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Nvidia Shield mit Android 4.3 und auf Deutsch im Test

Die erste Android-basierte Spielekonsole von Nvidia ist eine Kombination aus Tablet und Game-Controller. Nvidia nennt das Gerät schlicht Shield. Wir durften es als erste Redaktion in Deutschland vor dem offiziellen Launch testen.

Das Android-4.3-Gerät verfügt über ein 5 Zoll großes 720p-Touch-Display, das aber beim Verbinden mit einem Fernseher oder Display über HDMI oder Miracast, Videos sowie auch bestimmte Spiele, in einer Auflösung von bis zu 4K abspielen kann. Mit dem von Nvidia entwickelten Quad-Core-Prozessor Tegra 4 läuft das System sehr schnell und flüssig und lässt jedes Shield kompatible Game einwandfrei spielen. Android-Spiele wie Dead Trigger 2, die extra dafür angepasst wurden, demonstrieren dies durch eine sehr hochauflösende und flüssige Grafik, sowie eine problemlose Steuerung. Im Vergleich dazu ist Dead Trigger 2 zum Beispiel auf einem Tablet mit Tegra 3 oder einem beliebigen Smartphone beim Zielen nicht so präzise und bietet auch nicht die Auflösung und Detailgenauigkeit wie auf Shield.





Die beeindruckende Grafik von „Dead Trigger 2“ auf dem Shield.





Im Vergleich: „Dead Trigger 2“ auf dem Nexus 7

Viele Spiele, aber nicht alle angepasst

Für diesen Test schauten wir uns auch Asphalt 8, Sonic 4 EP II THD, Trial Xtreme 3, Riptide GP2, Angrybirds, Real Racing und FIFA 14 an. Sonic hat ebenfalls eine sehr gute Grafik und lässt sich leicht spielen. Bei Asphalt 8 und Riptide GP2 verläuft das Spiel reibungslos, die Grafik des Gameloft-Rennspiels ist aber eher mäßig und nicht wirklich besser als bei anderen Androiden (und weit entfernt von der Detailgenauigkeit von Dead Trigger 2). Riptide GP2 hält hingegen gut mit. Reaper ist anfangs evtl. für Neulinge, von der Bedienung der Knöpfe her etwas kompliziert, sodass sich die Knöpfe zu Beginn des öfteren verwechseln lassen. Aus Erfahrung können wir Ihnen mitteilen, dass Sie mit etwas Einspielung sich daran gewöhnen und sich automatisch die jeweilige Funktion der Tasten merken. Bei Reaper fiel uns auch auf, dass die Audioqualität von Shield exzellent ist. Im direkten Vergleich zum Nexus 7 (2012) mit Tegra 3 war es durch den Sound fast so, als ob wir ein anderes Spiel spielen würden.

Im Fall von Reaper gehen die Anpassungen besonders weit. Sie erhalten auch innerhalb des Spiels Hilfe.
Im Fall von Reaper gehen die Anpassungen besonders weit. Sie erhalten auch innerhalb des Spiels Hilfe.

Leider sind derzeitig nicht alle Spiele komplett mit dem Controller spielbar, wie zum Beispiel Real Racing, Angry Birds, Trial Xtreme 3 oder FIFA 14, obwohl bei FIFA 14 das eigentlich perfekt mit dem Controller übereinstimmen würde. Das bedeutet aber nicht, dass man die Spiele nicht spielen könnte, denn man kann ja jederzeit den Touchscreen benutzen oder den virtuellen Mauszeiger einschalten.

Deutschlandstart bald 

Shield kommt definitiv nach Europa und wir rechnen sogar damit, dass es noch zum Weihnachtsgeschäft klappt. Allerdings ist der Direktverkauf für Nvidia "Neuland", deshalb wollte man zunächst in den USA Erfahrungen sammeln. Die Shield Webseite gibt den Status weiterhin als Bald verfügbar an.

Vor- und Nachteile

Das was das Shield so einzigartig macht, ist das Streaming-Feature: Shield unterstützt das Streamen jeder Art von Spielen vom PC zu Shield, aber auch von Shield via Miracast auf ein TV-Gerät (solange Sie zu Hause sind bzw. das gleiche WLAN benutzen. So haben Sie z.B. die Möglichkeit exklusive Spiele wie "Blacklight Retribution" (momentan nur auf dem PC spielbar), auf Ihrem Shield zu spielen, unabhängig davon, wo sich der (meist laute) Gamer-PC befindet. Mangels eines passenden Windows-PCs in der Medialinx-Redaktion (wir arbeiten mit Linux), konnten wir das Streaming vom Windows-PC aus nicht testen. Wir ließen uns das Feature aber bereits auf dem Mobile World Congress anfang Jahr zeigen und es hat bereits damals problemlos funktioniert.





Hier sehen Sie das Streamen von PC-Spielen auf das Shield.

Auffallend ist der sehr Xbox-360 ähnelnde Controller, der im Shield eingebaut wurde. Anfangs schien es noch so, dass der Controller gut in Hand liege, doch nach längerem testen und dem Gewicht von 579g, wurde es anstrengend und unangenehm zu halten. Im Vergleich dazu lässt es sich mit dem Xbox-360- oder PS3-Controller stundenlang spielen. Das silberne Schild auf der Vorderseite ist magnetisch verbunden mit der Konsole. Nvidia wird hier vermutlich weitere Farbvariationen zur Individualisierung verkaufen.

Die Knöpfe sowie auch die Belegung sind mit dem Xbox-Controller sogut wie identisch.
Die Knöpfe sowie auch die Belegung sind mit dem Xbox-Controller sogut wie identisch.

 

Auch die Analog Sticks wurden dem Xbox-360-Controller nachempfunden.
Auch die Analog Sticks wurden dem Xbox-360-Controller nachempfunden.

Fazit

Eignet sich Shield als Ersatz für eine Playstation oder die XBox 360? Vom Gamefeeling her kann Shield auf alle Fälle mit der Playstation 3 oder der Xbox 360 mithalten. Auch die Grafik ist je nach Spiel mindestens gleich gut. Doch wie es mit den Next-Gen-Konsolen sein wird, ist abzuwarten, zudem gibt es viele Spiele nur für den PC, die Playstation und die Xbox, aber nicht für Tegra-Geräte. Diese lassen sich dann nur via Streaming auf dem Shield spielen. Hier könnte der Tegra 5 Nvidia zum Durchbruch verhelfen. Erste Geräte damit erwarten wir aber nicht vor Mitte 2014.

Shield soll noch im Dezember das Update auf Android 4.4 "KitKat" erhalten. Nvidia zeigt mit den schnellen Updates, dass man sich als Hersteller lange und aktiv um die Shield-Geräte und das neue Tegra-Note-Tablet kümmert.

Zur Shield-Homepage

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