nacht oder nach dem Aufwachen gefühlt haben, können Sie vor dem Speichern der Aufzeichnung dazuschreiben und Sterne von 1 bis 5 vergeben. Eine noch detaillierte Aufzeichnung liefert die Erweiterung von Sleep as Android, SleepStats. Aber auch hier ist Voraussetzung: Das Smartphone liegt die ganze Nacht neben Ihrem Kopf.

Abbildung 3: Über Ihr Schlafdefizit gibt die App SleepStats Aufschluss.
Abbildung 3: Über Ihr Schlafdefizit gibt die App SleepStats Aufschluss.

SleepBot


Die kostenlose App SleepBot liefert keine so detaillierten Auswertungen. Sie verfügt über vier Symbole im Menü. Wenn Sie auf das erste Symbol klicken, einen Halbmond, haben Sie die Möglichkeit, über den Button going to sleep das Schlaftracking zu starten. Darunter wählen Sie aus, ob Sie mittels Alarm über den schlauen Wecker wach werden möchten (identisch mit der Funktion, die auch die App Sleep as Android bietet), ob die App Ihre Bewegungen in der Nacht aufzeichnen und/oder Geräusche, wie zum Beispiel Schnarchen, aufnehmen soll. Die Aufnahme von Bewegungen funktioniert allerdings nur, wenn Sie sich lediglich geringfügig vom Smartphone entfernen; das Aufnehmen von Geräuschen hat in unserem Test überhaupt nicht geklappt. Über das zweite Symbol, einen Notizblock, erhalten Sie ein Protokoll, das zeigt, an welchem Tag Sie wie lange geschlafen haben und ob die Schlafdauer zu lang oder zu kurz gewesen ist. SleepBot empfiehlt acht Stunden Schlaf.

Klicken Sie auf das Diagramm-Symbol im Menü, zeigt Ihnen die App anhand einer Linie in einem Schaubild (vertikal die Zeitangabe in Stunden, horizontal die Zeitangabe nach Datum), ob Sie im Verlauf mehr (die Linie geht nach oben) oder weniger (die Linie geht nach unten) schlafen. Ein Fragezeichen in einer Sprechblase bildet den letzten Menüpunkt. Anstelle einer individuellen Auswertung liefert die App nur allgemeine Tipps. Um sich daran erinnern zu lassen, wann es Zeit ist, zu Bett zu gehen, tippen Sie unter den Wecker-Einstellungen auf Schlafenszeit! Erinnerung und setzen entsprechende Häkchen. Fazit: Die App kann mit Sleep as Android nicht mithalten.

Abbildung 4: Die App SleepBot hat im Dezember ein komplett neues Layout spendiert bekommen.
Abbildung 4: Die App SleepBot hat im Dezember ein komplett neues Layout spendiert bekommen.

Hardware als Schlaftracker

Die beste Methode, um den Schlaf zu protokollieren, bot in unserem Test das Sportarmband fitbit Flex von fitbit. Es besteht aus einem Tracker und einem Gummiarmband. Bestellen können Sie es unter www.fitbit.com oder bei Amazon in unterschiedlichen Farben von Blau bis Pink zum Preis von rund 90 Euro. Geliefert wird das Armband mit einem kleinen WLAN-Dongle. Über diesen USB-Stick übertragen Sie die gemessenen Daten auf einen Windows-PC bzw. in die Cloud. Von der Cloud aus landen dann die Daten in der Android-App. Alternativ versteht sich das Fitbit-Band auch direkt mit dem Android-Smartphone, sofern Ihr Handy über Bluetooth-4.0-Support verfügt (Low Energy). Laden Sie sich dann die App fitbit [5] aus dem Google Play Store herunter. Wenn Sie das Armband nutzen möchten, um Ihren Schlaf digital zu verfolgen, klicken Sie in der App auf den Menüpunkt Schlaf und anschließend oben rechts auf das Pluszeichen. Es öffnet sich ein Feld mit dem Text Schlaf jetzt beginnen. Wenn Sie diese Funktion auswählen, ist der Schlaftracker aktiv. Am nächsten Morgen klicken Sie auf Ich bin wach. Ohne App steuern Sie die Aufzeichnung über Ihr Armband, indem Sie vor dem Zubettgehen ein bis zwei Sekunden darauf drücken, bis das Flex vibriert und zwei der fünf Lämpchen aufleuchten. Am Morgen tippen Sie erneut für ein bis zwei Sekunden auf das Armband, um den Schlaftracker zu beenden. Das Band vibriert und alle fünf Lämpchen leuchten auf.

Abbildung 5: Wenn Sie zu Bett gehen, klicken Sie in der App von fitbit auf Schlaf jetzt beginnen.
Abbildung 5: Wenn Sie zu Bett gehen, klicken Sie in der App von fitbit auf Schlaf jetzt beginnen.

Abbildung 6: Der fitbit Flex Tracker misst nicht nur Ihren Schlaf, sondern auch Ihre sportlichen Aktivitäten.
Abbildung 6: Der fitbit Flex Tracker misst nicht nur Ihren Schlaf, sondern auch Ihre sportlichen Aktivitäten.

In der fitbit-App lesen Sie dann nach, wie lange Sie geschlafen haben, und sehen sich Ihren in die verschiedenen Phasen unterteilten Schlafrhythmus an. Die App sagt Ihnen so, wie viele Minuten Sie insgesamt ruhelos oder wach waren. Das Armband ermöglicht – im Vergleich zu den anderen Schlaf-Apps – eine deutlich praktikablere und genauere Messung sowie zusätzliche Features. Der Tracker zählt beispielsweise Ihre Schritte, misst Ihren Kalorienverbrauch und die Distanzen, die Sie über den Tag hinweg zurücklegen. Sie können Ziele definieren, zum Beispiel, Gewicht zu verlieren, dazu einen Ernährungsplan erstellen und täglich überprüfen, welche Fortschritte Sie gemacht haben. Natürlich gibt es auch (kostenlose) Apps mit diesen Funktionen im Play Store. Mit dem Armband haben Sie allerdings all diese Funktionen gebündelt und müssen nicht stets Ihr Smartphone am Körper tragen. Ähnliche Funktionen wie fitbit Flex bietet das Sportarmband UP von Jawbone [5], das in Android User 09/2013 im Test hatten [6]. Es mit 129 Euro etwas teurer. Als zweite Alternative mit einer schlichten Android-App eignet sich das Misfit Shine [7] (Testbericht in dieser Ausgabe von Android User) zum Preis von rund 110 Euro.

Schlafen mit dem Handy?

Wegen der Strahlenbelastung und der Störung durch SMS oder Anrufe in der Nacht empfiehlt es sich, den Flugmodus des Smartphones einzuschalten, wenn Sie eine Schlaf-App nutzen möchten. Um eine genaue Messung zu erhalten, müssen Sie das Smartphone – und das gilt für alle Schlaf-Apps – so nah wie möglich neben Ihrem Kopf platzieren. Außerdem sollte der Akku voll aufgeladen sein, im günstigsten Fall schließen Sie Ihr Smartphone an eine Steckdose an, damit es sich nicht mitten in der Nacht ausschaltet. Nicht nur für Menschen, die sich viel im Schlaf bewegen, ist das keine praktikable Lösung. Das Handy stört im Bett. Die hier vorgestellten Apps eignen sich also lediglich dazu, sporadisch den Schlaf zu überprüfen, keinesfalls als Langzeitlösung. Einfacher und praktischer sind Sportarmbänder wie das für diesen Artikel getestete Exemplar von fitbit. Die Armbänder sind nicht nur bequemer, sondern die Messungen auch genauer, egal wie oft Sie sich drehen und wenden. Der Akku des fitbit Flex hält etwa eine Woche durch, wenn Sie das Armband Tag und Nacht tragen. Laut Beschreibung können Sie es sogar beim Duschen anbehalten. Noch längere Laufzeiten (bis zu vier Monate) schafft das ebenfalls wasserfeste Misfit Shine.

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  1. Oktoberfest 2014 – die neue Reiseführer-App aus dem Nelles Verlag für „Zuagroaste“.

    Jetzt gratis laden bis zum 14.09.2014!

    Es ist wieder soweit! Das 181. Münchner Oktoberfest vom 20. September bis 5. Oktober 2014 lädt wieder über 6 Millionen Besucher auf die Theresienwiese ein. Der Münchner Nelles Verlag präsentiert dieses Spektakel mit der neuen Nelles Travel Tips Reiseführer-App den vielen Nicht-Münchnern.

    Kennen Sie den „Dirndlcode?“ Wie kommt man in ein Bierzelt? Was zieht man auf der Wiesn an?

    Präsentiert wird das Oktoberfest von dem Münchner Stadtführer Achim Wigand, der mit Ironie, Humor und Sarkasmus die „Zuagroasten“ auf die Wiesn einstimmt. Der Leser erhält viele nützliche Hintergrundinfos und wichtige Tipps für einen gelungenen Aufenthalt – vor, während und nach der Wiesn. Viele HD-Fotos illustrieren das muntere Treiben auf dem Oktoberfest, mit den detaillierten Karten verliert man nie die Orientierung.

    Fragt man Achim Wigand, ob man das Oktoberfest erlebt haben muss, antwortet er: „Das Oktoberfest ist überfüllt, es ist teuer, mancherorts riecht es nicht gut, es ist ab dem Spätnachmittag zunehmend barbarisch, es polarisiert, deshalb: Ja, unbedingt!“.

    Zusätzlich zum Oktoberfest erhält der Leser auch alles Sehenswerte der Münchner Innenstadt, Infos zur Münchner Geschichte, Tipps für das Nachtleben und die besten Shopping-Empfehlungen. Erhältlich ist die neue Nelles Oktoberfest-App für Tablet-PCs (iOS und Android mit HD-Displays). Die App kann online- und offline genutzt werden.

    Die Nelles Oktoberfest-App ist bis zum 14.09.2014 kostenfrei im Apple Store und Google Play Store als Download erhältlich. Danach wird sie Leser nur 0,99 EUR kosten.

    Über die Nelles Travel Tips Apps:

    Mit dem Nelles Travel Tips Reiseführer entdecken Sie die Besonderheiten Ihres Reiseziels neu! Die Nelles Travel Tips sind die nächste Generation von Reiseführern für Ihr Tablet – sie bieten spannende Reiseinformationen mit aktuellen Texten, zahlreichen HD-Farbbildern, nützlichen Internet-Diensten und lokalen Social Media-Informationen. Zoombare On- und Offline-Karten helfen Ihnen bei der Orientierung, zahlreiche in der App buchbare Reise- und Serviceangebote verhindern Langeweile vor Ort. Somit können Sie jederzeit und überall Ihren Urlaub planen und haben alle wichtigen Infos auf Ihren iPad. Weitere Informationen finden Sie in den App Stores.

    Download im Apple App Store (iOS iPad):

    https://itunes.apple.com/de/app/reisefuhrer-nelles-verlag/id692099392?mt=8

    Download im Google Play Store (Android):

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.nelles.antt&hl=de

    Viel Spaß!

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