Start Im Test Superschneller Datentransfer mit WiFi Direct und SuperBeam

Superschneller Datentransfer mit WiFi Direct und SuperBeam

© Google

Daten vom Handy auf das Tablet zu schicken, ist auch in Zeiten von LTE, Bluetooth, NFC und Co. oft ein Problem. SuperBeam baut diese Hürden ab. Per WLAN oder WiFi Direct landen auch größere Datenmengen schnell und ohne Umwege beim Empfänger.

Vor ein paar Jahren war das Übertragen von Dateien über Bluetooth eine echte Herausforderung. Die Verbindung brach ständig ab, wenn Sie überhaupt einmal zustande kam – von der Übertragungsgeschwindigkeit mal ganz zu schweigen. Man möchte meinen, dass dies mit LTE, NFC & Co. heute kein Problem mehr darstellen sollte – dem ist aber leider nicht so.

Tipp

Wenn nur ein schlechter WLAN-Empfang zum Netzwerk besteht, ist es sinnvoller, die Verbindung über WiFi Direct aufzubauen. Weil die Geräte nicht den Umweg über den Router nehmen, ist die Übertragungsgeschwindigkeit oft besser.

Wenn Sie sich die herstellereigenen Dienste wie Android Beam oder S-Beam einmal ansehen, werden Sie relativ schnell enttäuscht sein. So toll das in der Werbung auch immer klingen mag, mehrere Bilder oder Songs auf einmal zu versenden, ist auch mit diesen aktuellen Lösungen problematisch. SuperBeam möchte Ihnen bei diesem Problem unter die Arme greifen und den Job auf innovative Weise für Sie erledigen.

Mit SuperBeam von A nach B

Die Bewertungen im Google Play Store sprechen Bände: Durchschnittlich 4,8 von 5 Sternen für SuperBeam – das schafft eine App selten. Nach der Installation können Sie gleich loslegen. Einfach in die Galerie gehen oder einen Dateimanager starten und das zu versendende Objekt auswählen. Danach den Teilen-Dialog aufrufen und dort auf SuperBeam tippen.

Abbildung 1: Per Teilen-Funktion versenden Sie aus jeder App heraus Daten über SuperBeam.
Abbildung 1: Per Teilen-Funktion versenden Sie aus jeder App heraus Daten über SuperBeam.

Die App fragt nun nach, ob sich das Empfängergerät im selben WLAN-Netzwerk wie das Sendegerät befindet. Falls dies nicht der Fall ist, kappt die Anwendung eine eventuell bestehende WLAN-Verbindung und baut anschließend die Verbindung nicht über das existierende Netzwerk auf, sondern nutzt WiFi Direct.

Abbildung 2: Durch Scannen des QR-Codes verbindet SuperBeam zwei Handys per WLAN oder WiFi Direct.
Abbildung 2: Durch Scannen des QR-Codes verbindet SuperBeam zwei Handys per WLAN oder WiFi Direct.

Sie müssen, um die Verbindung jetzt aufzubauen, lediglich mit dem Empfangsgerät und der SuperBeam-Scanner-App (diese wird automatisch bei der Installation von SuperBeam mitgeliefert) den auf dem Sendegerät angezeigten QR-Code scannen. Alternativ können Sie in dem Fall, dass beide Geräte NFC (Near Field Communication) unterstützen, auch das Sendegerät an das Empfangsgerät halten und den Screen übertragen.

Start per NFC oder QR-Code

Es ist nicht wichtig, welchen Weg Sie gehen, beide führen dazu, dass das Sendegerät eine Verbindung zum Empfangsgerät initiiert und beginnt, die Dateien zu übertragen. Der Aufbau der Verbindung kann durchaus einige Sekunden in Anspruch nehmen, warten Sie also einfach ab.

Abbildung 3: Während des Transfers informiert Sie SuperBeam über die Übertragungsgeschwindigkeit.
Abbildung 3: Während des Transfers informiert Sie SuperBeam über die Übertragungsgeschwindigkeit.

Auf beiden Geräten wird nun der Übertragungsfortschritt übersichtlich dargestellt. Die Geschwindigkeiten liegen bei einer WiFi-Direct-Übertragung um die 30 MBit/s, was etwa einer Übertragungsdauer von 30 Sekunden für eine 100 MByte große Datei entspricht. Abschließend finden sich die übertragenen Dateien auf dem Empfängergerät im Ordner /SuperBeam der Speicherkarte und können ganz normal verwendet werden.

Fazit

SuperBeam weiß zu überzeugen. Die Geschwindigkeit und Einfachheit, mit der die App Dateien zwischen zwei Geräten überträgt, ist super. Und wenn erst einmal alle Freunde die App installiert haben, können Sie auch unterwegs schnell Urlaubsbilder, Songs oder Videos teilen. Und dies sogar, ohne dass der Traffic Ihnen auf Ihr Datenvolumen angerechnet wird.

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