15. Oktober 2021
StartMagazinTipp: Systemeinstellungen Datenschutz, was verbirgt sich dahinter?

Tipp: Systemeinstellungen Datenschutz, was verbirgt sich dahinter?

Google liefert dir mit Android eine Software für dein Smartphone, welche du zwar nicht mit Münzgeld, dafür jedoch mit deinen Daten bezahlst. Ob du auf Seite X oder Y surfst, wo du deinen Kaffee trinkst und vieles mehr kann anhand der Nutzung von Google-Apps getrackt werden. Google hat in letzter Zeit am Datenschutz stark nachgebessert. In unserem heutigen Tipp-Artikel gehen wir einmal auf die Datenschutzbestimmungen in den Systemeinstellungen ein.

Datenschutzbestimmungen

Seit Android 10 sind alle Datenschutzbestimmungen in den Einstellungen unter der Option Datenschutz zu finden. Hier findest du den Berechtigungsmanager, mit dem du den App-Zugriff auf Daten steuern kannst. Außerdem die Option Passwörter anzeigen, welche das kurze Anzeigen der Zeichen während der Passwort-Eingabe anzeigt. Ebenfalls gelangst du zu den Diensten zur Gerätepersonalisierung und unter der Option Erweitert zum Verwenden von App Daten, automatischem Ausfüllen durch Google, Google Standortverlauf, Aktivitätseinstellungen, Werbung, Nutzung und Diagnose.

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In den Einstellungen unter Datenschutz findest du somit alle Daten in Bezug auf dein Google-Konto und deine Android-Einstellungen. Wir gehen diese im Folgenden einmal durch:

Berechtigungsmanager

Per Klick auf die Option Berechtigungsmanager werden zuerst einmal alle Berechtigungen aufgelistet. Diese wirken sich wie folgt aus:

  • Anrufliste: deine Anrufliste aufrufen und ändern
  • Dateien und Medien: Auf Fotos, Medien und andere Dateien auf deinem Smartphone zugreifen
  • Kalender: deinen Standardkalender verwenden
  • Kamera: deine Kamera verwenden, um Bilder oder Videos aufzunehmen
  • Kontakte: deine Kontaktliste aufrufen
  • Körperliche Aktivität: deine Schrittzahl und weitere Informationen zu körperlichen Aktivitäten wie Gehen und Radfahren abrufen
  • Körpersensoren: Sensordaten zu deinen Vitalfunktionen abrufen
  • Mikrofon: Audio aufnehmen
  • SMS: SMS aufrufen und versenden
  • Standort: Standort deines Geräts anfragen Informationen zu den Standorteinstellungen. (Der Standort kann seit Android 10 entweder immer, oder nur während der Nutzung einer App abgefragt werden)
  • Telefon: Telefonanrufe starten und verwalten
  • Speicher: Fotos und andere Dateien auf dein Smartphone herunterladen
  • Zusätzliche Berechtigungen: (Chatnachrichten lesen, Chatnachrichten verfassen, Fahrzeuginformationen)
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Per Klick auf eine der aufgelisteten Berechtigungen werden die Apps angezeigt, welchen du die Berechtigung gewährt hast. Per Klick auf eine der Apps kannst du die Berechtigung auch wieder entziehen sowie dir alle gewährten Berechtigungen für die App anzeigen lassen. Klickst du innerhalb einer Berechtigung auf die drei Punkte oben rechts, so werden alle System-Apps angezeigt, die ebenfalls Zugriff auf diese Berechtigung haben.

Du musst jedoch beachten, dass das Deaktivieren von Berechtigungen dazu führen kann, dass die Apps nicht mehr richtig funktionieren.

Des Weiteren wird im Berechtigungsmanager angezeigt, welchen Apps Google zuvor gewährte Berechtigungen entzogen hat, da die Apps länger als drei (oder sechs) Monate nicht mehr genutzt wurden.

Apps, die du längere Zeit nicht mehr genutzt hast, können direkt über den Berechtigungsmanager deinstalliert werden. Möchtest du der App die Berechtigung wieder gewähren klickst du sie an. Anschließend öffnet sich die App-Info. Hier kannst du dann die Berechtigung für Mikrofon oder ähnliches wieder erteilen.

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Anmerkungen zu den Berechtigungsgruppen (Quelle Google)

BerechtigungsgruppeAuswirkung bei erteilter Berechtigung
Einstellungen für MobilfunkdatenEine App kann auf Einstellungen zur Steuerung Ihrer mobilen Datenverbindung und möglicherweise auf Ihre empfangenen Daten zugreifen.
Fotos / Medien / DatenEine App kann auf Ihrem Gerät gespeicherte Daten oder Dateien verwenden. Dieser Zugriff kann Folgendes beinhalten:
• Inhalt des USB-Speichers (z. B. SD-Karte) lesen
• Inhalt des USB-Speichers ändern oder löschen
• Externen Speicher formatieren
• Externen Speicher bereitstellen oder deaktivieren
Geräte-ID & AnrufinformationenEine App kann auf Ihre Geräte-ID(s) und auf die Telefonnummer zugreifen, sie kann feststellen, ob Sie telefonieren und mit welcher Nummer. Die Berechtigung „Geräte-ID & Anrufinformationen“ kann auch die Möglichkeit beinhalten, den Telefonstatus und die Identität zu ermitteln.
Geräte-und App-VerlaufEine App kann eine oder mehrere der folgenden Aktionen ausführen:
• Vertrauliche Protokolldaten lesen
• Systeminternen Status abrufen
• Lesezeichen für Webseiten und den Verlauf lesen
• Aktive Apps abrufen
IdentitätEine App kann die Konto-und/oder Profilinformationen auf Ihrem Gerät verwenden. Dieser Zugriff kann Folgendes beinhalten:
• Konten auf dem Gerät suchen
• Ihre Kontaktkarte lesen, zum Beispiel Name und Kontaktdaten
• Ihre Kontaktkarte ändern
• Konten hinzufügen oder entfernen
In-App-KäufeEine App kann Sie zu Käufen innerhalb der App auffordern.
Informationen zur Bluetooth-VerbindungEine App hat Zugriff auf die Bluetooth-Einstellung auf Ihrem Gerät. Dazu gehört die Übertragung von Informationen auf oder das Abrufen von Informationen über Bluetooth-Geräte in der Nähe.
KalenderEine App kann die Kalenderinformationen Ihres Geräts verwenden. Dieser Zugriff kann Folgendes beinhalten:
• Kalendertermine sowie vertrauliche Informationen lesen
• Ohne Wissen der Eigentümer Kalendertermine hinzufügen oder ändern und E-Mails an Gäste senden
KameraEine App kann die Kamera Ihres Geräts verwenden. Dieser Kamerazugriff kann Folgendes beinhalten:
• Bilder und Videos aufnehmen
• Video aufnehmen
KontakteEine App kann die Kontakte Ihres Geräts verwenden. Sie kann sie möglicherweise lesen oder ändern.
MikrofonEine App kann das Mikrofon Ihres Geräts verwenden. Der Mikrofonzugriff kann auch das Aufnehmen von Audioinhalten beinhalten.
SMSEine App kann den SMS-Dienst (für Textnachrichten) oder MMS-Dienst (für Multimedianachrichten) Ihres Geräts verwenden. Diese Gruppe umfasst eventuell auch die Möglichkeit zur Nutzung von Text-, Bild-oder Videonachrichten. Wichtig:Beim Versand (und eventuell auch beim Empfang) von SMS-oder MMS-Nachrichten können, je nach Ihrem Tarif, Kosten entstehen. Der SMS-Zugriff kann Folgendes beinhalten:
• Textnachrichten empfangen (SMS)
• Textnachrichten lesen (SMS oder MMS)
• Textnachrichten empfangen (MMS, zum Beispiel Nachrichten mit Bildern oder Videos)
• Textnachrichten bearbeiten (SMS oder MMS)
• SMS-Nachrichten senden; eventuell kostenpflichtig
• Textnachrichten empfangen (WAP)
StandortEine App kann den Standort Ihres Geräts verwenden. Dieser Zugriff kann Folgendes beinhalten:
• Ungefährer Standort (netzwerkbasiert)
• Genauer Standort (GPS-und netzwerkbasiert)
• Auf zusätzliche Standortanbieterbefehle zugreifen
• GPS-Zugriff
TelefonEine App kann Ihre Anruffunktion und/oder die Anrufliste verwenden. Abhängig von Ihrem Tarif entstehen möglicherweise Kosten für Anrufe. Dieser Zugriff kann Folgendes beinhalten:
• Telefonnummern direkt anrufen; eventuell kostenpflichtig
• Anrufliste bearbeiten
• Anrufliste lesen
• Ausgehende Anrufe umleiten
• Telefonstatus ändern
• Ohne Ihr Zutun Anrufe tätigen
Wearable-Sensorendaten/ -AktivitätsdatenDie App kann auf Daten von Wearable-Sensoren zugreifen, zum Beispiel von Herzfrequenzmessgeräten. Außerdem kann sie regelmäßige Updates über Ihre physische Aktivität abrufen.
WLAN-VerbindungsinformationenEine App kann auf die WLAN-Verbindungsinformationen auf Ihrem Gerät zugreifen und zum Beispiel ermitteln, ob die WLAN-Funktion eingeschaltet ist und welche Geräte verbunden sind. Der Zugriff auf die WLAN-Verbindungsinformationen kann die Möglichkeit beinhalten, Informationen über WLAN-Verbindungen zu erhalten.
Hinweis: Da Apps normalerweise auf das Internet zugreifen, sehen Sie die Berechtigungsgruppe für die WLAN-Verbindungsinformationen nur dann auf dem Downloadbildschirm, wenn Sie eine App installieren. Anschließend wird die Berechtigung „Uneingeschränkter Internetzugriff“ nicht mehr auf dem Downloadbildschirm angezeigt, sie erscheint jedoch in der vollständigen Liste der Berechtigungen.
SonstigesEine App kann benutzerdefinierte Einstellungen Ihres Geräteherstellers oder anwendungsspezifische Berechtigungen verwenden. Wichtig: Wenn eine App eine Genehmigung hinzufügt, die sich in der Gruppe „Sonstiges“ befindet, werden Sie vor dem Download eines Updates immer aufgefordert, sich die Änderung anzusehen. Dieser Zugriff kann unter anderem Folgendes beinhalten:
• In sozialem Stream lesen (in einigen sozialen Netzwerken)
• In sozialem Stream schreiben (in einigen sozialen Netzwerken)
• Auf abonnierte Feeds zugreifen Es werden alle Berechtigungen aus der Play Store-Gruppe „Sonstiges“ angezeigt, einschließlich derjenigen, die nicht auf dem Downloadbildschirm zu sehen waren

Passwörter anzeigen

Im Normalfall gibst du Passwörter ein, ohne, dass jemand dabei zusieht. Trotz allem werden die Passwörter direkt verschlüsselt angezeigt. Es ist jedoch auch möglich, über die Datenschutzeinstellungen anzugeben, dass die Buchstaben/Zeichen während der Eingabe kurz angezeigt werden.

Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm

Per Klick auf die Option Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm kannst du auswählen, ob eingehende Benachrichtigungen mit dem gesamten Benachrichtigungsinhalt auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden oder ob sensible Inhalte nur im entsperrten Zustand zu sehen sind. Auch ist es möglich, dass auf dem Sperrbildschirm gar keine Nachrichten angezeigt werden.

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Dienste zur Gerätepersonalisierung

Hier erhältst du Vorschläge, die auf Personen, Apps und Inhalten basieren, mit denen du interagierst. Per Klick auf die Option werden die Dienste angezeigt. Bei Maschinellem Lernen auf deinem Smartphone kannst du Vorschläge erhalten für Untertitel, Bildschirm eingeschaltet lassen, Aktionen für Benachrichtigungen, Verbesserte Textvorschläge und mehr. Die gespeicherten Informationen für personalisierte Vorschläge werden vor dem Speichern verschlüsselt. Es werden keine Informationen in deinem Google Account gespeichert, welche für persönliche Vorschläge verwendet werden. Eine Ausnahme bilden jedoch Vorschläge für Apps. Sofern du das Senden von Nutzungs- und Diagnosedaten an Google aktiviert hast senden einige Funktionen anonyme Daten zur Leistungsbewertung und Verbesserung. Des Weiteren enthalten die Dienste zur Gerätepersonalisierung noch die Tastatureinstellungen. Sofern aktiviert erhältst du Vorschläge für intelligenten Text auf der Vorschlagsleiste für die Tastatur sowie intelligente Antwortmöglichkeiten.

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Mit der Option Daten löschen hast du die Möglichkeit, alle Daten, die von den Diensten zur Gerätepersonalisierung gespeichert wurden zu löschen. Das Löschen kann für die letzte Stunde, die letzten 24 Stunden, die gesamte Zeit und auch für deinen Now Playing Verlauf erfolgen.

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Verwenden von App-Daten personalisieren

Diese Option erlaubt den installierten Apps, Inhalte an das Android System zu senden.

Automatisches Ausfüllen von Google

Google kann durch die Aktivierung des automatischen Ausfüllens auf dein Konto, personenbezogene Daten, Adresse, Zahlungsmethoden und Passwörter zugreifen und diese Informationen zum Ausfüllen von Formularen nutzen. Diese Daten können zusätzlich noch einmal per biometrischem Verfahren abgesichert werden. Dazu klickst du innerhalb der Option automatisches Ausfüllen auf den Punkt Sicherheit. Dein Fingerabdruck wird abgefragt, anschließend kannst du die biometrische Sicherheit aktivieren. Das bedeutet, dass du jedesmal, wenn Google ein Formular automatisch ausfüllt, die Eingaben erst einmal per Fingerabdruck bestätigen musst.

Google Standortverlauf

Ein Klick auf den Google Standortverlauf bringt dich in die Aktivitätseinstellungen in deinem Google Konto. Hier kannst du den Standortverlauf aktivieren oder auch wieder deaktivieren. Ist der Standortverlauf aktiviert, werden alle Orte, die du mit deinem Smartphone besuchst gespeichert. Dies passiert auch dann, wenn du gerade keinen Google Dienst nutzt. Durch die gespeicherten Daten (wenn aktiviert) kannst du anschließend auf personalisierte Karten sowie Empfehlungen auf Grundlage der gespeicherten Orte zurückgreifen. Die Daten können hier ebenfalls automatisch gelöscht werden (nach 3, 18 oder 36 Monaten automatisch löschen oder jederzeit manuell). Des Weiteren sind hier auch noch die Geräte zu finden, welche mit deinem Account verbunden sind und so zu deinem Standortverlauf beitragen. Die Verbindung kann hier direkt aufgehoben werden.

Durch das Deaktivieren des Standortverlaufs wird deine Zeitleiste in Google Maps nicht mehr aktualisiert, der Assistant verliert ebenfalls einige Funktionen und auch deine automatischen Pendelbenachrichtigungen werden nicht mehr angezeigt.

Um den Standortverlauf vollständig zu deaktivieren sind jedoch noch ein paar mehr Schalter notwendig. Denn das Deaktivieren des Standortverlaufs bedeutet nicht automatisch, dass Google die Verfolgung deines Standortes vollständig eingestellt hat. Es gibt nämlich noch die Web- und App-Aktivitäten, welche ebenfalls deaktiviert werden müssen.

Google Standortverlauf: speichert die Orte, die Sie mit Ihren Geräten aufsuchen, selbst wenn Sie gerade keinen Google-Dienst nutzen. Dank der gespeicherten Daten können Sie dann etwa auf personalisierte Karten oder Empfehlungen auf der Grundlage der besuchten Orte zurückgreifen

Google Web- und App Aktivität: speichert Ihre Aktivitäten auf Websites und in Apps von Google. Dazu zählen auch damit verknüpfte Informationen wie Ihr Standort. Mit diesen Daten können Ihre Suchvorgänge beschleunigt, Empfehlungen optimiert und die Nutzung von Maps, der Google Suche und anderen Google-Diensten personalisiert werden.

Im Standortverlauf werden also alle Standortdaten gespeichert, die von Google Apps automatisch gelistet werden. Bei den Web- und App-Aktivitäten wird dein Standort jedesmal gelistet, wenn eine Abfrage manuell in der Google Suche, auf YouTube oder in anderen Produkten eingegeben wird, um lokalisierte Ergebnisse zu erhalten.

Des Weiteren kann der Standort noch in deiner Google Kamera-App deaktiviert werden, denn auch die Bilder erzeugen Standortdaten. Immer dann, wenn du Bilder und Videos mit Google Photos sicherst, werden Dateien hochgeladen, die direkt im Kamera-Ordner deines Smartphones gespeichert sind.

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Somit musst du in der Kamera-App die Einstellungen aufrufen und dort die Option „Standort speichern“ deaktivieren. In der Google Photos-App kann in den Einstellungen nur angegeben werden, dass Standortdaten von zukünftigen Photos ausgeblendet werden und diese nicht mehr für andere sichtbar sind. Ebenfalls ist in der Photos-App nur ein nachträgliches manuelles Entfernen von Standortdaten möglich. Wichtig ist also das Deaktivieren in der Kamera-App.

Aktivitätseinstellungen

Ein Klick auf die Option Aktivitätseinstellungen bringt dich zu deinem Google Account und den dortigen Web- und App-Aktivitäten. Sofern aktiviert werden alle deine Aktivitäten auf Webseiten und in Apps von Google gespeichert. Dazu zählen auch der bereits erwähnte Standort. Mit den erhobenen Daten können Suchvorgänge beschleunigt werden, Empfehlungen optimiert und auch die Nutzung von Maps, Search und anderen Google Diensten personalisiert werden. In den Web- und App-Aktivitäten kannst du noch unterteilen, welche Daten erhoben werden:

  • Chrome Verlauf sowie Aktivitäten auf Webseiten, in Apps und auf Geräten berücksichtigen, welche Googel Dienste nutzen
  • Aktivitäten von Apps auf dem Gerät speichern
  • Audioaufnahmen einschließen

Sämtliche Aktivitäten können automatisch oder manuell gelöscht werden. Das automatische Löschen kann nach 3, 18 oder 36 Monaten erfolgen. Des Weiteren kannst du deine bisherigen Aktivitäten ansehen und bearbeiten/löschen.

Unter den Aktivitätseinstellungen findest du weiterhin den bereits erwähnten Standortverlauf, deinen YouTube Verlauf sowie die Option personalisierte Werbung. Sofern du die personalisierte Werbung deaktivierst, wird Google dir keine auf dich zugeschnittene Werbung mehr anzeigen, sondern nur noch weniger relevante Inhalte. Personalisierte Werbung basiert auf Faktoren wie deinen Aktivitäten bei Google Diensten (Search/YouTube).

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Werbung

Unter der Option Werbung findest du deine Werbe-ID und Personalisierung.

Die Werbe-ID ist dabei eine Zeichenkombination aus Buchstaben und Zahlen, die auf deinem Smartphone gespeichert ist. Sie wurde zur Verbesserung der Kontrollmöglichkeiten der Nutzer bei Google Play eingeführt. Apps und Webseiten lesen diese Nummer aus und geben die Nummer an Werbeanbieter weiter. Diese erstellen aus den Informationen der App- und Webseitenbetreiber ein Profil über den Smartphone-Besitzer. Mit dem Klick auf Werbe-ID zurücksetzen wird eine neue ID generiert und die Werbetreibenden müssen ein neues Profil anlegen (Funktioniert jedoch nur bei „normalen Accounts“, eingeschränkte Accounts können die ID nicht zurücksetzen). Dadurch kannst du deine „Werbespuren“ ein wenig verwischen, da mit weniger Daten es schwerer ist, ein umfassenderes Profil zu erstellen. Und mit der Generierung einer neuen ID beginnt das Erstellen eines Profils wieder bei Null. Vor Einführung der Werbe-ID nutzten Werbenetzwerke noch sensiblere Daten, wie die Gerätenummer IMEI (welche nicht zurücksetzen geht), um Nutzer zu tracken.

Des Weiteren deaktivierst du unter der Option Werbung die personalisierte Werbung. Bei Deaktivierung werden Apps angewiesen, deine Werbe-ID nicht zum Erstellen von Profilen oder zum Anzeigen für personalisierte Werbung zu verwenden. Sobald du jedoch den Cache leerst, kann dir wieder personalisierte Werbung angezeigt werden.

  • Derzeit läuft eine Beschwerde gegen Google aufgrund der Werbe-ID (AAID Android Advertising ID). Die Werbe-ID verstößt laut Beschwerde gegen die DSGVO, da sie ohne das Wissen der Nutzer generiert wird, sich nur zurücksetzen, nicht jedoch deaktivieren lässt. Auch werden die gesammelten Daten vor dem Zurücksetzen nicht gelöscht, sondern weiter verwendet. Ein solches Tracking ist durch das „EU-Cookie-Gesetz (Artikel 5(3) der e-Privacy Richtlinie) geregelt und erfordert die informierte und eindeutige Zustimmung des Nutzers. (Quelle:Heise)

Unter der Option Google Anzeigen werden noch einmal die Faktoren für personalisierte Werbung angezeigt: Besuchte Webseite, installierte Apps, Cookies im Browser und Einstellungen in deinem Account. Des Weiteren hängt die Anzeige von Webseiten und Apps ab, die du besuchst und nutzt und welche Unternehmen gehören, die ihre Anzeigen auf Google schalten, Aktivitäten auf anderen Geräten, vorherige Interaktionen mit Anzeigen und Werbediensten von Google sowie deine Kontoaktivität und Information.

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Des Weiteren kann noch die Debuggingprotokollierung für Anzeigen aktiviert werden. Apps dürfen dabei Debugginginformationen für Anzeigen ins Systemprotokoll schreiben.

Nutzung und Diagnose

Sofern aktiviert tragen deine Nutzer- und Diagnosedaten zur Verbesserung von Android-Geräten bei. Die Daten werden dabei automatisch an Google gesendet und helfen die Akkulaufzeit, Systemstabilität, Apps und andere Funktionen zu verbessern. Einige Daten werden dabei auch in zusammengefasster Form weitergegeben und sind somit auch für Partner von Google -> Android-Entwickler hilfreich. Die Daten werden, bei Aktivierung, möglicherweise in deinem Google Account gespeichert. Es handelt sich um allgemeine Informationen wie Geräte, Nutzung, Ladestatus des Akkus, System- und App-Aktivitäten und Fehler. Auch wenn die Funktion deaktiviert ist kann dein Smartphone weiterhin Informationen senden, die für grundlegende Dienste wie Systemupdates und Sicherheit erforderlich sind.

Fazit

Google sammelt im Gegenzug für das kostenlose Betriebssystem eine Menge Daten. Seit Android 10 ist jedoch der Datenschutz transparenter geworden. Du kannst selbst entscheiden, welche App welche Berechtigung erhält. Es kann jedoch sein, dass Apps durch den Entzug der Berechtigungen nicht mehr wie gewohnt funktionieren.

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