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Profi-Tipp: Standard-Installationsverzeichnis über die Kommandozeile mit pm festlegen

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Wer ein Android-Gerät mit MicroSD-Karte oder einem bereits vorpartitionierten Flash-Speicher besitzt, kennt vielleicht das Problem, dass für bestimmte Apps nicht genügend Platz im Telefonspeicher vorhanden ist. Dieses Problem lässt sich elegant auf der Kommandozeile lösen, wenn man weiß, wie.

Wer einmal einen Blick ins Speicher-Menü seines Androiden wirft, sieht dort zwar sehr schön, wie viel Speicher vorhanden und wie viel Speicher noch frei ist. In den meisten Fällen kann man aber keinen Einfluss darauf nehmen, wohin das Android-System die Apps installiert. Ist der interne voll und Hauptspeicherort, lassen sich keine weiteren Apps mehr installieren, außer man greift zu Tricks wie Link2SD oder ähnlichen Lösungen. Einige Hersteller bieten deshalb bei Ihren ROMs in den Android-Einstellungen einen entsprechenden Menüpunkt an. Hier kann man dann festlegen, auf welchem Speicher die Apps landen. 

Nicht bei jedem Hersteller kann man wie hier beim Huawei Ascend Mate 7 den Standard-Speicherort auswählen.
Nicht bei jedem Hersteller kann man wie hier beim Huawei Ascend Mate 7 den Standard-Speicherort auswählen.

Doch was tun, wenn ein solcher Eintrag fehlt? Dann hilft ein Griff zur Kommandozeile. Einfach die passenden Treiber installieren (oder zu einem Linux-System greifen), sich ADB  auf den Rechner holen, die Entwickleroptionen freischalten und schon kann der Spaß beginnen. Mit adb shell landest du direkt auf dem Smartphone in der Kommandozeile. Dazu sind keine Rootrechte notwendig. Hier führst du dann die folgenden Befehl aus, um den aktuellen Speicherort zu ermitteln

pm get-install-location

Anschließend legst du mit pm set-install-location NUMMER den neuen Speicherort fest. Dabei steht 0 für Automatisch (empfohlen, falls noch nicht aktiv), 1 für den internen Speicher und 2 für die SD-Karte, zum Beispiel

pm set-install-location 0

Die Option 1 oder 2 auszuprobieren lohnt sich besonders dann, wenn keine SD-Karte im Gerät steckt und der interne Speicher bereits in Telefonspeicher und SD-Karte vorformatiert ist. Bei unseren Tests hat die Lösung bei einem von 5 Smartphones tatsächlich etwas gebracht, bei den anderen war entweder bereits auto voreingestellt oder das Gerät hatte nur einen einzigen Speicherbereich, sodass sich nichts ändern ließ. Die Änderung erfolgt dabei unabhängig von der grafischen Anzeige auf dem Smartphone. Einen Versuch ist die ganze Aktion in jedem Fall wert, allein schon deshalb, weil der Vorgang einen Profi nicht viel mehr als ein Lächeln kostet. Zudem verbergen sich hinter dem PM-Tool noch sehr viele coole Funktionen. Ruf‘ einfach mal pm ohne Parameter auf, um die komplette Liste zu erhalten…

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