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Test: Xperia X10 von Sony Ericsson

© Sony Ericsson

Das Xperia X10 ist das aktuelle Android-Flaggschiff von Sony Ericsson. Das Handy hat nicht nur äußerlich sehr viel Stil, sondern auch im Innern einiges zu bieten.

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Dieser Artikel stellt das Android-Smartphone Xperia X10 von Sony Ericsson und die Benutzeroberfläche Timescape vor.

Wer das Xperia X10 zum ersten Mal sieht, denkt zunächst, dass es ein Riesenhandy ist. Doch der Schein trügt: obwohl das Sony-Ericsson-Handy mit 1,3 cm etwas dicker als die meisten Android-Handys ausfällt, stimmen die Maße von 12 x 6,3 cm mit den meisten Smartphones mit 4-Zoll-Display in etwa überein.

Update in Griffweite

Sony liefert das X10 mit Android 1.6 (Kernel 2.6.29) aus. Der Grund für das relativ alte Android sind zahlreiche Anpassungen, die die Japaner an der Android-Oberfläche vorgenommen haben. So hat man unter anderem den eigenen Musik- und Spieledienst PlayNow integriert beziehungsweise die kompletten Multimedia-Inhalte unter dem Namen "Mediascape" angepasst und Android ein eigenes Benutzerinterface "Timescape" verpasst. Timescape ist zweifellos eine der Stärken der Android-Version, wenn man soziale Netzwerke mag, mehr dazu weiter unten. Das Update auf Android 2.1 ist aber bereits im Gange und soll ab 1. November ausgeliefert werden. Es bringt unter anderem Support für 720p-Videoaufnahmen über die integrierte Kamera.

Im Unterschied zu den meisten Android-Handys bringt das X10 am unteren Rand nur drei Tasten mit – für eine Suche müssen Sie die Menütaste und die Lautstärketaste zusammen betätigen, was relativ umständlich ist. Neben den zwei Lautstärkereglern gibt es noch eine separate Taste für die 8-Megapixel-Kamera. Diese bringt einen eingebauten Bildstabilisator mit und speichert auf Wunsch auch Geodaten in den Aufnahmen. Die Qualität der Bilder ist relativ gut, das X10 kommt an diesem Punkt aber nicht an das Milestone XT720 oder das Wave S8500 heran.

Zeitlinie

Timescape ist ein Versuch von Sony Ericsson, die täglich eingehenden Nachrichten, Statusmeldungen und Twitter-Feeds optisch so aufzuarbeiten, damit sich diese einfacher finden und besser organisieren lassen. Dieser Versuch ist Sony Ericsson relativ gut gelungen, allerdings wirkt er sich negativ auf die Akkulaufzeit aus, da er in der Grundeinstellung sehr oft prüft, ob Ihre Freunde bei Facebook & Co. etwas neues veröffentlicht haben.

Abbildung 1: Dank Timescape bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Abbildung 1: Dank Timescape bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Während das X10 in den Tests ohne Timescape dank des großen 1500 mAh-Akkus bei einer Minimalnutzung auf eine maximale Akkulaufzeit von bis zu fünf Tagen kam, vermindert sich die Laufzeit bei intensiver Nutzung und Timescape auf maximal 48 Stunden. Ohne Timescape hält der Akku bei durchschnittlicher Nutzung gut 48 Stunden durch, allerdings gibt es hierzu im Internet diverse Forenbeiträge, die auf sehr unterschiedliche Akkulaufzeiten beim X10 hinweisen. Zudem verzichteten wir in den Tests auf die diversen Moxier-Dienste, da sie sich ebenfalls negativ auf die Akkulaufzeit auswirken sollen. Generell gilt deshalb auch beim X10: bei intensiver Nutzung muss das Gerät jeden Abend an die Steckdose angeschlossen werden.

Timescape selbst muss man mögen. Das Android-Widget hält Sie stets auf dem Laufenden und zeigt auf dem Startbildschirm E-Mails, Blog-Einträge, Twitter- und Facebook-Einträge und zahlreiche weitere Informationen an. Per Klick auf das Widget entfaltet sich dann die Zeitlinie, in der die Sie über den Touchscreen blättern können.

Auch bei Mediaplayer und Bildbetrachter hat Sony Ericsson ein eigenes Süppchen gekocht. Sie kommen optisch aber nicht so toll daher, wie die Original-Tools von Android. Möchten Sie hingegen im Internet Musik kaufen, dann geht das mit dem Xperia X10 und dem Shop von Sony wirklich sehr einfach (Abbildung 2).

Abbildung 2: Musik zu kaufen ist mit dem Sony Ericsson Xperia X10 besonders einfach.
Abbildung 2: Musik zu kaufen ist mit dem Sony Ericsson Xperia X10 besonders einfach.

Ebenfalls praktisch fanden wir beim X10, dass das Android-Handy in der Grundeinstellung ein Backup-Tool mitbringt. Es sichert die Kontakte, Telefone und weitere Daten zwar nur auf der Speicherkarte, aber immerhin kann man davon dann eine Kopie auf dem eigenen Rechner oder auf einem anderen Medium erstellen.

Weniger gut gefiel in den Tests das von Sony Ericsson angepasste Layout. Es bringt viel zu wenig Kontrast mit, sodass man zum Beispiel bei Checkboxen auf den ersten Blick nicht erkennt, ob sie nun aktiv oder inaktiv sind.

Fazit

Wer oft mit Twitter, Facebook & Co. unterwegs ist, für den ist das Xperia X10 zu einem Internetpreis ab 350 Euro die ideale Wahl. Hält sich Sony Ericsson an sein Versprechen, dann gibt es zudem jetzt bereits das Update auf Android 2.1.

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