5. August 2021
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Raidboxes: Unser Erfahrungsbericht

Das Thema PageSpeed ist heute wichtiger denn je. Gerade mit den im kommenden Mai veröffentlichten Google Core Web Vitals spielen neue Ranking-Faktoren eine enorme Rolle. Aber auch bereits vorher solltest du deine Webseite in Sachen Geschwindigkeit sowie Bildoptimierung, Caching-Richtlinien, etc. optimiert haben. Allerdings sind diese Optimierungen eigentlich erst der zweite Schritt. Denn bei der Geschwindigkeit deiner Webseite steht und fällt alles mit der Wahl des Hosters. Und auch wenn du mit deinem aktuellen Hoster zufrieden bist, lohnt sich immer ein Blick über den Tellerrand hinaus. Warum wir uns für Raidboxes entschieden haben, erfährst du in unserem heutigen Artikel.

Der Ist-Zustand unserer Seite

Seit Anbeginn von Android User lief unsere Seite eigentlich immer auf einem vRoot-Server, den wir selbst administriert hatten. Anfangs setzten wir noch auf Apache als Webserver und später dann auf NGINX. Der Vorteil war, dass die volle Kontrolle über das komplette System in unseren Händen lag. Mit den Jahren wurde allerdings der Aufwand in Sachen Sicherheit und Wartung immer größer und Tatsache ist auch, dass wir nunmal keine Experten in Sachen Serverkonfiguration sind. Natürlich hatte alles immer passabel funktioniert. Jedoch haben wir jetzt mehr Energie uns vermehrt auf die eigentliche Webseite konzentrieren zu können, da wir Dinge wie Ausfallzeiten, Serverabsicherung und Servergeschwindigkeit auslagern konnten.

Warum Raidboxes?

Wir hatten einige Hoster verglichen und am Ende stellten wir fest, dass Raidboxes für unsere Bedürfnisse am Besten passt. Raidboxes konzentriert sich speziell nur auf WordPress-Webseiten. Sie nutzen dabei ebenfalls einen schnellen NGINX Webserver und haben ein eigenes Caching-System, weshalb du auf deiner Seite gar kein separates Caching-Plugin mehr benötigst. WP-Rocket haben wir dennoch installiert gelassen und nutzen hier alle Funktionen außer Caching.

Bei der Wahl des Hosters war uns ebenso wichtig, dass wir die Möglichkeit haben auf Kommandozeilen-Ebene zu arbeiten. Bei Raidboxes kannst du eigene Shell-Skripte laufen zu lassen und wp-cli ist für jede WordPress-Seite verfügbar. Mittels wp-cli kannst im Grunde viele Sachen machen, die du sonst im Dashboard erledigst, wie z.B. das aktivieren/deaktivieren von Plugins. Aber auch, was uns sehr wichtig ist, du kannst damit Thumbnails neu generieren, Datenbank-Backups selbst erstellen/wiederherstellen, oder das Plugin Media Cleaner über die Kommandozeile ausführen. Das ist nicht nur schneller, sondern spart auch Ressourcen.

Wir nutzen bei Raidboxes den Pro-Tarif. Allerdings bietet Raidboxes auch Tarife bereits ab 9 Euro im Monat an. Du hast selbst bei dem Mini-Tarif SSL inklusive und musst nicht auf täglich Backups verzichten. Und du hast bei den managed Hostings sogar die Möglichkeit für eine kurze Zeit auf den nächst höheren Tarif zu wechseln, solltest du in Kürze einen enormen Nutzeranstieg auf deiner Seite erwarten (z.B. durch eine Erwähnung im Fernsehen).

Wie lief der Umzug?

Der Umzug zu Raidboxes gestaltet sich mehr als einfach. Im Grunde brauchst du dich um nichts selbst kümmern. Du stellst einfach einen kostenlosen Umzugsantrag und richtest für den Raidboxes-Support ein Administrator-Konto auf deiner Seite ein. Das Team von Raidboxes zieht dann deine Seite um und du hast dann zwischen 4 und 14 Tage Zeit (je nach Tarif), dir deine Seite in einer Sandbox anzuschauen. D.h. du kannst deine Testseite bei Raidboxes unter einer temporären URL aufrufen und, wenn du möchtest, auch einen Passwortschutz davor setzen. Nach Ablauf dieser Zeit wird diese „Dev-Box“ wieder gelöscht. Du kannst sie aber auch verlängern lassen, oder du erstellst einfach einen neuen Umzugsauftrag.

Wenn du deine Tests abgeschlossen hast, kannst du deine Seite aktivieren. Ggf. musst du dann, falls deine Domain bei einem anderen Domain-Service liegt, dort die DNS-Einstellungen ändern bzw. die IP-Adresse von deiner Webseite bei Raidboxes eintragen.

Wie läuft das mit den Boxen?

Bei Raidboxes hast du die Möglichkeit verschiedene Boxen zu nutzen. Deine Webseite ist eine Box und du kannst (je nach Tarif) von deiner Box einen bzw. mehrere Klone erstellen. Diese sind dann als Dev-Boxen verfügbar und hier kannst du Sachen ausprobieren, ohne dass dies Auswirkungen auf die Hauptseite hat. Du kannst deine Dev-Box aber auch dafür nutzen, um z.B. den BrokenLinkChecker separat laufen zu lassen. Denn jede Box hat ihre eigenen Server-Ressourcen.

Oder aber du generierst deine Thumbnails mittels wp-cli auf der Dev-Box neu (z.B. bei einem Theme-Wechsel) und kopierst sie anschließend zu deiner Live-Box. Hier muss man allerdings den Umweg über den lokalen PC gehen, da die Boxen untereinander kein Zugriff haben.

Backups

Bei Raidboxes kannst du auf tägliche Backups zurückgreifen, und das bis zu 2 Wochen lang. Selbst umfangreiche Seiten mit vielen Bildern spielen dabei überhaupt keine Rolle, da die Backups inkrementel angelegt werden.

Staging

Das Thema Staging ist mehr als wichtig. Beim Staging erzeugst du quasi eine Kopie deiner Seite und nutzt diese als Sandbox. Hier kannst du alles Mögliche ausprobieren, ohne dass es Auswirkungen auf deine Hauptseite hat. Zum Beispiel kannst du Änderungen am Layout deiner Seite vornehmen und wenn du zufrieden bist, übernimmst du diese Änderungen einfach in die Live-Seite. Aber auch WordPress-Updates führen wir immer erst in der Staging-Umgebung durch. Falls hier etwas schief läuft können wir der Sache ohne Druck und Stress nachgehen und die Fehler beheben. Das Staging von Raidboxes ist ziemlich cool. Einzig eine Symlink-Funktion fehlt mir hier noch. Das ist zum Beispiel bei umfangreichen Webseiten mit vielen Bildern enorm hilfreich. Hier wird das Staging dann für die komplette Webseite außer dem Upload-Ordner erstellt; das Staging greift dann halt einfach auf die Bilder der Hauptseite zu. Was ich hier absolut empfehlen kann ist das WordPress-Plugin WP Staging. In der Pro-Version ist dann auch das Symlink-Feature enthalten.

Konfigurationsmöglichkeiten

Du kannst bei Raidboxes die wp-config.ini nicht direkt bearbeiten. Allerdings hast du im Dashboard von Raidboxes die Möglichkeit hier individuelle Einträge vorzunehmen. Möchtest du beispielsweise die Ninja-Firewall nutzen, trägst du die erforderlichen Parameter hier ein.

Aber auch die WebP-Unterstüzung aktivierst du hier, bestimmst NGINX Security-Header, kannst URL-Redirects verwalten, oder definierst eigene Caching-Regeln.

Sicherheit

Bei Raidboxes ist alles Relevante komplett abgeriegelt; das betrifft unter anderem auch das WordPress-Core. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass du die Ninja Firewall nicht mehr im FULL WAF Mode verwenden kannst. Allerdings ist das auch gar nicht mehr notwendig.

Auch das Ausführen der exec()-Funktion ist bei Raidboxes aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt, sodass du Plugins wie den EWWW Image Optimizer nur noch über die API nutzen kannst. Aber hier gibt es für alles Alternativen. Gerade was Bild-Optimierung angeht setzen wir Optimus ein.

Der Support von Raidboxes

Gerade für die Zeit des Umzugs, bis erstmal alles läuft, musste ich mich erst daran gewöhnen, dass man immer einen anderen Ansprechpartner bekommt, wenn man den Chat-Support verwendet. So rein vom Gefühl her fände ich es ganz gut, bei dem Umzug einer umfangreichen Webseite einen festen Ansprechpartner zu haben. Aber hey, das fällt bei dem tollen Support-Team von Raidboxes überhaupt nicht ins Gewicht. Im Grunde lief alles problemlos und jeder Support-Mitarbeiter konnte mir bei meinen Fragen weiterhelfen. Es gab nur ein Thema, welches ein bißchen Nachforschung bedurfte. Das hatte ich dann per E-Mail eingereicht und noch am selben Tag hatte der Support eine Lösung parat.

Ansonsten ist zu Geschäftszeiten immer jemand vom Support erreichbar und die Antwortzeit beträgt nur wenige Minuten. Du erreichst den Support von 8 bis 22 Uhr im Live-Chat und telefonisch von 10 bis 17 Uhr.

Weiterer Funktionsumfang

Wir wollen in diesem Artikel nicht auf alle Funktionen eingehen, die Raidboxes bietet. Diese kann man auch ganz gut auf deren Seite nachlesen :-) …allerdings wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass du auch deine Domain dort direkt hosten lassen kannst. Hier sind die gängisten Domain-Endungen verfügbar und auch kostenpflichtige E-Mail Postfächer sind vorhanden.

Fazit

Wir sind absolut glücklich mit unserer Entscheidung zu Raidboxes gewechselt zu haben und mittlerweile sind wir auch bereits mit anderen Projekten dorthin umgezogen. Neben dem klasse Support und der Geschwindigkeit der Webseite muss man auch die Magazin-Seite und das Help-Center hier noch einmal besonders hervorheben. Dort findest du zu allen gängigen Themen rund um WordPress, SiteSpeed, Optimierungen ausführliche Artikel und Anleitungen. Anfangs hatte ich mir ein wenig Gedanken wegen der Kosten gemacht, da unsere Webseite mit aktuell 33 GB nicht ganz klein ist. Allerdings ist es möglich Webseiten mit einer Größe von bis zu 100 GB in den Pro-Tarifen ohne Aufpreis laufen zu lassen.

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