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Sechs Navigationslösungen für Android-Geräte

Gab es vor rund einem Jahr lediglich eine Handvoll guter Navigationslösungen für Android, hat sich die Zahl inzwischen verdoppelt. Mit dabei sind auch Gratis-Lösungen. Wir haben sechs Apps einem Praxistest unterzogen.

Gratis oder kostenpflichtig, offline oder online? Das sind wohl die zentralen Fragen, die sich jeder stellt, der eine Navigationslösung für Android sucht. Wir haben die Gratis-Lösung von Google Maps mit OsmAnd, der Gratisversion von V-Navi und Route66, Sygic und Copilot verglichen.

Für diesen Testbericht installierten wir die eingangs erwähnten sechs Apps und fuhren anschließend über ein verlängertes Wochenende von Österreich nach Italien. Die Resultate haben wir für alle Apps zusammengefasst.

Google Navigation


Auf Grund der online basierenden Version ist die Navigationslösung von Google Maps [1] nur mit einem passenden Datenpaket interessant. Es wird zwar nach der erstmaligen Routenberechnung kein weiterer Datentraffic mehr erzeugt, das genügt aber nur, um sich offline von der Heimatstadt bis zum Reiseziel im Ausland navigieren lassen. Anschließend braucht man wieder eine Datenverbindung, um neue Ziele anzusteuern.

Abbildung 1: Die 3D Navigationsansicht in Google Maps auf der Autobahn.
Abbildung 1: Die 3D Navigationsansicht in Google Maps auf der Autobahn.

Abbildung 2: Die Fahrtstreckenübersicht mit der aktuellen Verkehrslage bis zum Reiseziel in Google Maps.
Abbildung 2: Die Fahrtstreckenübersicht mit der aktuellen Verkehrslage bis zum Reiseziel in Google Maps.

Bei den Ansichten kann man zwischen 2D-, 3D-, Nacht- oder einer Google Earth basierenden Liveansicht wählen. Der neulich integrierte Verkehrsmelder zeigt im Ampelfarbschema die Verkehrssituation im gewählten Streckenabschnitt an. Bei Bedarf kann somit eine Alternativroute berechnet werden. Als kostenlose Alltagsnavigation mit passendem Datenpaket ist Google Maps die perfekte Navi-Lösung.

Eine der Stärken von Google Maps liegt bei den Zusatzinformationen: Den Suchbegriff (zum Beispiel Restaurant, Tankstelle oder Geldautomat) eingeben, und schon hat das Google Navi die passende Lösung dank Ortsbestimmung in unmittelbarer Nähe parat, wie man es von der Google-Suchmaschine gewohnt ist. So auch bei unserer Tour in Italien zum Christkindlmarkt in Bozen. Nach einen mehrstündigen Besuch des Marktes hatten wir Hunger nach etwas Deftigen. Trotz Roaming-Kosten bei Datenverbindungen baten wir Google um Hilfe und wurden mit der Suchanfrage "gut essen in Bozen" fündig. Die App führte uns zum 20twenty-Zentrum ins Old Wild West Steakhouse. Sogar eine Zielbildanzeige aber auch Abfahrten als Bildimage werden bei wichtigen Verkehrsknotenpunkten angezeigt, wie man es aus dem Google Streetviewer kennt.

Abbildung 3: Beim Erreichen des Ziels zeigt Google Maps Navigation ein Bild des Gebäudes an.
Abbildung 3: Beim Erreichen des Ziels zeigt Google Maps Navigation ein Bild des Gebäudes an.

Diese Suchanfrage inklusive der Berechnung der Strecke kam uns auf 69 Cent zu stehen, wie wir nach unserem Kurzurlaub anhand der Einzelgesprächsnachweis der Telefonrechnung ermitteln konnten. Eine genaue Adresseingabe ist natürlich ebenso möglich wie auch das Ziel auf der Karte selbst per Touchpositionierung auszuwählen.

V-Navi


Beim erstmaligem Start des V-Navi [2] wird man darauf hingewiesen, sich ein ca. 350 MB großes Datenpaket für die Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz herunterzuladen. Diese Daten können dann 30 Tage lang genutzt werden. Möchten Sie diese drei Länder uneingeschränkt nützen, dann müssen Sie zusätzlich eine der beiden Apps Gelbe Seiten [3] oder "Das Telefonbuch" [4] installieren das Reiseziel nur über eine dieser Apps auswählen. Mit diesem Trick bleibt V-Navi für die Regionen D-A-CH weiterhin nutzbar. Ist Ihnen dieser Weg zu umständlich, dann kaufen Sie sich am einfachsten das Europapaket zu einem Preis von 39,90 Euro.

Abbildung 4: Beim ersten Start fordert V-Navi zum Download der DACH-Länder auf.
Abbildung 4: Beim ersten Start fordert V-Navi zum Download der DACH-Länder auf.

Abbildung 5: Die Kartendarstellung ist sehr reduziert, alles wichtige ist aber mit dabei.
Abbildung 5: Die Kartendarstellung ist sehr reduziert, alles wichtige ist aber mit dabei.

Die Karten von V-Navi erinnern stark an jene von TomTom Navigation, die Sprachausgabe klingt sehr natürlich und die Richtungsweisungen erfolgen prompt. Zu den Features, die uns am besten gefallen haben, gehören die Geschwindigkeitswarnung und die Auto-Zoom-Funktion bei Straßenkreuzungen. Aber auch eine Anzeige von Entfernung, Ziel und Ankunftszeit sowie richtungsweisende Ortschaftsanzeigen sind vorhanden.

Abbildung 6: Bei einem Kreuzungsbereich wird per Autozoom der Kartenausschnitt vergrößert.
Abbildung 6: Bei einem Kreuzungsbereich wird per Autozoom der Kartenausschnitt vergrößert.

Trotz der eingeschränkten Länderauswahl in der kostenlosen Version und trotz des verpflichtenden Umwegs über das Telefonbuch bzw. die Gelbe-Seiten-App finden wir es eine gelungene Gratis-Navigationslösung. Was uns sehr gut gefallen hat: Die Sprachausgabe ist sehr natürlich gehalten und reduziert sich auf das Wesentliche. Zudem ist V-Navi sehr flott bei der Routenberechnung und der SAT-Suche.

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Die Aktion ist auf eine Halterung pro Leser und zeitlich beschränkt. Das Angebot gilt nur zwischen dem 7. Februar und dem 31. März 2013 und nur solange der Vorrat reicht.

*zuzüglich 4,90 Euro Versandkosten

OsmAnd


Wie auch Google Maps basiert auch OsmAnd Navi [5] in erster Linie auf Online-Datenkarten. Als kostenlose, eingeschränkte Version kann man aber bis zu 10 Länder aus der mit mehr als 100 Ländern bestückten weltweiten Datenbank herunterladen und diese somit offline ohne zusätzliche Datengebühren nutzen.

Abbildung 7: Zehn Länder können Sie frei wählen und uneingeschränkt nutzen.
Abbildung 7: Zehn Länder können Sie frei wählen und uneingeschränkt nutzen.

Die App ist auf Anhieb sympathisch, und das Menü ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Das Kartenmaterial beeindruckt, da man das Gefühl hat, eine echte Karte in den Händen zu halten. Sogar Wanderwege sind eingezeichnet. Die Farbkontraste um Unterschiede zwischen Stadt und Land zu erkennen, lassen keine Bemängelungen aufkommen.

Abbildung 8: Vier Menüpunkte. Mehr benötigt Osmand nicht um alles zu vereinen.
Abbildung 8: Vier Menüpunkte. Mehr benötigt Osmand nicht um alles zu vereinen.

OsmAnd arbeitet schnell und findet den Standort mittels GPS auch sogleich wieder, nachdem man einen längeren Tunnel durchfährt. Am besten ist es natürlich immer, sich vorab das gewünschte Kartenmaterial zu laden um dann gleich losfahren zu können.

Wer sich die kostenpflichtige Version für 5,95 Euro erwirbt, bekommt einen uneingeschränkten Zugriff auf alle Kartendaten inklusive Wikipedia Offline-Reiseführer auf seinen Androiden geladen. Das Kartenmaterial wird vom freien Projekt OpenStreetMap bereitgestellt. Sollten sich bei den Karten Fehler einschleichen, kann man diese direkt melden. Die neuen Daten werden dann beim nächsten Update berücksichtigt. Dies geschah in der Testphase zum Beispiel bei einem neu errichteten Kreisverkehr auf unserer Route.

Sogar als Fußgänger kann man das Navi verwenden, es zeigt aber auch Hotels, das nächste geöffnete Restaurant oder die nächstmögliche Haltestelle eines öffentlichen Verkehrsmittels an. Nutzer der kostenpflichtigen Version Osmand+ können weitere Points Of Interests melden und so die Kartendaten aktiv mitgestalten.

Abbildung 9: Die Daten von OpenStreetMap sind mit sehr vielen nützlichen Daten gefüllt.
Abbildung 9: Die Daten von OpenStreetMap sind mit sehr vielen nützlichen Daten gefüllt.

Die meisten Hausnummern sind auf der Karte vermerkt, jedoch bietet die App nur die Hauptnummern entlang der Hauptstraßen im Suchfenster sofort zur Auswahl an. Adressen in zweiter Reihe, wozu auch unsere Testadresse gehörte, werden nur bei der manuellen Suche angezeigt. Wenn OsmAnd mal eine Hausnummer nicht sogleich findet, müssen Sie deshalb den Eintrag Zielstraße auf Karte zeigen auswählen und schon wird das Zielgebiet geladen.

Als kostenlose uneingeschränkte Navigationslösung mit eingeschränkten Kartendownload und Update aus der weltweiten Datenbank mit einer beachtlichen Anzahl von 10 kostenlosen Länderdownloads gilt OsmAnd als der direkte Konkurrent zu Google Maps Navigation. Die App unterstützt die Radarwarnung, Spurassistenten und verfügt über einen Geschwindigkeitswarner. Einzig die reine 2D-Vogelperspektive dürfte dem einen oder anderen Nutzer missfallen.

Abbildung 10: Die übersichtliche 2D Kartenansicht mit Spurassistenten und Geschwindigkeitswarner von OsmAnd.
Abbildung 10: Die übersichtliche 2D Kartenansicht mit Spurassistenten und Geschwindigkeitswarner von OsmAnd.

Sygic


Sygic [6] hat das umfangreichste Kartenmaterial im Android Play Store der Navigation-Apps vorzuweisen. Von Mitteleuropa ab einem Preis von 29,99 Euro bis zur Weltkarte zum Preis von 79,99 Euro ist alles dabei. Lediglich einzelne Länder wie Indien oder der Mittlere Osten müssen zu einem Preis ab 19,99 Euro extra erworben werden.

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Beim Kauf einer Sygic Lizenz seiner Wahl erhält eine weitere Person dasselbe Package kostenlos.

Sygic kann 7 Tage lang kostenfrei getestet werden. In diesem Zeitraum stehen alle 194 Länder zum Download bereit. Für den Download der Karten benötigt man eine separate App "Sygic Downloader", die getrennt von der Navi-App verwaltet wird.

Abbildung 11: Sygic bringt alles Wichtige zur passenden Zeit auf den Screen.
Abbildung 11: Sygic bringt alles Wichtige zur passenden Zeit auf den Screen.

Abbildung 12: Wer gerne Städte erkundet, wird von der 3D-Ansicht von Sygic begeistert sein.
Abbildung 12: Wer gerne Städte erkundet, wird von der 3D-Ansicht von Sygic begeistert sein.

Sygic kann den Kartenaufbau wahlweise von schlicht bis vollkommen überladen darstellen. Die Karte versucht dabei die natürliche Umgebung nachzuahmen. Es entsteht der Eindruck in hügeligen bis bergigen Landschaften als würde sich die Straße in absoluter Schräglage zum Hang befinden. Ein recht einfach aufgebauter Spurassistent sowie die Überkopf-Wegweiser-Anzeige sind ebenfalls Bestandteil von Sygic. Last but not least gibt es auch 3D-City-Navigation in HD. Der optional erhältliche Verkehrs-Traffic-Guide ist zum Jahrespreis von 19,90 Euro in ganz Europa gültig. Geschwindigkeitswarner und Stauwarner mit alternativer Routenberechnung beherrscht Sygic ebenso wie das Navigieren im Tunnel.

Abbildung 13: Sygic versucht die Darstellung so realitätsnah wie möglich zu gestalten.
Abbildung 13: Sygic versucht die Darstellung so realitätsnah wie möglich zu gestalten.

Bei unseren Tests auf einer Strecke von Österreich nach Kroatien wurden wir per Sygic über eine fast 100 km kürzere Strecke navigiert, In diesem Test hatten die anderen Navigations-Apps die typische Hauptroute über Zagreb gewählt, die 40 Minuten länger gedauert hätte, und die selbst Google Maps nur per manueller Streckenwahl als Reiseroute anzeigte.

Ein weiterer Pluspunkt von Sygic: Die gekaufte Sygic App lässt sich auf allen Android-Geräten benutzen, bei denen die gleiche Gmail-Adresse hinterlegt ist. Zu den Features, die uns besonders gut gefallen haben, gehören die automatische Tag/Nacht-Schaltung, die Straßennamen-Ansage und Auswahl der Anzeige von Zeit, Ankunft, Strecke und Verkehr.

Benutzen Sie im Auto eine Freisprecheinrichtung, dann spielt Sygic parallel zum Telefongespräch die Navigationsstimme ab. Auch parallel zum Musik-Streaming per Bluetooth lässt sich die Navi-App nutzen. Für Beifahrer wichtig: Da die Navigation im Hintergrund weiter läuft, lässt sich das Smartphone oder Tablet dabei beliebig nutzen.

Route 66


Mit der Navigations App Route 66 [7] funktionieren Sie jeden Androiden zu einem On-Board-Navigationsgerät um. Die Testversion lässt Sie uneingeschränkt alle der 81 weltweit verfügbaren Karten herunterladen und für 7 Tage lang uneingeschränkt nutzen. Nach Ablauf dieser Frist ist ein 30-Tage-Abo zum Vorzugspreis von 7,99 Euro oder ein permanenter Kauf zum Preis von 49,99 Euro möglich. Der Test-Abo-Zeitraum für acht Euro ist wirklich gut durchdacht, zumal selten eine Autoreise nur sieben Tage dauert. Für Gelegenheitsreisende ist dies ein Plus bei Route 66.

Abbildung 14: Die Karte von Route 66 ist schlicht und zeigt nur die wichtigsten Infos an.
Abbildung 14: Die Karte von Route 66 ist schlicht und zeigt nur die wichtigsten Infos an.

Als kostenpflichtige Zusatzpakete gibt es die Verkehrsinformation für Mitteleuropa, USA und China zu einem Jahrespreis von 19,99 Euro. Die Karten sind Lebenslang nutzbar, wenn der permanente Kauf gewählt wurde und basieren auf dem gesammelten Material von TomTom.

Eines der besonderen Features von Route 66 ist die Ansicht durch die aktive Smartphone-Kamera mit Ausrichtung zur Windschutzscheibe. So stellt die App bei der Online- und Offline-Karten-Navigation im Display die reale Welt dar. Wirklich sehr nützlich ist auch die Follow-Me-Funktion. Diese zeigt ein virtuelles Auto an, das man vor sich her fahren lassen kann. Es blinkt wenn es zum Abbiegen kommt oder bremst wenn man die Geschwindigkeit verringert. Das ist eine Art von Navigation die zu begeistern weiß.

© Route 66Abbildung 15: Das virtuelle Auto fährt einem bis ans Ziel voraus. Diese Funktion ist auch im Ausland nutzbar.
© Route 66Abbildung 15: Das virtuelle Auto fährt einem bis ans Ziel voraus. Diese Funktion ist auch im Ausland nutzbar.

Auch bei Route 66 finden Sie eine Geschwindigkeitswarnung inklusive Radarwarnung. Die Datenbank verfügt dabei über sehr aktuelle Informationen mit erst kürzlich fix aufgebauten Radarstationen auf Autobahnen. Dennoch mussten wir einen der Blitzer selbst erst mit einen Foto kennenlernen. Verlassen Sie sich also nicht komplett auf die Funktion und – vor allem – fahren Sie nicht zu schnell.

Abbildung 16: Der interaktive Radarwarner ist topaktuell und wart sehr effizient.
Abbildung 16: Der interaktive Radarwarner ist topaktuell und wart sehr effizient.

CoPilot GPS/Live Premium



Die als einzige im Test vertretene Navi-App mit nur einem frei wählbarem Land bzw. nur einer Region ist CoPilot Live [8]. Als Testversion installieren Sie einfach Copilot GPS [9]. Das hier gewählte Land lässt sich uneingeschränkt nutzen. Weitere Länder muss man kaufen. Dafür wartet die App aber mit dem umfangreichsten Kartenmaterial von Fußgängernavigation, Fahrrad und Auto bis hin zur LKW-tauglichen (Höhe, Breite, Achse, Gefahrengut, Streckensperren) Navigationslösung auf.

CoPilot Live USA kostet lediglich 6,99 Euro, die DACH-Länder 36,99 Euro, Europa ist in der günstigsten Variante mit 49,99 Euro vertreten, in der Version mit LKW-Navigation kostet die Europa-Karte 99,99 Euro. Für USA Fans ist CoPilot Live Standard der heißeste Tipp.

Einigen mögen die Einstellungsmöglichkeiten als zu undurchsichtig und kompliziert erscheinen. Befasst man sich allerdings damit etwas näher, erhält man eine perfekte Navigationslösung die Ihresgleichen sucht. Dank der integrierten Sicherung in der CoPilot Live Cloud werden zudem sämtliche Einstellungen inklusive Points of Interest und favorisierte Strecken und Ziele gesichert.

Abbildung 17: Cloud Online Sicherungen sind auch bei CoPilot kein Fremdwort.
Abbildung 17: Cloud Online Sicherungen sind auch bei CoPilot kein Fremdwort.

Besonders gut gefallen hat uns, dass die App bei jeder Neuberechnung einer Route bis zu drei in unterschiedlichen Farben berechnete Alternativrouten anzeigt. Wie auch immer der Verkehr Richtung Ziel sich ergibt, Alternativen kennt CoPilot Live schon bevor die eigentliche Reise losgeht.

Abbildung 18: Übersichtlich und informativ wird die Routenoption mit den Alternativen dargestellt.
Abbildung 18: Übersichtlich und informativ wird die Routenoption mit den Alternativen dargestellt.

Abbildung 19: Die Darstellung von CoPilot Live ist sehr schlicht und zeigt die Grundfunktionen übersichtlich an.
Abbildung 19: Die Darstellung von CoPilot Live ist sehr schlicht und zeigt die Grundfunktionen übersichtlich an.

Im Vergleich zum Platzhirsch Navigon könnte man maximal das manuelle Wechseln der zu navigierenden Kontinente (USA zu Europa) als unhandlich angesehen werden. Ebenso kann CoPilot Live immer nur auf einem einzigen Androiden ausgeführt werden. Dies sollte so ziemlich die einzigen Kritikpunkte sein. Wer gerne Freunde an seiner Reise teilhaben lassen möchte, kann seine Reiseroute, die bevorzugte Strecke oder Stauinformationen nicht nur per CoPilot Live sondern auch per Facebook und Twitter teilen.

Abbildung 20: Facebook und Twitter sind nun auch auf dem Navi angekommen.
Abbildung 20: Facebook und Twitter sind nun auch auf dem Navi angekommen.

Während der Nutzung des Smartphones oder Tablets auf dem die Navigation ausgeführt wird, lassen sich auch bei CoPilot Live andere Anwendung ausführen, ohne dass die Navigation oder die Sprachausgabe unterbrochen würde. Beim Kauf von CoPilot Live bekommt man in den ersten 12 Monaten kostenlos die Infos zum aktuellen Verkehrsstatus. Anschließend muss man für den Dienst bezahlen, wenn man ihn weiter nutzen möchte.

Fazit

Alle vorgestellten Apps führen Sie ans Ziel. Googles Navigationslösung Google Maps zeigt, wie es sein sollte. Einfachste POI Suche, keine Umständliche Adresseneingabe: nur nach den Stichwörtern suchen und losnavigieren. Auf Grund fehlender Offline-Lösung muss sich die App von so manchen anderen geschlagen geben. Mit Datenverbindung ist Google Maps aber unsere Nummer 1.

Einen klaren Sieger bei den Offline-Lösungen gibt es nicht. OsmAnd unterstützt neben einer Vielzahl von kostenlosen Ländern auch die Offline-Navifunktion und verfügt dank OpenStreetMap über eine gut gefüllte Datenbank. Damit könnte sich OsmAnd zu einer der besten Navi-Apps im Play Store hervorhebe. Die Kartenansicht lässt aber in einigen Bereichen noch Verbesserungen zu.

Sygic, Route66 und Alk-CoPilot Live sind ausgereifte und vollständige Navigationslösungen, die entsprechenden ins Auto eingebauten Navigationsgeräten in Nichts nachstehen. POI, Favoriten, Social-Network-Anbindungen, Live View und Follow-Me-Funktionen sind nur ein Teil der Fähigkeiten, die diese Navigationslösungen bieten. Die eingeschränkte Nutzungsdauer und teils eingeschränkte Funktionsvielfalt der Bezahlversionen trüben aber bei einigen den Einsatzbereich für Kurzreisen.

Route66 eignet sich dank seinem günstigsten Monatsabo sehr gut für (einmalige) Urlaubsreisen. Zu den Stärken der App gehören Radarwarner, Spurassistent, Tempolimit und gut aufgebaute Karten. Alk-CoPilot Live besticht mit maximalen Funktion und unendlichen Einstellungsmöglichkeiten. Hinzu kommt eine eigens für LKW entwickelte CoPilot Navi-App und für alle USA-Reisenden der sehr günstige Preis.

Sygic gilt für Weltenbummler als die Nummer 1. In knapp 200 Ländern von A wie Abu Dhabi bis Z wie Zypern ist man immer auf dem richtigen Weg. Auch Seltenheiten wie Colombia, Iran, Tanzania oder Qatar sind vertreten. V-Navi gilt als optimale Lösung für alle, die viel und oft im Telefonbuch oder den Gelben Seiten nach Adressen suchen und ist quasi ein Geheimtipp. V-Navi startet direkt aus der Anwendung heraus und bleibt somit kostenlos in den DACH-Ländern nutzbar.

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