Start Magazin Sieben Wecker im Vergleich

Sieben Wecker im Vergleich

Das stupide Wecker-Klingeln am Morgen kann einem den Tag bereits verderben, bevor er überhaupt angefangen hat. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn der Wecker gar nicht losgeht, und man verschläft. Gibt es einen angenehmen Mittelweg?

AlarmDroid

Ganz vorn auf der Beliebtheits-Skala der Androiden-Wecker steht eine App namens AlarmDroid [1]. Einen einfachen Alarm hat man bei dieser in wenigen Sekunden konfiguriert – doch wer will, kann sich hier so richtig austoben. Denn in dieser App ist das Beste aller anderen Kandidaten vereint: Nicht nur ein einfaches Klingeln. Und auch bei simplen Wiederholungen ("Snooze", Schlummern-Pausen, genannt) ist noch lange nicht Schluss. Neben den von Android bereitgestellten (und ggf. vom Anwender ergänzten) Alarm-Tönen lassen sich auch beliebige MP3-Musikstücke aus der Sammlung auf der SD-Karte auswählen. Oder soll es lieber der Stream der Lieblings-Internet-Radio-Station sein? Alles kein Problem.

Ergänzen lässt sich der Klingel-Sound auch noch mit der "sprechenden Uhr" – deren einfachste Übung die Ansage der aktuellen Uhrzeit ist, wie der Name richtig vermuten lässt. Erweitern kann man das ganze auch noch mit dem Wetterbericht, der bereits vorkonfiguriert ist – und den man an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann: Aktueller Wetterzustand und Temperatur, sowie eine kleine Vorhersage für den Tagesverlauf beispielsweise. Das Ganze kann dann etwa so klingen:

Guten Morgen, Izzy! Es ist sieben Uhr. Das Wetter: Bewölkt, später klar. Die Temperatur beträgt sieben Grad. Im Tagesverlauf werden Werte von bis zu zwölf Grad erreicht. Dazu spielt im Hintergrund Musik – MP3 von der Karte, je nach Geschmack.

Genervt? Das war zu früh? Dann einfach den Androiden umdrehen, und es ist für ein paar Minuten Ruhe. Alternativ (wenn er etwa in einem Cradle steckt, das man nicht mit umdrehen möchte oder kann) tippt man den großen Androiden an. Um den Wecker gänzlich verstummen zu lassen, muss man hingegen den kleinen Kerl erwischen (zum Glück hat der noch nicht das Laufen gelernt) – oder aber, falls konfiguriert, noch eine Rechenaufgabe lösen?

[1,50 Euro|deutsch|Version 1.9.10|1,5 MByte] 5 Sterne




Sleep as an Droid


Wie bitte schläft ein Androide? Sleep as an Droid [2] überwacht den Schlaf und weckt dann ungefähr zur eingestellten Zeit. Ungefähr? Nun, der Wecker sollte nicht gerade im Tiefschlaf losgehen, sondern besser in der "Leichtschlaf-Phase". Auch wenn das dann ein paar Minuten früher ist, man fühlt sich wesentlich ausgeruhter! Und kann beim Frühstück auch gleich die Schlafkurve unter die Lupe nehmen. War man irgendwann besonders unruhig? Auch hier stehen milde Weckgeräusche zur Disposition. Etwa Naturklänge. Oder das Wecken beginnt zunächst recht sanft und leise, wobei die Lautstärke erst allmählich erhöht wird – sofern man dies rechtzeitig mitbekommt, hat der/die Bettnachbar/in dann auch noch die Chance, ungestört weiter zu schlummern? Zwei Wochen kann man diesen Wecker kostenlos ausprobieren, bevor der sanfte Obulus von einem Euro fällig wird.

[1 Euro|deutsch|Version 20111121|1,6 MByte] 5 Sterne

Übersicht über konfigurierte Wecker
Übersicht über konfigurierte Wecker

Gute Nacht- oder Schlafgeschichte
Gute Nacht- oder Schlafgeschichte

Alarm Clock Plus


Hier kommt die Konkurrenz für AlarmDroid – auch bei Alarm Clock Plus [3] handelt es sich um einen vielseitigen Wecker. Die Liste der Möglichkeiten liest sich auch recht ähnlich: Mehrere Wecker konfigurierbar, wiederholende Wecker, Schlummerfunktion, Mathe-Aufgabe, verschiedene Musikquellen, Zeit- und Wetteransage. Hinzu kommen hier einige transparente Widgets (für Nickerchen-Wecker: "Ich hau mich mal für zehn Minuten auf’s Ohr?"), ein Blitzlichtgewitterwecker, und die Funktionalität der Schreibtisch-Uhr. Über Plugins lässt sich die App erweitern, um beispielsweise externe Apps direkt starten zu können.

[1,40 Euro|deutsch|Version 4.7.1|2,3 MByte] 5 Sterne

Wecker im Schlafmodus (Schreibtisch-Uhr)
Wecker im Schlafmodus (Schreibtisch-Uhr)

Es lassen sich mehrere Wecker konfigurieren
Es lassen sich mehrere Wecker konfigurieren

Tokiko


Einen interessanten Ansatz bietet auch Tokiko [4]. Statt einzelner Alarme konfiguriert man hier Alarmgruppen, wobei jede dieser Gruppen für einen Weckvorgang steht. Dieser könnte dann etwa wie folgt aussehen: Um 6:30 Uhr sanfte Musik mit geringer Lautstärke (MP3 von der Karte). Um 6:35 die Lautstärke erhöhen. Um 6:40 dann umschalten auf scheußlichen Alarmsound mit höherer Lautstärke – wer es bis dahin nicht aus dem Bett geschafft hat, wird das bitter bereuen!

Natürlich lassen sich diese Gruppen dann jeweils als Ganzes (de-)aktivieren. Auch Timer für ein kurzes Nickerchen (Wecken in xx Minuten) sind möglich. Als Klänge kommen Alarmtöne sowie Musikdateien von der SD-Karte in Frage; für die Lautstärke gibt es auch ein Fade-In als Option. Schlummer-Modus wird ebenfalls unterstützt. Als Dreingabe findet sich die Möglichkeit, die Einstellungen auf der SD-Karte zu sichern (und natürlich auch von dort wieder herzustellen). Eine Dokumentation findet sich auf der Projektseite.

[3 Euro|englisch|Version 3.4.0|600 KByte] 4 Sterne

Übersicht über konfigurierte Alarmgruppen
Übersicht über konfigurierte Alarmgruppen

Konfigurieren einer Alarmgruppe
Konfigurieren einer Alarmgruppe

Morning Routine


"Noch fünf Minuten", und aus ist der Wecker. Eine halbe Stunde später? Oh, no! So mancher Morgenmuffel kennt das, und hat schon die Wecker ins Auge gefasst, die weglaufen. So etwas gibt es – doch auch wenn viele unserer Androiden Mobil-Telefone sind, sind sie nicht auf diese Weise mobil. Daher dreht Morning Routine [5] den Spieß einfach um, und macht den Schläfer mobil. Und das geht so:

Im Vorfeld erstellt man sich eine Reihe QR-Codes als durchnummerierte Sequenz (genauere Anleitung auf der Projektseite). Diese verteilt man dann in der Wohnung (oder auch im Garten, wenn man mutig ist). Geht der Wecker dann los, gilt es, diese QR-Codes wieder in der richtigen Reihenfolge einzuscannen – vorher geht der Wecker nicht aus (Task-Killer sind unfair!)?

Klasse Idee eigentlich. Aber trotz des großen Umfangs (knapp 2 MByte) fehlen grundlegende Funktionen wie Wiederholungen für verschiedene Werktage etc., daher entsprechende Abwertung. Wer es dennoch probieren möchte, benötigt zusätzlich den ZXing Barcode Reader.

[kostenlos|englisch|Version 1.0.2|1,8 MByte] 3,5 Sterne

Der Hauptbildschirm von Morning Routine
Der Hauptbildschirm von Morning Routine

Mehr Zeit-Optionen gibt es leider nicht?
Mehr Zeit-Optionen gibt es leider nicht?

Relax and Sleep


So manch einer hat zwar wenig Probleme mit dem morgendlichen Aufstehen – findet dafür aber am Abend keinen Schlaf. Unruhig wird sich da im Bett gewälzt, die Schafe sind bereits alle gezählt und (müde vom Springen) eingeschlafen. Nur man selbst liegt noch wach. Da möchten Apps wie Relax and Sleep helfen: Aus einem Repertoire diverser meditativer Sounds wie Meeresrauschen, Regen und dergleichen erstellt man einen ansprechenden Mix, stellt den Einschlaf-Timer, und aktiviert (um abrupten Abbrüchen vorzubeugen) auch noch einen Fade-Out. Dann bleibt zu hoffen, dass es funktioniert – genau daran scheiterte der Test, da der Tester auch ohne diese App gleich nach dem Hinlegen in den Tiefschlaf verfällt?

Die Sounds sind im Großen und Ganzen recht brauchbar. Manche sind vielleicht etwas kurz, andere weisen eine zu geringe Klangqualität auf (was aber eher auf die Mini-Lautsprecher zurückzuführen ist; ein externes Lautsprecher-Set könnte da Abhilfe schaffen). Die Möglichkeit des morgendlichen Weckens ist ebenfalls vorgesehen, und eigene Musikstücke lassen sich auch verwenden. Wer über die knapp 6MB erschrocken ist: App2SD wird natürlich unterstützt.

[kostenlos|englisch|Version 3.9|5,8 MByte] 4 Sterne

Der Sound-Mixer: Bis zu 4 (free) / 12 (paid) "Presets" lassen sich speichern
Der Sound-Mixer: Bis zu 4 (free) / 12 (paid) "Presets" lassen sich speichern

Einstellung der Weckzeit
Einstellung der Weckzeit

Bahnwecker


Manchmal ist es weniger die Frage, wann der Wecker losgehen soll – als vielmehr wo. Das ist meist dann der Fall, wenn man auf Reisen ist, und insbesondere mit der Bahn. Denn hier kann man zwar in der Regel die Verspätung fest einplanen – aber was, wenn der Zug versehentlich einmal pünktlich sein Ziel erreicht? Dann wacht man unter Umständen zwei Stationen zu spät auf. Zum Glück gibt es auch dafür Abhilfe. Zum Beispiel den Bahnwecker [7].

Als Weck-Ereignis wählt man hier das Ziel der Reise aus. Und sobald selbiges in Reichweite kommt – egal zu welcher Zeit – geht der Alarm los. Da es in Zügen (und auch Bussen) mit dem GPS-Empfang eine recht unzuverlässige Angelegenheit ist (die Bedampften Scheiben stören den Empfang des GPS-Signals), erfolgt die Standort-Ermittlung über das Netzwerk. Das ist zwar weniger genau, was aber in diesem Fall nicht entscheidend ist: Auf ein paar hundert Meter kommt es schließlich nicht an?

[kostenlos|deutsch|Version 2.1|260 KByte] 4 Sterne

Startbildschirm des Bahnweckers
Startbildschirm des Bahnweckers

Das Weckziel wählt man anhand von Haltestellen
Das Weckziel wählt man anhand von Haltestellen

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