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Tower-Defense in Höchstform: Kingdom Rush Frontiers

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Kingdom Rush Frontiers ist das beste Tower-Defense-Spiel für Android! Oh, kommt Ihnen das bekannt vor? Stimmt, das haben wir bereits vom Vorgänger behauptet.

Kingdom Rush hat uns bereits in der Erstausgabe begeistert. Nun ist der zweite Teil da, wobei Kingdom Rush Frontiers streng genommen kein zweiter Teil ist, da es nicht genügend neue Features besitzt, um sich von Teil 1 deutlich abzuheben. Genau das ist leider auch das Problem des Spiels, doch dazu gleich mehr.

Wer Kingdom Rush kennt, fühlt sich bei Kingdom Rush Frontiers sofort zu Hause. Auch hier platzieren Sie Türme an festen Positionen, starten das Spiel mit dem Herbeirufen der ersten Gegnerwelle und sollen möglichst keinen Gegner zum Ziel durchlassen. Was sich nach Tower-Defense-Standardkost anhört, haben die Entwickler mit perfekter Spielbalance, viel Humor und ihrem grafischen Stil zu einem hervorragenden Titel emporgehoben. Da ist zum einen die taktische Tiefe, die sich aus der Kombination der Türme und dem Terrain ergibt. Baut man lieber Kasernen, deren Soldaten die Gegner aufhalten, oder eher Bogenschützentürme, um viel Schaden anzurichten? Wo kombiniert man Kasernen am besten mit Artillerie? Welchen Talentbaum verstärkt man zuerst? Und wann ist der Magierturm am sinnvollsten? Zudem kann man regelmäßig Soldaten platzieren oder Feuer vom Himmel regnen lassen, und selbst diese kleinen Elemente sind verdammt wichtig, denn richtig eingesetzt, können sie brenzlige Situationen retten.

Dann gibt es natürlich noch die unterschiedlichen Gegner, die verschiedene Taktiken verlangen. Manche sind resistent gegen physischen, andere wiederum gegen magischen Schaden. Manche graben sich in der Erde ein und können nur von Nahkampfeinheiten an die Luft befördert werden, während fliegende Biester die Nahkampfeinheiten einfach ignorieren. Doch meistens kommen alle Gegner auf einmal, und dann muss man alle taktischen Register ziehen.

Die Helden bereichern das Spiel, aber nur dann, wenn man während des Spiels ein wenig Mikromanagement betreibt. Die Helden wollen nämlich ständig gesteuert werden – lässt man sie einfach an einer taktisch günstigen Stelle stehen, beißen sie ständig ins Gras. Interessant wird es, wenn man die Talentpunkte für die Helden verteilt und das Spiel dann mit einem besonders starken Helden bestimmt. Weitere Helden lassen sich per In-App-Kauf freischalten, was schade ist. Es macht einfach viel mehr Spaß, Helden durch Erfolge im Spiel zu aktivieren, und außerdem sind die In-App-Käufe verhältnismäßig teuer. Nicht so gelungen ist die bereits in Teil 1 eingeführte Währung der Kristalle, die man automatisch erbeutet und dann für viel zu starke (aber verbrauchbare) Items ausgeben kann. Das macht die Herausforderung für ehrgeizige Spieler kaputt.

Durch viele Nuancen hebt sich das Spiel noch mehr vom Vorgänger ab. So ist die Grafik nicht großartig anders, die Entwickler haben pro Level aber viel mehr Details eingebaut, und man kann teilweise sogar kleine Spiele oder Rätsel außerhalb des Geschehens aktivieren. Schade nur, dass sich an den Türmen nicht so viel getan hat und auch praktisch die kompletten Menüsounds vom Vorgänger übernommen wurden.

Fazit

Ein bereits fantastisches Spiel wurde nochmals bereichert, aber nicht weiterentwickelt. Kingdom Rush Frontiers setzt auf Altbewährtes, entzieht geizigen Spielern leider die meisten der tollen Helden, liefert aber viele Stunden an toller Unterhaltung. Dennoch gibt es von uns fünf Sterne, weil es immer noch das beste Tower-Defense-Spiel ist!

2,27 Euro

Englisch|Version 1.0|232 MByte L:★★★★★