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[Update] Verstecktes Feature: Android 4.3 unterstützt nachträgliche Rechtebeschränkung

Dass Google an einer Funktion arbeitet, um Apps nachträglich Rechte zu entziehen, geistert schon eine Weile durch den Blätterwald. Dass diese Funktion aber bereits in Android 4.3 integriert ist, hat man auf der Präsentation vorgestern verschwiegen. Wir zeigen euch, wie ihr die neue Funktion nutzt.

Android 4.3 hat eine Funktion, um Apps nachträglich bestimmte Rechte zu entziehen, wie androidpolice.com in Erfahrung gebracht hat. Die Funktion ist bereits benutzbar, dürfte sich aber noch in einer Probephase befinden, weshalb sie offiziell und auf üblichem Weg noch nicht erreichbar ist. App-Vorgänge nennt sich das Feature aktuell auf Deutsch und um es zu erreichen, braucht man einen speziellen Launcher, der Aktivitäten unterstützt. Dazu gehören zum Beispiel Nova Launcher und Apex Launcher. Wir haben die Funktion auf dem Nexus 4 ausprobiert, hier unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung mit dem Nova Launcher.

Einfacher per App 

Probleme bei Android 4.4? Jetzt nicht mehr. Ein flinker Android-Entwickler hat bereits eine App programmiert, die die Einstellungen als App im App-Drawer realisiert. Am besten installieren Sie also einfach die App App Ops 4.3 / 4.4 KitKat von Color Tiger aus Google Play. Die App funktioniert unter Android 4.3 und Android 4.4 und benötigt keine Root-Rechte.

Halten Sie den Finger auf dem Desktop gedrückt und wählen Sie den Menüpunkt Verknüpfungen aus. Im erscheinenden Fenster muss sich nun ein Eintrag Aktivitäten befinden. Fehlt dieser Eintrag, dann ist kein passender Launcher installiert.





Um die Funktion zu erreichen, müssen Sie eine Verknüpfung zu einer Aktivität erstellen.





Aktivitäten auf dem Desktop abzulegen, ist nur mit bestimmten Launchern möglich.

Es erscheint nun eine Übersicht der Installierten Apps beziehungsweise Aktivitäten. Bei den Activities handelt es sich um Teile einer App. Mit dieser Funktion kann man also gezielt einen bestimmten Teil einer App aufrufen, nicht die komplette Apps. Die App-Vorgänge gehören zu den Einstellungen, sind also Teil der Settings-App, aber grafisch nicht in den Einstellungen eingebunden. Deshalb dieser Umweg über die Aktivitäten. Scrollen Sie in der Liste der Apps bis zu den Einstellungen. Hier wählen Sie aus den vielen Einstellungen den Eintrag App-Vorgänge aus.





In der App-Liste navigieren Sie zu den Einstellungen, die aus über 100 Aktivitäten bestehen.





Hier wählen Sie nun den Eintrag App-Vorgänge aus. Auf Englisch heißt der Eintrag App ops.

Damit haben Sie nun eine Verknüpfung auf die App-Vorgänge auf dem Desktop erstellt. Tippen Sie diese an, landen Sie in den Einstellungen. Hier sind die Rechte in vier Reiter sortiert: STANDORT, PERSÖNLICH, SMS/MMS und GERÄT. Möchten Sie zum Beispiel WhatsApp den Zugriff auf Ihren Standort entziehen, dann scrollen Sie auf dem Reiter Standort zum WhatsApp-Eintrag, tippen diesen an und schieben dann den Schieberegler einfach auf AUS. Sie finden hier dann auch gleich sämtliche weiteren Berechtigungen, die Sie WhatsApp entziehen können. In unseren Tests hat das recht gut funktioniert, ohne dass WhatsApp abgestürzt ist oder den Dienst aufgegeben hat. 





Die Berechtigungen sind auf vier Reitern sortiert. Sie finden aber bei jeder App sämtliche Rechte.





WhatsApp tut auch mit diesen Einstellungen seinen Dienst.

Was aber deutlich interessanter ist: Sie sehen an dieser Stelle auch gleich, ob und wann die App von den eingestellten Rechten Gebrauch gemacht hat. So können Sie recht gut entscheiden, ob die Berechtigung eine Gefahr darstellt. Die Einstellung unterstützt auch das Entziehen von Rechten, die für die App unbedingt nötig sind. Sie können also der Kamera-App die Kamera-Funktion verbieten. Dann stützt die App entweder ab oder zeigt eine entsprechende Fehlermeldung an. 





Entziehen Sie einer App essentielle Rechte, erscheint eine Fehlermeldung auf dem Display, wie hier für die Camera FV-5.

Noch im Beta-Stadium 

Beachten Sie, dass es sich bei dieser Funktion noch um ein Beta-Feature in Entwicklung handelt. Nutzen Sie diese Einstellungen und Optionen also nur, wenn Sie genau wissen, was Sie tun. Mit einer falschen Einstellung können Sie Apps unbrauchbar machen!

Wir freuen uns schon auf Android 5.0, wo diese Funktion dann hoffentlich fest eingebaut ist. Die App-Entwickler haben so noch etwas Zeit, sich auf die anstehenden Neuerungen entsprechend vorzubereiten.

Quelle: androidpolice.com via Google+

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