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Sky: Dart-Programmiersprache für Android kommt ohne Java aus

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Project Butter hat in vielen Fällen für ein sichtbar und fühlbar besseres und schnelleres Android-System gesorgt. Doch bis heute sind bestimmte Android-Apps „laggy“ und auch das System selbst geht mitunter in die Knie, sodass der Nutzer den Dialogen beim Öffnen und schließen zuschauen kann. Mit dem Projekt „Sky“ könnten diese Probleme der Vergangenheit angehören.

Machen wir uns nichts vor: auch 2015 sieht so manches Android-Handy im direkten Vergleich mit einem iPhone 4 alt aus. Trotz doppelt oder vier mal so viel RAM hält das Android-Smartphone in puncto Performance nicht unbedingt mit einem alten iPhone mit, von einem direkten Vergleich der Akku-Kapazität ganz zu schweigen. „Schuld“ daran ist nicht nur der universelle Linux-Kernel (Nachteil), der im Gegenzug für eine praktisch unlimitierte Gerätezahl sorgt (Vorteil), sondern auch Java bzw. die von Google genutzte Java-Implementierung hat zumindest bis „vor ART“ noch mit dem Problem zu kämpfen, eine Art universelle Einsatzbarkeit (Vorteil) auf Kosten der Performance (Nachteil) zu bringen. Wie dem auch sei: Android und Android-Apps sind nicht dafür bekannt, besonders performant zu arbeiten.

Und hier kommt die Programmiersprache Dart von Google ins Spiel. Diese gibt es schon seit längerem und sie fristet eigentlich eher ein Nischendasein. Das könnte sich aber schon recht bald ändern, falls Google mit seinem neuesten Experiment Erfolg hat. Dieses Experiment besteht darin, das ursprünglich als eine Art JavaScript-Ersatz entwickelte Dart unter Android einzusetzen. Was dabei herauskommt, sind Apps, die auch dann noch flüssige Animationen anzeigen und mit einer extrem schnellen Reaktionszeit arbeiten, wenn das System selbst unter Last steht. Wie das funktioniert und was Sky alias „Dart for Android“ genau ist, erklärt das folgende Video:

Quelle:arstechnica.com

1 Kommentar

  1. Die rohe Leistung einer hochgetakteten CPU mit vielen Kernen hilft nicht viel gegen Ruckler, die entstehen, weil das Betriebssystem zeitweilig mit anderen Aufgaben als der Benutzeroberfläche beschäftigt ist. Auch die mit hier vorgestellten sky-Framework geschriebenen Apps werden dem kaum entkommen, es sei denn, sky wird *ganz tief* im Betriebssystem verankert. Der im Video gezeigte Vortrag ist peinlich unprofessionell, und falls hinter dieser Sache ein im Kern guter Ansatz stecken sollte, ist wenig davon rüber gekommen. Dass ausgerechnet eine plattformübergreifende Abstraktionsschicht auf Basis einer Scriptsprache die Lösung für die „Performanceprobleme“ von Android sein soll, erscheint mir jedenfalls nicht sehr plausibel.

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