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Tipps & Tricks für Android-Fotographen

Ob auf Partys oder im Urlaub, die Handy-Kamera ist meist dabei, von daher ist es nicht verwunderlich, dass das Smartphone bei vielen Android Usern die Kompaktkamera abgelöst hat. Wir haben ein paar Tipps für Android-Fotographen.

Camcorder Shortcut


Wenn Sie gerne Fotos und Videos mit der im Handy eingebauten Kamera aufnehmen, dann stört es Sie eventuell, dass Android keinen Shortcut kennt, direkt die Video-Funktion der Kamera-App zu starten. Die Kamera-Anwendung speichert zwar die aktuelle Auswahl, doch für ein Schnellschuss-Video ist es praktisch, wenn man direkten Zugriff auf die Video-Kamera hat.

Abbildung 1: Camcorder Shortcut öffnet die Kamera-App umgehend im Camcorder-Modus.
Abbildung 1: Camcorder Shortcut öffnet die Kamera-App umgehend im Camcorder-Modus.

Die kleine, kostenlose App Camcorder Shortcut [1] rüstet diesen Starter nach. Camcorder Shortcut startet direkt die Videofunktion Ihres Androiden, die Kamera des Handys kann dabei als Fotoapparat eingestellt bleiben. So verpassen Sie mit Sicherheit nicht mehr wichtige Momente auf Film zu bannen, weil Sie mit den Einstellungen der Kamera-App beschäftigt sind.

Standbild bei Filmaufnahme


Bei Video-Aufnahmen bemerkt man ab und an, dass man die aktuelle Szene gerne auch als Standbild haben würde. Theoretisch könnten Sie das von Ihnen aufgenommene Video in einem speziellen Player mit Standbild-Funktion öffnen, oder mit einem Video-Schnittprogramm das Einzelbild herausziehen, doch die Kamera-App von aktuellen Androiden macht es Ihnen ein kleines bisschen leichter.

Ab Android "Ice Cream Sandwich" 4.0 reicht es während der Aufnahme für einen kurzen Moment auf das Bild zu tippen und schon landet die aktuelle Aufnahme als Standbild auf der Speicherkarte Ihres Androiden. Machen Sie am besten durch wiederholtes Antippen des Displays gleich mehrere Aufnahmen hintereinander, da die Schärfe des Kamerabildes oft nicht gerade ideal eingestellt ist.

Camera ZOOM FX


Die in Android integrierte Kamera-App beherrscht diverse Tricks und Effekte. Meist wird die Leistung der Kamera von den Handy-Hersteller zudem noch erweitert. Besonders HTC und Samsung heben sich hier besonders hervor, deren Kamera-Apps verfügen oft über zahlreiche Effekte oder gar einen HDR-Modus. Camera ZOOM FX [2] ist eine Alternative zur ausgelieferten Kamera, die App bietet mehrere Aufnahmemodi und bietet zur Bearbeitung geschossenen Bilder zahlreiche Funktionen.

Abbildung 2: Camera ZOOM FX gehört zu den leistungsfähigsten Kamerea-Apps im Play Store.
Abbildung 2: Camera ZOOM FX gehört zu den leistungsfähigsten Kamerea-Apps im Play Store.

Abbildung 3: Bilder lassen sich schon in der Vorschau mit zahlreichen Effekten überlagern.
Abbildung 3: Bilder lassen sich schon in der Vorschau mit zahlreichen Effekten überlagern.

Neben dem "normalen Modus" hat Camera ZOOM FX einen Selbstauslöser im Programm oder erlaubt es Ihnen, Fotos per Sprachkommando zu schießen. Außerdem können Sie mit der App auch Zeitraffer-Aufnahmen, Collagen oder schnelle Bildfolgen anfertigen. Zum Auslösen tippen Sie einfach auf das Display oder nutzen die Hardware-Tasten Ihres Androiden. Diese lassen sich in den Einstellungen frei mit Funktionen belegen.

Daneben bringt die App verschiedene Werkzeuge zum Bearbeiten von Fotos mit. Sie können Bilder mit Effekten bzw. Filtern wie Spiegeln, Verzerren, Tilt-Shift, Vintage, Lomo oder einem Film-Effekt versehen. Auf Wunsch wird schon das Vorschaubild während der Aufnahme mit den Effekten versehen. Im Play Store finden sich zudem zahlreiche weitere Plugins [3] für die beliebte Kamera-App. Kostenlos ist Camera ZOOM FX nicht zu bekommen, allerdings bietet der Entwickler immer wieder Rabatte zu Aktionen an.

Video-Effekte


Die in Android eingebaute Kamera kann mehr als einfach nur das was vor ihr geschieht als Bild oder Video aufnehmen. Über die in der Kamera-App integrierten Effekte verzerren Sie "Live" im aufgenommenen Video die Gesichter Ihrer Opfer. Egal ob eine lange Knödelnase, ein riesengroßer Mund oder überdimensionale Manga-Augen, die Effekte sind immer ein Lacher wert.

Abbildung 4: Die Effekte verstecken sich im Menü der Kamera. Sie sind nur aktiv, wenn die Kamera im Video-Modus ist.
Abbildung 4: Die Effekte verstecken sich im Menü der Kamera. Sie sind nur aktiv, wenn die Kamera im Video-Modus ist.

Abbildung 5: Das Pferdegebiss in der Aufnahme des Android-User-Kollegen erzeugt der Effekt "Großer Mund".
Abbildung 5: Das Pferdegebiss in der Aufnahme des Android-User-Kollegen erzeugt der Effekt "Großer Mund".

Alternativ können Sie über die Effekte auch eine Art Bluescreen erzeugen. Spannen Sie dazu Ihren Androiden in ein Stativ ein – Experimentieren Sie dazu eventuell mit den Dingen, die Sie auf Ihrem Schreibtisch stehen haben, bei uns in der Redaktion hat sich ein schwerer Tesa-Abroller bewährt – und wählen dann einen der vorgegebenen Hintergründe oder ein eigenes Bild als Hintergrund für das Video aus. Sobald sich nun vor der Kamera etwas ändert, wird diese Änderung vor das Bild gelegt. Simpel, aber bei einem möglichst gleichmäßigen Hintergrund durchaus praktikabel.

Schnappschüsse


Die Möglichkeit einen tollen Schnappschuss zu erstellen ist zeitlich stark eingeschränkt. Der lustige Augenblick, der grandiose Moment, das einmalige Licht ist oft zu schnell Vergangenheit. Das Zücken des Handys, das Starten der Kamera-App, das Suchen nach dem Auslöser, dauert oftmals einfach zu lange. InstaCamera [4] nimmt Ihnen viele dieser Schritte ab, es muss nur die App gestartet werden und schon ist das Bild im Kasten.

InstaCamera können Sie kostenlos aus Google Play heraus installieren. Die App legt zwei Einträge in Ihrem App-Drawer ab, einmal die eigentliche Kamera-App und einmal eine extra App zu Konfiguration der Kamera. In dieser wird auch Werbung angezeigt, die Kamera-App an sich ist werbefrei.

Abbildung 6: In den Einstellungen lassen sich die Standard-Einstellungen der von InstaCamera geschossenen Bilder konfigurieren.
Abbildung 6: In den Einstellungen lassen sich die Standard-Einstellungen der von InstaCamera geschossenen Bilder konfigurieren.

In den Einstellungen müssen Sie die Auflösung und die Anzahl der geschossenen Bilder einrichten. In den Grundeinstellungen wird immer nur ein Bild bei einer sehr niedrigen Auflösung erstellt. Die optimale Konfiguration ist wahrscheinlich eine mittlere Auflösung, bei drei Bildern. Oft sind schnell geschossene Bilder nicht wirklich scharf, daher sollten von InstaCamera gleich ein paar Bilder hintereinander geknipst werden

Bei der Auflösung sollte man einen Kompromiss aus Größe und Speicherzeit eingehen. Je größer die Auflösung, desto länger braucht Ihr Androide zum Speichern des Photos, da es ja um spontane und schnelle Schnappschüsse geht, sollte man die Auflösung daher nicht zu hoch drehen.

Abbildung 7: Verknüpft man InstaCamera im Lockscreen, entgeht einem kein Schnappschuss mehr.
Abbildung 7: Verknüpft man InstaCamera im Lockscreen, entgeht einem kein Schnappschuss mehr.

Letztendlich packen Sie InstaCamera-App – wenn möglich – in den Lockscreen Ihres Androiden. Bei HTC ist das etwa in den Einstellungen zur graphischen Oberfläche möglich. So schießen Sie Bilder schneller, als Lucky Luke in seinen besten Zeiten jemals ziehen konnte.

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