3. August 2021
StartMagazinÖffentliches WLAN - Risiko und Risiko-Umgehung per VPN

Öffentliches WLAN – Risiko und Risiko-Umgehung per VPN

Ein öffentliches WLAN ist gerade in unseren Breitengraden sehr oft ein Segen. Denn die mobile Internetverbindung kommt in vielen Ecken oftmals nicht über ein Edge hinaus. Da ist es doch toll, wenn man sich schnell und einfach in ein öffentliches WLAN-Netz einwählen kann. Doch aus einem Segen kann auch ein Fluch werden, denn ein öffentliches WLAN-Netz bietet auch Risiken.

Risiken eines öffentlichen WLAN-Netzes

Viele Hotels, Restaurants, Flughäfen oder Einzelhändler bieten ihren Kunden den Zugriff auf ein öffentliches, kostenloses WLAN-Netzwerk. Gerade für Berufstätige, welche von unterwegs arbeiten müssen, sind diese Netzwerke Gold wert. Doch nicht nur ehrliche Nutzer finden Gefallen an den kostenlosen Netzwerken, auch unehrliche Gesellen versuchen immer wieder Daten abzugreifen. Denn um ein öffentliches Netzwerk zu nutzen beziehungsweise eine Verbindung dazu herzustellen, ist keinerlei Authentifizierung notwendig. Somit kann jeder, der sich in diesem Netzwerk befindet, einen Zugriff auf ungesicherte Geräte erhalten.

Als größtmögliche Sicherheitsbedrohung in einem öffentlichen WLAN können Hacker angesehen werden, welche sich zwischen dein Smartphone sowie den Zugriffspunkt schalten. Das bedeutet, alle Daten, welche du von deinem Endgerät sendest, werden nicht direkt an den Zugriffspunkt, sondern erst über das Gerät der Cyberdiebe geleitet.

Sollte es sich dabei um sensible Daten wie vertrauliche E-Mails, Kreditkarten-Daten oder sogar Zugangsdaten für deine Firma handeln, hat der Hacker Zugriff darauf. Mit diesen Informationen gelingt es ihm dann spielend leicht, auf dein System zuzugreifen und eventuell Bestellungen mit deinen Kreditkartendaten zu tätigen und vieles mehr.

Des Weiteren werden ungesicherte WLAN-Verbindungen auch für die Verbreitung von Malware genutzt. Während des Austausches von Dateien über ein Netzwerk ist es für kriminelle Gestalten ein Leichtes, Malware auf deinen PC zu bringen. Das kann sogar so weit gehen, dass der Zugriffspunkt selbst infiltriert wird. Du bekommst dann zum Beispiel während des Verbindungsaufbaus ein Pop-Up-Fenster angezeigt, welches dir ein Upgrade für eine Software anzeigt. Ein Klick auf dieses Fenster bringt bereits die Schadsoftware auf deinen PC.

Aber auch wenn Gefahren von der Nutzung eines öffentlichen WLAN-Netzwerks ausgehen, gibt es doch Möglichkeiten, um die Angriffslust der Cyberkriminellen zu unterbinden.

Verhaltensregeln bei der Nutzung eines öffentlichen WLAN-Netzwerkes

  • Wenn immer möglich solltest du zum Schutz deiner Daten verschlüsselte WLAN-Netzwerke nutzen
  • Solltest du ein unverschlüsseltes Netzwerk verwenden wird angeraten, bestimmte Webseiten, wie zum Beispiel soziale Netzwerke, Online-Banking-Seiten, Shopping-Portale (also überall dort, wo du sensible Daten wie Kontoinformationen eingibst) zu meiden.
  • Ist kein verschlüsseltes Netzwerk verfügbar, so sollte ein VPN (Virtual Private Network) genutzt werden. VPNs sind für jeden PC oder als App für dein Smartphone verfügbar.
  • Sofern du die Verbindung mit einem unverschlüsselten Netzwerk beendet hast, solltest du dieses aus der Liste der gespeicherten Netzwerke entfernen. Dazu rufst du die Einstellungen deines Smartphones auf und dort die Option Netzwerk & Internet -> WLAN -> Gespeicherte WLANs. Bei Windows oder MacOS findest du die Option in den Netzwerkeinstellungen.
  • Automatische Verbindungen verbieten: Sofern du dich einmal in eine WLAN eingewählt hast und dieses sich noch in den gespeicherten Netzwerken befindet, erfolgt sofort eine Verbindung, sobald du wieder in der Nähe des Netzwerks bist. Hier kannst du das automatische Verbinden verbieten, indem du angibst, dass eine Verbindung nur durch deine Zustimmung hergestellt wird. Du findest die Option in den WLAN-Einstellungen (Systemeinstellungen -> Netzwerk & Internet -> WLAN -> WLAN-Einstellungen.
  • Sofern es dein Standort zulässt solltest du statt eines öffentlichen WLANs auf die Hotspot & Tethering Einstellung deines Smartphones zurückgreifen. Mit dieser Einstellung kannst du über die mobilen Daten (sofern diese „schnell“ genug sind) einen eigenen Internetzugangspunkt über dein Smartphone erstellen/bereitstellen. Hier musst du dann natürlich noch die Kosten im Blick behalten.
  • Deaktivierung von Datei- und Verzeichnisfreigaben verhindert, dass das Gerät des Nutzers für andere sichtbar ist.
  • Wo immer möglich gehe über die Mobilfunkverbindung ins Internet und deaktiviere WiFi unterwegs, sobald du es nicht benötigst (zum Beispiel, wenn du an deinem PC an einem Dokument schreibst). Denn ein aktiviertes WiFi tauscht auch dann, wenn du selbst keine Verbindung mit dem Netzwerk hergestellt hast, Daten mit allen Netzwerken in der Umgebung aus. Durch dieses WLAN-Tracking kann mittels der zu- oder abnehmenden Signalstärke der einzelnen Endgeräte der Bewegungsablauf von Personen nachvollzogen werden, beziehungsweise eine Ortung erfolgen.

Nutzung eines VPN

Durch das Nutzen eines VPN (Virtual Private Network) erfolgt die Datenübertragung zwischen Endgerät und Zugangspunkt über einen verschlüsselten Tunnel. Somit wird das Abfangen der Daten durch Dritte verhindert. Ein VPN wird von zahlreichen Anbietern (zum Beispiel NordVPN) als App oder auch als Programm für deinen PC angeboten. Die Nutzung ist hierbei aber nicht kostenlos. Du musst einen Zugang erwerben beziehungsweise ein Abonnement für die Software abschließen. Anschließend kann zusätzlich zum PC Programm auch die App des Anbieters mit denselben Zugangsdaten genutzt werden, sodass du auch unterwegs einen schnellen Zugriff auf ein VPN-Netzwerk hast.

Mit einem VPN erfolgt die Sicherheit durch Verschlüsselung. Die Daten werden vor der Übertragung über die VPN Software verschlüsselt. Durch das Verschlüsseln ist das Mitlesen von E-Mails und anderen Daten durch Dritte so gut wie unmöglich. Das Hauptaugenmerk bei der Nutzung eines VPN liegt jedoch auf dem Tunneln des Datenverkehrs. Denn deine Daten werden ab dem Versenden bis hin zum Endziel durch einen von außen unangreifbaren Tunnel übertragen.

NordVPN Tunnel | Android-User.de

Dieser Tunnel wird erstellt, indem du deinen Client zuerst mit einem VPN-Server authentifizierst. Der Server wendet dann ein Verschlüsselungsprotokoll auf alle Daten an, die du sendest und empfängst.

Um den Schutz jedes einzelnen Datenpakets sicherzustellen, wird es vom VPN in ein äußeres Paket eingewickelt. Dieses wird dann mittels Datenkapselung verschlüsselt. So schützt es die Daten während der Übertragung und bildet das Kernelement des VPN-Tunnels. Wenn die Daten auf dem Server ankommen, wird das äußere Paket mit einem Entschlüsselungsprozess entfernt. Die verschiedenen Verschlüsselungsprotokolle haben wir hier schon einmal beschrieben.

Durch die Nutzung von NordVPN hast du Zugriff auf Funktionen wie sicheres Internet, eine ultraschnelle Verbindung, keine Logfiles, sicheres Streaming, Privatsphäre immer und überall, VPN Server auf der ganzen Welt, VPN auf mehreren Geräten gleichzeitig, verschleierte Server, Datenschutz mit Kill Switch, Split Tunneling, dedizierte und maskierte IP-Adresse, Daten versenden mittels P2P Server sowie doppelter Schutz durch zweifach geänderte IP-Adresse. Des Weiteren ist über Onion Over VPN eine kombinierte Nutzung mit dem Tor Browser möglich. Ebenfalls wird Malware blockiert und die Bedienung ist denkbar einfach – mit einem Klick ist die Verbindung zum beliebigen Server weltweit hergestellt. NordVPN bietet zudem eine Chrome- und Firefox-Erweiterung. Mit einem VPN hast du einen weltweiten Zugriff auf Streaming-Webseiten, einen 24 Stunden Support und Sicherheit einfach immer und überall. Und wenn es mal Probleme gibt, ist der Kunden-Support rund um die Uhr erreichbar. 

Fazit

Das öffentliche WLAN ist eine tolle Sache in Zeiten schlechter Netzabdeckung, wie sie hier in Deutschland doch sehr großflächig zu finden ist. Allerdings birgt ein öffentliches WLAN auch immer Gefahren, welche aber zum Beispiel durch ein paar Verhaltensregeln sowie die Nutzung eines VPN auf deinem PC oder auch deinem Smartphone minimiert werden können. Die Nutzung eines VPN ist dabei denkbar einfach und kann auch von Laien erfolgen, da nach dem Download der Software und der App ein VPN meist mit nur einem Klick aufgebaut wird.

NordVPN kannst du als App über den nachfolgenden QR-Code herunterladen.

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