Start Aktuell Snapdragon Smart Protect: Neue Sicherheitslösung von Qualcomm stoppt Malware

Snapdragon Smart Protect: Neue Sicherheitslösung von Qualcomm stoppt Malware

Eine Anti-Malware-Software warnt dich davor, wenn eine App als potentiell unsicher gilt. Doch welche App warnt dich in genau dem Moment, in dem eine App im Hintergrund SMS verschickt oder deine Kamera benutzt? Genau das will Qualcomm mit seiner Sicherheitslösung Snapdragon Smart Protect erreichen, die ab 2016 im Snapdragon 820 zum Einsatz kommen wird.

Qualcomm hat die neue Sicherheitslösung heute vorgestellt. Sie siedelt sich neben den traditionellen Antimalware-Tools an und verspricht einen verbesserten Schutz gegen Zero-Day-Exploits (Sicherheitslücken, die erst seit Kurzem bekannt sind bzw. Exploits für die es noch keinen Fix gibt) und gegen veränderte Malware, für die die klassischen Antivirentools noch nicht über eine entsprechende Signatur verfügen.

Das neue Snapdragon Smart Protect von Qualcomm in einer schematischen Darstellung. Quelle: Qualcomm
Das neue Snapdragon Smart Protect von Qualcomm in einer schematischen Darstellung. Quelle: Qualcomm

Die Lösung hat es sich zum Ziel gesetzt, ungewöhnliches Verhalten zu erkennen und zu blockieren. Zum Beispiel das Versenden von SMS-Nachrichten ohne Nutzerinteraktion oder das Aufnehmen eines Fotos, obwohl der Screen aus ist. Auch den Zugriff auf das Mikrofon und den Kalender will die Technologie laut eigenen Angaben verhindern können.

Snapdragon Smart Protect wird seine Premiere im Snapdragon 820 feiern, der in Consumer-Geräten erst 2016 auf den Markt kommen wird. Wir rechnen mit ersten Ankündigungen zum Mobile World Congress 2016 im Februar in Barcelona.

Quelle: Pressemeldung per E-Mail

Android User meint…

So ganz neu ist die Idee, Antimalware-Funktionalität im Chipsatz unterzubringen nicht. Problematisch ist dabei — auch hier — meistens der Einfluss auf die Privatsphäre des Nutzers. Denn Qualcomm wertet für Snapdragon Smart Protect das App-Verhalten und das Nutzer-Verhalten aus. Fallen dabei gewisse Tätigkeiten auf, werden diese auf Wunsch blockiert. Das ist nur möglich, in dem der Chipsatz-Hersteller quasi kompletten Zugriff auf das System bekommt. Root-Rechte sind im Vergleich dazu Kinderkrams.

Andererseits sind die Features, die die Technologie bietet, schon längst überfällig. Es kann nicht sein, dass Android selbst nicht kontrollieren kann, welche App gerade im Hintergrund SMS verschickt oder Fotos aufnimmt. Solche Probleme sollte Android selbst in den Griff bekommen!

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