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Samsung Galaxy S III ? Alle Details zum Neuen SGS

© samsung.com

Anfang Mai ließ Samsung die Katze endlich aus dem Sack und präsentierte das neue Galaxy S III. Wir stellen Ihnen das neue Super-Handy von Samsung vor und zeigen die wichtigsten Features.

Samsung hat auf dem Unpacking-Event in London endlich das mit Spannung erwartete Samsung Galaxy S III vorgestellt. Mit einem Quad-Core-Prozessor und einem 4,8" großen Super-AMOLED-Display bietet es eine solide Hardware-Basis. Samsung hat zudem eine Handvoll interessante Anpassungen an der Software vorgenommen: Smart Call, Smart Alert, S Beam, S Voice und noch mehrere S-Wörter prägen das neue Super-Smartphone von Samsung, das nach eigenen Angaben von der Natur inspiriert und für Menschen gestaltet wurde. "Designed for humans – inspired by nature" lautet denn auch der Slogan zum neuen Galaxy S III.

Solide Hardware

Das Galaxy S III besitzt in der GSM-Variante eine von Samsung gebaute Quad-Core-CPU mit einer Taktrate von 1,4 GHz (Samsung Exynos 4412). Die LTE-Version wird mit ziemlicher Sicherheit von einer Qualcomm-CPU angetrieben, die dann allerdings nur zwei Kerne besitzt. Samsungs eigener Dual-Core-Chip (Exynos 4212) scheint sich mit dem LTE-Modem nicht zu vertragen.

Das Galaxy S III ist wie sein Vorgänger mit 1 GByte RAM bestückt. Hier erwarteten viele Fans ein Smartphone mit 2 GByte Hauptspeicher, wie es LG inzwischen vorgestellt hat. Für die meisten Aufgaben dürfte der Hauptspeicher aber mehr als ausreichen. Der interne Speicher beträgt je nach Ausführung 16, 32 oder 64 GByte. Wir rechnen zum Start mit den Modellen mit 16 und 32 GByte Speicher, die 64-GByte-Version dürfte – wenn überhaupt in Europa – erst später folgen. Im Unterschied zum Galaxy Nexus und den Top-Modellen von HTC verfügt das S III zudem auch über einen MicroSD-Kartenslot für Speicherkarten mit bis zu 64 GByte (via exFAT-Dateisystem).

Abbildung 1: Die Power-Taste befindet sich wie beim Galaxy Nexus auf der rechten Seite oben. Das Display ist jedoch nicht gebogen.
Abbildung 1: Die Power-Taste befindet sich wie beim Galaxy Nexus auf der rechten Seite oben. Das Display ist jedoch nicht gebogen.

Mit 4,8-Zoll fällt das Super-Amoled-Display leicht größer aus als beim Galaxy Nexus, die Auflösung beträgt aber auch hier 1280×700 Pixel und es kommt wiederum ein Pentile-Matrix-Display zum Einsatz. Verglichen mit dem Super-LCD des HTC One X wirkt der S-III-Screen somit leicht unschärfer. Dafür kommen die Farben auf dem Super-AMOLED-Screen deutlich besser zur Geltung.

Das Galaxy S III ist 8,6 mm dick und wiegt 133g. Somit ist das Smartphone etwas schwerer als der Vorgänger, was aber beim größeren Display nicht weiter verwundert. Auch das Galaxy S III verfügt wie die Vorgänger über eine echte Taste für den Home-Button, daneben gibt es Sensortasten für das Kontextmenü und den Zurück-Button.

Die Haupt-Kamera löst mit 8 Megapixeln auf, die Frontkamera besitzt 1,9 Megapixel. Branchen-Insider gingen anfänglich von einer 12-Megapixel-Kamera aus, hier sind einige Fans nun enttäuscht. Für die Größe des Objektivs sind die Megapixel aber mehr als ausreichend, das Galaxy S III verfügt zudem über spannende Kamera-Features, dazu gehört der Burst-Modus mit rund 20 Aufnahmen in Folge.

Neu beim S III ist die Benachrichtigungs-LED in vier Farben. Damit lassen sich verpasste Anrufe und Nachrichten besser erkennen. Der 2100-mAh-Akku sorgt laut ersten Testberichten für recht solide Akkulaufzeiten. Der Akku lässt sich zudem problemlos auswechseln, so dass vermutlich schon bald größere Akkus angeboten werden.

Als Case kommt wie bislang ein Gehäuse aus Kunststoff zum Einsatz. Vom Image des Plastikbombers wird sich das Galaxy S also auch mit der Version S III nicht lösen. Dafür gab es bereits zum Start Ende Mai die Auswahl zwischen den Farben "Marble White" und "Pebble Blue". Früher kam die weiße Variante meistens später in den Verkauf.

In Europa wird das S III wie oben erwähnt in der 3G-Version mit HSPA+ erhältlich sein. Das LTE-Modell ist aktuell nur für die USA, Japan und Korea vorgesehen. Es wird ziemlich sicher keinen Quad-Core-Prozessor besitzen.

Neues TouchWiz

Das Galaxy S III kommt von Haus aus mit Android 4.0.4 und der hauseigenen Oberfläche TouchWiz. Dieser hat Samsung zahlreiche neue Features spendiert. Bei S Voice handelt es sich um einen Sprach-Assistenten, der im Unterschied zu Apples Siri auch Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und ein paar weitere Sprachen verstehen soll. Deutlich besser haben uns bei der Präsentation drei wirklich neue Features gefallen. So verfolgt die Software des Galaxy S III über die Frontkamera die Augenbewegungen des Besitzers und verhindert so ein ungewolltes Abdunkeln oder Sperren des Displays, wie es beim Lesen einer längeren Mail oder einer Webpage schon mal vorkommen kann. Sollte der Benutzer beim Lesen einschlafen und die Augen schließen, dann dunkelt das Phone automatisch das Display ab. "Smart Stay" nennt sich dieses Feature.

Über das zweite wirklich neue Feature dürften sich alle freuen, die mit dem Smartphone oft Videos schauen. Videos lassen sich jederzeit aus dem Vollbildmodus in eine Mikro-Ansicht verkleinern. So kann man zum Beispiel das Video weiter anschauen, während man im Netz nach einer Information googelt oder gerade im Messenger eine Nachricht beantwortet. Der Film bleibt dabei stets im Vordergrund. Samsung nennt dieses Feature "Pop up Play".

Ebenfalls wirklich praktisch finden wir den Smart Alert. Hat man zum Beispiel beim Schlafen oder in der Mittagspause einen Anruf verpasst, dann startet das S III einen kleinen Alarm, sobald man das Smartphone in die Hand nimmt. Last but not least kann man beim Schreiben einer SMS-Nachricht oder E-Mail einfach das Telefon ans Ohr halten, um den Empfänger anzurufen, anstatt eine Meldung zu texten.

Abbildung 2: Als offizielles Zubehör gibt es unter anderem ein Flip-Cover in Blau und Weiß.
Abbildung 2: Als offizielles Zubehör gibt es unter anderem ein Flip-Cover in Blau und Weiß.

Daneben wurden bei der Präsentation auch ein paar Features gezeigt, die Android-Freaks bereits von der Präsentation des Galaxy Nexus und von Android 4.0 bekannt sind. Dazu gehört S Beam, eine leicht erweiterte Variante von Android Beam und wie eingangs erwähnt S Voice, eine Art Siri-Ersatz. Auch die Kamera-Features gehören eigentlich bei aktuellen Android-Modellen zum Standard, die Burst-Funktion haben wir bereits beim HTC One X und HTC One S gesehen; die bei der Präsentation ebenfalls beworbene Aufnahme-Option mit automatischer Auswahl des besten Fotos kann höchstens als Gimmick bewertet werden. Sie hat bei der Show in London nicht wirklich funktioniert.

Lohnt der Wechsel?

Zum Redaktionsschluss Mitte Mai wurde das Samsung Galaxy S III in diversen Internetshops in der Version mit 16 GByte Speicher für rund 580 Euro geführt. Angesichts der Spezifikationen ist dieser doch recht hohe Preis gerechtfertigt. Einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem Galaxy S II oder dem Galaxy Nexus sehen wir im MicroSD-Slot, dem NFC-Modul und der Benachrichtigungs-LED, für eine abschließende Bewertung müssen wir das S III aber zunächst ausführlich Testen. Unseren Testbericht lesen Sie in den kommenden Ausgabe, die wichtigsten Spezifikationen listet die folgende Doppelseite.



STARKER AKKU

Der 2100 mAh starke und austauschbare Akku beschert dem Galaxy S III eine gute bis sehr gute Akkulaufzeit. Im Unterschied zum Galaxy Nexus sitzt das NFC-Modul dieses Mal nicht im Akku. So kann man sich günstigere Ersatz-Akkus kaufen.

DISPLAY

Mit 4,8 Zoll und einer Auflösung von 1280×720 Pixeln setzt das Galaxy S III auch in Sachen Smartphone-Größe neue Maßstäbe. Das dank Gorilla Glas 2 extrem kratzfeste Super-AMOLED-Display basiert auf der Pentile-Matrik-Technik mit besonders vielen grünen Pixeln, was laut Samsung für eine lange Lebensdauer sorgt.

50 GByte Speicher

Samsung spendiert sämtlichen Besitzern eines Galaxy S III 50 GByte Gratisspeicher bei Dropbox. Das Angebot gilt für zwei Jahre.

Mit Home-Button

Samsung hat beim Galaxy S III die Anordnung der Tasten von den Vorgängern übernommen. Es gibt einen echten Home-Button und zwei Sensortasten für das Menü und Zurück.

Frontkamera

Mit einer 1,9-Megapixel-Kamera setzt Samsung auch bei der Frontkamera neue Maßstäbe. Die Kamera dient via Eye-Tracking auch dazu, das Display bei Gebrauch nicht abzudunkeln.

Mit TouchWiz

Die neue TouchWiz-Version basierend auf Android 4.0 bietet sehr viele neue Features. Dazu gehören S-Voice, S-Alarm, Smart Stay und Pop-Up Play.

Plastik-Gehäuse

Samsung bleibt dem Kunststoff als Gehäuse-Material treu und setzt auch beim S III auf diese leichten Materialien, die zudem für einen optimalen Empfang sorgen.

CPU und GPU

In der Europa-Version kommt der Vierkern-Prozessor Samsung Exynos 4412 zum Einsatz, der auf maximal 1,4 GHz getaktet ist. Als Grafikprozessor hat sich Samsung für die Mali 400 GPU mit 400 MHz entschieden.

Speicherplatz

Das Galaxy S III kommt in der günstigsten Version mit 16 GByte internem Speicher, es gibt aber auch Versionen mit 32 und 64 GByte. Per MicroSD-Karte lässt sich der Speicher um maximal 64 GByte erweitern.

Flaches Design

Das Galaxy S III ist trotz der eindrucksvollen Technik nur 8,6mm dick und wiegt mit 133g nur 17g mehr als das Galaxy S II, obwohl es ein deutlich größeres Display hat.

Zubehör

Samsung hat für das Galaxy S III unter anderem eine drahtlose Ladestation, ein drahtloses Multimedia-Dock, diverse Schutzhüllen und weiteres Zubehör angekündigt. Zu Preisen und Verfgbarkeit gibt es aktuell noch keine Informationen.

8-MP-Kamera

Die Kamera des Galaxy S III nimmt Fotos bis zu einer Größe von 3264×2448 Pixeln auf. Bei Videos liegt die maximale Auflösung bei 1920×1080 Bildpunkten. Die Kamera verfügt auch über eine Serienbild-Funktion.

Stereo Mikrofon

Für eine möglichst gute Tonaufnahme verfügt das Galaxy S III über ein hochempfindliches Stereo-Mikrofon auf der Gehäuserückseite.

Barometer

Das integrierte Barometer dient nicht zur Wettervorhersage, sondern liefert dem GPS die ungefähre Höhe des Standorts, so star tet das integrierte GPS des Galaxy S III noch schneller.

MHL-Anschluss

Wie die meisten Aktuellen Android-Smartphones verfügt auch das Galaxy S III über einen MHL-Adapter. Der Anschluss im MicroUSB-Format dient nicht nur zum Laden des Geräts, sondern arbeitet via MHL-Adapter auch als HDMI-Ausgang.

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