Inhaltsverzeichnis
- Abfahrten in der Nähe auf einen Blick, ohne Eingabe
- Netzkarte, Liniensuche und Reichweiten-Radar als Karten-Tools
- Funktioniert über Verkehrsverbund- und Ländergrenzen hinweg
- Privacy by Design, Server in Deutschland
Erste Eindrücke beim Öffnen
Die Ansicht der App ist geteilt. Im oberen Teil siehst du eine Karte mit deinem aktuellen Standort, den umliegenden Haltestellen, dem Liniennetz und geschätzten Fahrzeugpositionen. Im unteren Teil findest du drei Tabs: „In der Nähe“, „Radar“ und „Favoriten“.
Standardmäßig ist der Tab „In der Nähe“ aktiv und listet die Haltestellen rund um deinen Standort auf. Tippst du eine davon an, siehst du die nächsten Abfahrten mit Linie, Ziel und gegebenenfalls Verspätung, sofern der jeweilige Verkehrsverbund diese Information bereitstellt. Du öffnest die App und bekommst sofort einen Überblick.


Die Karte: Liniennetz und Fahrzeugpositionen
Die Karte im oberen Teil der App ist mehr als nur ein Hintergrund für die Haltestellenanzeige. Sie zeigt die Verläufe der Bus-, Tram- und Bahnlinien deiner Umgebung und die ungefähre Positionen der Fahrzeuge entlang dieser Linien.
Die Fahrzeugpositionen sind Schätzungen, denn viele Verkehrsverbünde stellen keine exakten GPS-Daten bereit. Transportflow berechnet daher anhand von Fahrplan- und Verspätungsdaten sowie den Streckenverläufen aus OpenStreetMap, wo ein Fahrzeug gerade ungefähr sein müsste. Für den Alltag reicht das in der Regel aus und ist je nach Datenquelle oft eine erstaunlich genaue oder hin und wieder eine eher schlechte Schätzung.
In der Basisversion zeigt die Karte die Linien ohne Beschriftung. Pro-Nutzer sehen zusätzlich Liniennamen und Fahrzeugbeschriftungen.
Der Isochronen-Radar
Der zweite Tab unten führt zum Isochronen-Radar. Er beantwortet eine Frage, die sich mit einer klassischen Verbindungssuche nicht beantworten lässt: Wohin komme ich von hier aus in einer bestimmten Zeit mit Bus und Bahn? Das Ergebnis zeigt die App als mehrfarbige Fläche auf der Karte, die mit einem Farbgradienten die Reisedauer bis zu den einzelnen Gebieten sichtbar macht.
Die Funktion wird interessant, sobald du sie im Alltag einsetzt. Wohnungssuche zum Beispiel: Liegt das Viertel, das du dir anschaust, überhaupt im ÖPNV-Radius deiner Arbeit? Oder umgekehrt: Welcher Stadtteil wäre noch erreichbar, wenn du bereit bist, eine Stunde zu pendeln? Auch bei Restaurants, Sportstätten oder Verabredungen hilft der Radar, schnell einzuschätzen, ob ein Ziel für dich bequem liegt.
In der Basisversion ist der Startpunkt auf deinen aktuellen Standort festgelegt und die Reisezeit auf 30 Minuten voreingestellt. Pro-Nutzer können den Startpunkt frei setzen und die Zeit selbst wählen.


Favoriten und Suchverlauf
Der dritte Tab enthält Favoriten und den Suchverlauf. Haltestellen oder Orte, die du häufig ansteuerst, lassen sich für den Schnellzugriff abspeichern. Der Suchverlauf zeigt, wonach du zuletzt gesucht hast. In der Basisversion stehen drei Favoriten-Slots zur Verfügung, Pro-Nutzer haben unbegrenzt viele.
Liniensuche und klassische Routenplanung
Die Liniensuche ist eine reine Pro-Funktion. Du gibst eine Linienbezeichnung ein – zum Beispiel „U8“, „S1“ oder „FlixBus“ – und siehst den vollständigen Verlauf aller Treffer auf der Karte. Das ist vor allem dann nützlich, wenn du wissen willst, wo eine Linie eigentlich langfährt.
Die klassische Routenplanung ist in Transportflow weiterhin vorhanden. Du kannst nach der schnellsten, bequemsten oder umstiegsärmsten Verbindung suchen und bekommst den Fahrtverlauf mit allen Details angezeigt.



Verbundübergreifend und länderübergreifend
Transportflow kombiniert in einer App, wofür du sonst mehrere Apps brauchen würdest: S-Bahn, Tram, Regional- und Fernverkehr, verbundübergreifend und länderübergreifend. Grundlage sind offene GTFS-Daten staatenübergreifender Verkehrsverbünde. Das Community-Projekt Transitous aggregiert diese Datensätze, die Open-Source-Routing-Engine MOTIS berechnet darauf die Verbindungen. Das Kartenmaterial basiert auf OpenStreetMap.
Praktisch heißt das: Die App funktioniert in deiner Heimatstadt genauso wie auf Reisen. Du musst dir in Hamburg, Wien oder Zürich keine neue Verbund-App herunterladen, um zu sehen, was dort fährt.
Privatsphäre und Serverstandort
Die Infrastruktur hinter Transportflow läuft komplett auf eigenen Servern in Deutschland. Der Entwickler nutzt weder Google Maps noch andere Drittanbieter-Kartendienste. Es gibt kein Tracking, keine Werbung und keine Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte. Favoriten und Einstellungen bleiben lokal auf dem Gerät, es gibt keine Accountbindung.
Für eine ÖPNV-App mit Kartenfunktion ist dieser Ansatz ungewöhnlich: Die meisten vergleichbaren Apps binden Google Maps oder Mapbox ein, was zwangsläufig bedeutet, dass Standort- und Nutzungsdaten an US-Anbieter fließen. Transportflow vermeidet das konsequent.
Transportflow Pro: Preis und Leistungen
Die Grundfunktionen der App sind kostenlos. Dazu gehören die Abfahrten an Haltestellen in deiner Nähe, die Netzkarte mit geschätzten Fahrzeugpositionen, eine Vorschau des Radars rund um deinen aktuellen Standort sowie die klassische Routenplanung. Wer effizient wissen will, wann die nächste Abfahrt fährt oder wie er von A nach B kommt, braucht kein Abo.
Das optionale Pro-Abo kostet 0,99 Euro im Monat oder 9,49 Euro für ein Jahr. Der Jahrespass ist als Einmalkauf ohne automatische Verlängerung erhältlich. Pro beinhaltet die beschriftete Netzkarte mit Liniennamen und Fahrzeuglabels, die Liniensuche, den Isochronen-Radar mit freiem Startpunkt und frei wählbarer Reisedauer, mehr Favoriten-Slots sowie einen erweiterten Suchverlauf.
Fazit
Transportflow ist keine weitere lokale Verbund-App und will auch keine sein. Tickets kaufst du weiterhin über die App deines lokalen Verkehrsbetriebs. Für alle, die ausschließlich in einem einzigen Verbund immer auf den gleichen Strecken unterwegs sind und hauptsächlich Tickets kaufen möchten, hat die App vielleicht zu viele Funktionen.
Wer aber verbundübergreifend fährt, regelmäßig in andere Städte reist oder eine App sucht, die das Verkehrsnetz sichtbar macht, bekommt mit Transportflow eine Alternative mit eigenem Ansatz. Auch beim Planen von Treffen oder Events hilft die App: Ein Blick auf den Radar zeigt, wie gut ein Ort angebunden ist und die Karte gibt zusätzliche geografische Orientierung. Dass die App dabei auf eigenen Servern in Deutschland läuft und auf Tracker verzichtet, ist ein zusätzlicher Pluspunkt.
Die App Transportflow ist kostenlos im Play Store erhältlich. Einige Zusatzfunktionen sind optional über ein Pro-Abo (ab 0,99 Euro pro Monat/9,49 Euro pro Jahr) freischaltbar.
10 Promo-Codes für 3 Monate Pro
Für die Leser von Android User stellt der Entwickler zehn Promo-Codes für jeweils drei Monate Transportflow Pro zur Verfügung. Wer einen der Codes möchte, sollte schnell sein. First come, first served:
- KW9CFPW0SWUSHFUM5R69RWD
- UF1T1ZU24HMTBERBVB2Z3PL
- KDKGLBCDLEMBGV0HL8KM9TS
- XQD81WJTG72JZYM844WDQEZ
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