26. Juli 2021
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Tipp: DSL – Was ist das und wie funktioniert es?

Geht es um das Thema Internet sowie den dazu benötigten Anschluss, fällt immer das Wort DSL, vorzugsweise noch mit Highspeed vorangestellt. In unserem heutigen Tipp-Artikel gehen wir einmal auf DSL Verbindungen und die Technik ein.

Was ist DSL?

So ziemlich jeder hat den Begriff DSL schon einmal gehört. Bei DSL handelt es sich um die Technik, um günstig, schnell und einfach ins Internet zu kommen. Gestartet ist DSL im Jahr 2001 als teure Innovation, um ins Internet zu gelangen. Mittlerweile jedoch handelt es sich dabei um die Standard-Variante und ist weit verbreitet. Für jeden Nutzer gibt es dabei ein passendes DSL-Angebot. Wie Eingangs beschrieben nutzt man mittlerweile Highspeed-DSL. Damit werden die Webseiten bereits komplett angezeigt, obwohl die Adresse noch nicht einmal fertig eingegeben ist. Auch Videos, Musik oder Gaming machen durch Highspeed Internet erst richtig Spaß.

Hinter dem Kürzel „DSL“ verbirgt sich der Begriff Digital Subscriber Line (auf Deutsch digitale Teilnehmerleitung). Per DSL werden über den normalen Telefonanschluss die Daten versendet, und zwar auch dann, wenn du währenddessen telefonierst. Bei der Nutzung eines DSL-Anschlusses erfolgt der Datenversand über ungenutzte Frequenzbereiche der Leitung. Die DSL-Leitung besteht zumeist aus einem Kupferkabel, welches von der Verteilerstation zu deinem Haushalt gelegt wurde. Weiterhin gibt es noch die (immer noch zu wenig verbreitete Möglichkeit) Glasfaserkabel von den Verteilerstationen zu verlegen. Auf dem Kupfer/Glasfaserkabel werden hohe und niedrige Frequenzen gesendet. Die Telefonleitung läuft dabei auf einem kleinen Bereich der niedrigen Frequenzen. Die restliche Bandbreite wird dann für das Internet verwendet. Das Kupferkabel ermöglicht eine DSL-Übertragungsrate von bis zu 500 MBit/s; das Glasfaserkabel hingegen ermöglicht eine Übertragungsrate von bis zu 1 Gbit/s.

In den Anfängen des Internets war das gleichzeitige Surfen und Telefonieren noch nicht möglich. Damals war die Nutzung des Internets nur über die Einwahl mittels Modem oder per ISDN-Zugang möglich. Sofern die Leitung für das Internet genutzt wurde, war das Telefonieren nicht mehr möglich.

Die DSL Technik ist dabei auch viel schneller, als die Nutzung von Modem oder ISDN. Aktuelle DSL-Anschlüsse erlauben einen Download von 20 Mbit pro Sekunde und mehr. Hier gibt es natürlich auch wieder Abweichungen je nach Anbieter und Tarif. Aber selbst die langsamsten Anbieter (1 Mbit pro Sek.) sind dabei etwa 15x schneller als der Download per ISDN. Der Download eines MP3 Songs mit 5 MB dauert zum Beispiel bei der Nutzung von ISDN 10 Minuten oder mehr, bei der Nutzung von DSL (bei 1 MBit pro Sek.) nur noch 40 Sekunden.

Die verfügbare DSL-Geschwindigkeit teilt sich in einem Kanal zum Up- und Download von Daten. Sinnvoll sind hier ADSL-Anschlüsse, welche Up- und Download nicht in zwei gleiche Hälften teilen, sondern die Geschwindigkeit der Downloads erhöhen (da vor allem Daten heruntergeladen werden). Lädst du allerdings Daten hoch (Filesharing, Videochats oder auch der Betrieb einer eigenen Homepage) kann auch ein zu gleichen Teilen geteilter Kanal sinnvoll sein.

Im Netz gibt es viele Anbieter für den hart umkämpften Markt der DSL-Anschlüsse. Es gibt regelmäßig attraktive Angebote und DSL-Prämien, die dir einen Wechsel zu einem neuen Anbieter schmackhaft machen sollen. Allerdings heißt es auch hier: Augen auf und nicht nur die beste Prämie, sondern auch die Angebote genau zu studieren.

So musst du zum Beispiel schauen, welche Bandbreite der DSL-Anbieter liefern kann. Dies ist gerade in ländlichen Gebieten wichtig. Für die meisten Normal-Nutzer reicht eine DSL-16000 Leitung aus. Streamst du allerdings viele Filme oder lädst diverse Daten hoch, muss die Verbindungsgeschwindigkeit höher sein. Ebenfalls solltest du im Netz recherchieren, wie zufrieden andere Kunden mit dem Anbieter sind und wie es mit dem Kundenservice aussieht. Des Weiteren muss die Laufzeit des Vertrages im Auge behalten werden. Üblich sind zwischen 12 und 24 Monaten. Bei einem Abschluss für 24 Monate wird der Tarif zwar günstiger, aber es kann sein, dass du dann nicht von eventuellen Neuerungen auf dem schnelllebigen DSL-Markt profitierst. Ganz wichtig ist auch noch das Kleingedruckte im Vertrag. Hier werden gerne hohe Teuerungsraten bei intensivem Surfverhalten, eine Limitierung bei einer hohen Übertragungsrate auf wenige GB im Monat sowie Anschlusssperren bei hoher Datennutzung versteckt.

DSL – Unterschiede zwischen ADSL, VDSL, SDSL

DSL gibt es in unterschiedlichen Varianten. Der Unterschied besteht in den möglichen Up- und Downloadgeschwindigkeiten.

ADSL (Asymetric Digital Subscriber Line)

Bei ADSL handelt es sich um die am meisten verbreitete DSL-Variante (auch T-DSL). ADSL bedeutet, dass für die Up- und Downloads unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten zur Verfügung stehen. So kann ein Download mit 384 Kbit/s bis 9 MBit/s möglich sein. Der Upload kann mit 16 Kbit/s bis zu 1 Mbit/s erfolgen. Die maximale Leitungslänge der DSL Übertragung beträgt 5.5 km.

ADSL ist mittlerweile auch in der nächsten Generation ADSL 2+ oder ADSL++ erhältlich. Die maximale Reichweite ist dabei um 200 Meter erhöht worden und auch die Geschwindigkeit von Up- und Downloads ist schneller geworden

VDSL

VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line. Es handelt sich dabei um einen sehr schnellen DSL-Anschluss, welcher noch höhere Übertragungsraten bietet als ADSL. Es sind dabei beim normalen VDSL bis zu 50 Mbit/s möglich. Beim Weiterentwickelten VDSL2 sind sogar Geschwindigkeiten bis zu 100 MBits/s möglich.

ADSL und auch VDSL kommen beide aus der Telefonbuchse. ADSL ist jedoch weiter verbreitet als das VDSL-Netz. Gerade in ländlichen Gegenden ist es mit VDSL Anschlüssen noch nicht weit vorangeschritten.

SDSL

SDSL steht für Symmetric Digital Subscriber Line. Hierbei sind die Up- und Downloadraten gleich hoch. SDSL wird oftmals von Unternehmen genutzt, welche große Dokumente hochladen (Cloud-Betreiber) oder auch Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime. SDSL wird über einen ADSL- oder VDSL-Zugang realisiert.

Fazit

Auch wenn du einen Vertrag mit Maximal-Angebot abgeschlossen hast kann es sein, dass die Netzgeschwindigkeit bei dir zu Hause bei weitem nicht der im Vertrag entspricht. Denn je weiter dein Zuhause von der nächsten DSL-Verteilerstation entfernt ist, desto langsamer ist auch die Netzgeschwindigkeit.

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