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Sieben RSS-Reader im Kurztest

Blogs zu lesen, macht Spaß. Solange man nur einen oder zwei verfolgt, geht das ganz gut im Browser. Doch was tun, wenn man über 50 oder täglich mehr als 100 Blogs lesen möchte? Hier kommen Feed-Reader ins Spiel.

Praktisch jede Seite im Internet, die lesenswerte Inhalte anzeigt bietet einen sogenannten RSS- oder Atom-Feed an. Sie erkennen diesen am orangefarbenen Icon mit dem Punkt und den zwei Kreisen. Newsfeeds sind quasi wie der Betreff einer E-Mail und informieren Sie über Neuerungen. Je nach Seite sind die Inhalte mehr oder weniger ausführlich, einige Feeds zeigen auch komplette Inhalte an.

Während klassische Newsreader Webseiten direkt herunterladen, greifen die meisten Feedreader-Apps auf den Google-Reader als Online-Synchronisierungsdienst zurück. Der Vorteil von Google Reader besteht darin, dass die Inhalte nicht nur auf dem Mobiltelefon sondern auch auf dem heimischen Rechner oder am Arbeitsplatz zur Verfügung stehen.

JustReader verlangt zwar zwangsweise einen Google-Reader-Account, arbeitet aber auch gerne im Offline-Modus. Das Programm lädt die Inhalte bei einer aktiver Internetverbindung komplett herunter, sodass Sie die Neuigkeiten später auch offline lesen können.

JustReader ist als einziges Programm im Testfeld in der Lage, Einträge zu "busten". Im Klartext heißt das, dass die App Werbung, Verkürzungen etc. automatisch entfernt und nur den Inhalt samt Bildern anzeigt. Die App kennt zudem auch Favoriten: Die Sternfunktion ist für all jene hilfreich, die Feeds am PC nachbearbeiten. Ein mit einem Stern versehenes Item ist "interessant" und findet sich am PC gleich viel leichter.

Begeistert man sich für einen neuen Blog, muss allerdings die Website von Google Reader bemühen – in der App selbst lassen sich keine Feeds hinzuzufügen. Dieses Ärgernis ist aber verzeihbar, berücksichtigt man die großartige Darstellung der Einträge.

[kostenlos|deutsch|Version 1.5.2|1,2 MByte]

★★★★




Feedly


Auf den ersten Blick ist Feedly ein ganz gewöhnlicher Google-Reader-Client, doch das Tool bietet ein paar nette Zusatzfeatures. So lassen sich via Browser-Plugin für Firefox oder Chrome interessante Seiten direkt aus dem Desktop-Browser zu Feedly hinzufügen. Die App kommt auch mit mehreren Hundert Feeds problemlos klar und spielt eingebettete Videos ab. Die Navigation per Wisch-Geste ist eventuell zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, entfaltet aber auf Tablets ihre volle Wirkung. Leider kennt Feedly keinen Offline-Modus, deshalb gibt es nur 4 von 5 Sternen.

[kostenlos|englisch|Version 7.0.0|1,4 MByte]

★★★★



FeedR


Wer noch keine Feed-Liste hat, findet dank FeedR und der exzellenten Integration der Google’schen Feed-Suche sofort interessantes Lesefutter. Bei manchen Blogs ist das Programm sogar in der Lage, Kommentare zu Posts zu finden. Leider verspielt FeedR seine Spitzenposition durch das Nichtdarstellen von Bildern und das grottige Handling des Back-Buttons. Der Feed-Reader ist zudem werbefinanziert.

[kostenlos|deutsch|Version 2.1.3|0,56 MByte]

★★★★★



GReader


GReader versteht sich als inoffizieller Google-Reader-Client. Wie das Vorbild zeigt auch GReader die in Feeds enthaltenen Bilder nicht an und nimmt noch mehr Rücksicht auf die in Feeds enthaltenen Werbeanzeigen. Immerhin erlaubt es das Taggen von Posts und zeigt auf Wunsch die zum Eintrag gehörende Webseite direkt im eigenen Fenster an.

[kostenlos|deutsch|Version 1.1.1|1,6 MByte]

★★★★★



Mobo World News


Mobo World News zeichnet sich durch sein schick aussehendes Benutzerinterface aus – Feedeinträge erscheinen als kleine Quader, die mit Fotos aus den Artikeln angereichert sind. Das Programm zeigt Feeds exzellent an und sendet Artikel per Twitter und Facebook. Mobo World News arbeitet allerdings recht träge – fügt man einen Feed hinzu, dauert es schon mal einige Minuten bis die ersten Einträge eintrudeln.

[kostenlos|deutsch|Version 14.58|1,5 MByte]

★★★★



OI News Reader


Spröd, spröder, Open Intents [6]. Die quelloffenen Produkte des deutschen Hauses gewinnen sicher keinen Preis für gutes Design oder ausgefallene Funktionalität. Das gilt auch für OI Newsreader: Der ressourcensparende Newsreader ist ideal für ressourcenschwache Geräte und für User, die keinerlei Schnickschnack wollen. Das Programm arbeitet schnell und ist leicht zu bedienen – zeigt aber keine Bilder an.

[kostenlos|englisch|Version 1.1.1|0,14 MByte]

★★★★★



RSSDemon


RSSDemon beeindruckt mit seiner riesigen Feed-Datenbank – wer an Mangel von Lesestoff leidet, findet hier mit Sicherheit Rat und Hilfe. Auch das Hinzufügen neuer Feeds funktioniert wunderbar. Leider ist die Darstellung der (im Hintergrund automatisch) eingesammelten Nachrichten subideal: Bilder zeigt RSSDemon nur über einen Umweg mit Browser und InstaPaper an.

[kostenlos|englisch|Version 3.1.9|1,6 MByte]

★★★★★



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