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Tipps&Tricks rund um das Telefonieren

Man mag es ja kaum glauben, aber mit einem Smartphone kann man sogar auch Telefonieren. Wir zeigen Ihnen ein paar Tipps&Tricks, wie Sie Ihre Kontakte besser organisieren und Ihre Gesprächskosten in den Griff bekommen.

Apps, Spiele, Internet! Dass Smartphones auch zum Telefonieren geeignet sind, geht in der Flut der Nachrichten rund um Android-Handys oft unter. Dabei lassen sich auch die Grundfunktionen rund um die Telefon- und Adressbuch-Apps noch optimieren. Mit ein bisschen Know-how schicken Sie Telefonnummern vom Browser auf ihren Rechner, sehen in welches Netz eine Handy-Nummer führt oder managen Ihren Handy-Vertrag vom Telefon aus.

Kontakte gruppieren


Im Laufe der Zeit sammeln sich immer mehr Kontakte im Handy an: Freunde, Kollegen, Bekannte, Vereinskollegen. Alle Anschriften drängeln sich in einer langen, unübersichtlichen Liste. Organisieren Sie Ihre Kontakte in Gruppen, so haben Sie einen besseren Überblick darüber.

Abbildung 1: In Gruppen eingeteilt finden Sie viel leichter bestimmte Kontakte.
Abbildung 1: In Gruppen eingeteilt finden Sie viel leichter bestimmte Kontakte.

Abbildung 2: Der Kontakt-Editor erlaubt es, Einbträge bestimmten Gruppen zuzuordnen.
Abbildung 2: Der Kontakt-Editor erlaubt es, Einbträge bestimmten Gruppen zuzuordnen.

Abbildung 3: Über die Gmail-Kontakte verwalten Sie die Gruppenzugehörigkeit am einfachsten.
Abbildung 3: Über die Gmail-Kontakte verwalten Sie die Gruppenzugehörigkeit am einfachsten.

Die Gruppenzugehörigkeit pflegen Sie am besten über das Gmail-Webfrontend. Dort finden Sie nach dem Öffnen eines Kontaktes über dem Namen eine kleine Schaltfläche, über die Sie jedem Eintrag eine oder mehrere Gruppen zuweisen. Auf Ihrem Android-Handy erreichen Sie die Gruppenfunktionen über den Bearbeitungs-Funktion der Kontakte-App.

Ihre Kontakte finden Sie nun in Gruppen eingeteilt im ersten Reiter der Adressbuch-App. Gerade wenn Sie ein umfangreiches Adressbuch mit hunderten Anschriften und Nummern besitzen, ist diese Vorsortierung in Nutzergruppen ein deutlicher Gewinn an Übersichtlichkeit.

Kontakte ausblenden


Sobald Sie Ihre Kontakte in Gruppen organisiert haben, entfernen Sie einzelne Gruppen komplett aus Ihrem Blickfeld. Unter dem Menü-Knopf finden die Option Kontakte zum Anzeigen. Darüber gelangen Sie im Eintrag Anpassen zu einem Dialog, über den Sie festlegen, welche Gruppen im Telefonbuch erscheinen sollen. So stören Sie selten genutzte Geschäftskontakte nicht mehr in der Adressliste. Brauchen Sie doch eine bestimmte Nummer, dann sehen Sie diese immer noch in der Kontakte-App.

Abbildung 4: Beschränken Sie die Menge der angezeigten Kontakte auf bestimmte Gruppen.
Abbildung 4: Beschränken Sie die Menge der angezeigten Kontakte auf bestimmte Gruppen.

Abbildung 5: Neu erstellte Kontakte laden automatisch immer in der Gruppe MyContacts.
Abbildung 5: Neu erstellte Kontakte laden automatisch immer in der Gruppe MyContacts.

Ärgerlich kann auch die Integration Ihrer Google-Plus-Kreise mit dem Android-Adressbuch sein. Ein falscher Klick in der Google-Plus-App, und schon flutet das soziale Netzwerk Googles das eigene Adressbuch mit Kontakten, die man kaum kennt und nie gesehen hat. In den Einstellungen von Google+ lässt sich die Integration jedoch wieder deaktivieren, dort finden Sie unter Google+ Kontakte hinzufügen den entsprechenden Schalter.

Direkter Draht per Kurzwahl


Eltern, Freunde, Partner: Ihre wichtigsten Kontakte markieren Sie am besten umgehend über den kleinen Stern am oberen Rand der Ansicht als Favorit im Adressbuch. So finden Sie ihre oft genutzten Kontakte sofort im Telefon- und Adressbuch an oberste Stelle prominent wieder. Alternativ fügen Sie Ihre Lieblings-Kontakte natürlich auch direkt in Gmail als einen Ihren Favoriten ein.

Abbildung 6: Über den kleinen Stern an der Oberkante des Screens fügen Sie den Kontakt zu Ihren Favoriten hinzu.
Abbildung 6: Über den kleinen Stern an der Oberkante des Screens fügen Sie den Kontakt zu Ihren Favoriten hinzu.

Abbildung 7: In der Telefon-App erscheinen diese Favoriten mit Symbolbild automatisch ganz oben in der Liste.
Abbildung 7: In der Telefon-App erscheinen diese Favoriten mit Symbolbild automatisch ganz oben in der Liste.

Immer wieder nützlich sind auch Direktwahlnummern oder Kontakte direkt auf dem Homescreen. Über sie öffnen Sie direkt wichtige Kontakte oder rufen mit einem Fingerzeig häufig genutzte Nummern an. Die entsprechenden Widgets fügen Sie über einen längeren Tastendruck auf eine freie Stelle des Homescreens (bei Android 2.x) oder über den Widgets-Reiter des App-Drawers (ab Android 3.x) ein, die Widgets nennen sich Direktwahl oder Kontakt.

Abbildung 8: Die Direktwahl- und Kontakte-Widgets packen ausgesuchte Kontakte direkt auf den Homescreen.
Abbildung 8: Die Direktwahl- und Kontakte-Widgets packen ausgesuchte Kontakte direkt auf den Homescreen.

Nummern aus dem Browser


Der Arbeitsabflauf, eine Nummer aus dem Internet-Browser auf dem Desktop zum Android-Handy zu übertragen, ist eigentlich ziemlich anachronistisch, wenn man bedenkt, dass Rechner und Handy stark miteinander verknüpft sind. Es dürfte eigentlich nicht angehen, dass man eine im Internet gefundenen Telefonnummer am Handy abtippen muss, neben unnützer Arbeit, birgt der Vorgang immer wieder die Gefahr sich zu verwählen.

Allerdings müssen Sie sich gar nicht mehr abmühen, die Browsererweiterung Chrome to Phone [1] des Chrome-Browsers übernimmt mit der gleichnamigen App [2] diese Arbeit. App und Erweiterung müssen Sie installieren und der Browser-Erweiterung erlauben, auf Ihr Google-Konto zugreifen zu dürfen. Entsprechende Erweiterungen gibt es auch für Firefox [3] und Opera [4], sie müssen für diese Funktion daher nicht zwangsweise den Browser wechseln.

Abbildung 9: Chrome to Phone überträgt Telefonnummern aus dem Browser auf das Handy.
Abbildung 9: Chrome to Phone überträgt Telefonnummern aus dem Browser auf das Handy.

Anschließend markieren Sie nur noch eine Telefonnummer im Browser und klicken mit der rechten Maustaste auf den Text. Über den Eintrag Chrome to Phone landet die Nummer dann direkt in der Telefon-App, wo sie nur noch auf die Wählen-Taste drücken müssen. Mit Chrome to Phone übertragen Sie nicht nur Nummern, sondern auch Links oder Texte direkt auf Ihr Handy.

Anbieter-Apps


Wenn Sie einen Volumen-Daten-Tarif bzw. ein Telefonpaket mit Inklusivminuten bei Ihrem Netzbetreiber gebucht haben, dann ist es ab und an interessant zu wissen, wie viel man schon vertelefoniert bzw. versurft hat. Schließlich werden zusätzliche Gesprächsminuten meist recht teuer abgerechnet und eine gedrosselte Datenleitung macht auch nur noch wenig Spaß. Da heißt es rechtzeitig auf die Bremse zu treten und den Konsum ein wenig einzuschränken. Doch woher erkennen Sie, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist?

Über den Status Ihres Telefonvertrags und Ihres Verbrauchs ist niemand besser im Bilde als Ihr Mobilfunkprovider. Schließlich sitzt er hinter der Kasse und hält die Hand auf. So gut wie jeder größere deutsche Provider stellt Ihnen kostenlos eine App zur Verfügung, der Ihnen direkten Zugriff auf Ihre Verbrauchsdaten gewährt. Das Kundencenter der Deutsche Telekom [5], MeinVodafone [6], Mein o2 [7], Mein BASE [8] oder Mein simyo [9] sollen hier nur als Beispiel genannt werden.

Abbildung 10: Mit Mein O2 erhalten Sie bequem Zugriff auf ihre aktuellen Verbrauchs- und Rechnungsdaten.
Abbildung 10: Mit Mein O2 erhalten Sie bequem Zugriff auf ihre aktuellen Verbrauchs- und Rechnungsdaten.

Abbildung 11: Besonders bei Volumenverträgen ist die Übersicht über die schon verbrauchten Minuten wichtig.
Abbildung 11: Besonders bei Volumenverträgen ist die Übersicht über die schon verbrauchten Minuten wichtig.

Über die Apps lassen sich auch meist die aktuellen Vertragsdaten und Rechnungen einsehen. Allerdings muss man bei den Daten vorsichtig sein, bei O2 etwa hinken die angezeigten Verbrauchsdaten oft mehr als 24 Stunden der Realität hinterher. Bei manchen Anbietern lässt sich über die App auch die Rechnungsadresse oder der Mobilfunktarif ändern. Sie ersparen sich mit den Provider-Anwendungen also auch den einen oder anderen kostenpflichtigen Anruf an die Support-Hotline.

Wohin geht der Anruf?


Sie haben bei Ihrem Mobilfunkanbieter eine günstige Flatrate ins Festnetz und ins eigene Mobilfunknetz bekommen, was Ihnen viel Geld sparen kann. Allerdings lassen sich die Anbieter Gespräche in fremde Netz nach wie vor teuer bezahlen. Sie müssen daher bei jedem Anruf an eine Mobilfunknummer hastig nachfragen, bei welchem Anbieter Ihr Gesprächspartner steckt, schließlich lässt sich nur im selben Netz kostenfrei plaudern.

Früher konnte man aufgrund der Handy-Vorwahl auf den Anbieter schließen. Unter anderem gehörte die 0170 zu T-Mobile, über 0172 waren Vodafone-Kunden zu erreichen und unter 0179 betrieb O2 seine Anschlüsse. Seit dem es aber möglich ist, seine Rufnummer zu einem anderen Anbieter übertragen zu lassen, sind diese Zuordnungen komplett Makulatur; hinter jeder Vorwahl kann jeder Anbieter stecken.

Abbildung 12: Welches Netz bestimmt zu jeder Rufnummer das Zielnetz und hilft so teure Anrufe zu vermeiden.
Abbildung 12: Welches Netz bestimmt zu jeder Rufnummer das Zielnetz und hilft so teure Anrufe zu vermeiden.

Abbildung 13: Neben der kleine Anzeige ertönt vor einem Anruf auch eine kurze Ansage mit dem Namen des Zielnetzes.
Abbildung 13: Neben der kleine Anzeige ertönt vor einem Anruf auch eine kurze Ansage mit dem Namen des Zielnetzes.

Im Google Play Store finden Sie mit Welches Netz? [10] und Zielnetz [11] zwei Apps, die über das Internet ermitteln, bei welchem Anbieter die angerufene Nummer verbucht. Diese Inforamtion teilen sie Ihnen über eine kurze Einblendung bzw. durch eine Ansage kurz vor dem Anruf mit.

Dadurch brauchen Sie vor einem Anruf nicht lange zu überlegen, ob Sie sich kurz fassen müssen oder ob Sie in Ruhe quasseln dürfen. Durch die Zielnetz-Apps wissen Sie immer Bescheid, selbst wenn Ihr Gesprächspartner erst seit kurzem bei einem neuen Anbieter ist; die Daten werden immer frisch aus dem Internet abgerufen.

Als Zugabe besitzen beide Applikationen Statistik-Funktionen, die Ihnen sagen, wie viele Minuten Sie in welche Netze vertelefonieren. Wenn nach ein paar Monaten die nächste Vertragsverlängerung ansteht, dann entscheiden Sie dank der Statistik ganz objektiv, welcher Anbieter und welcher Flatrate-Tarif für Sie am günstigsten wäre.

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