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Notizen und Dateien per PushBullet austauschen

© Google Play

Sie wollen noch schnell ein PDF vom PC aufs Handy kopieren, eine Notiz am PC schreiben und auf das Handy schieben oder eine To-do-Liste erstellen? Dazu sind normalerweise drei verschiedene Tools nötig. Mit der praktischen App PushBullet genügt ein einziges.

Wie übertragen Sie kurze Notizen, Adressen, Dateien, To-do-Listen oder Links zum späteren Nachlesen vom PC-Desktop auf Ihr Handy oder Tablet? Per Mail, Chat oder Dropbox? All diese Wege erfordern mehr als nur ein paar Klicks. Mit PushBullet schießen Sie all diese Infos direkt vom PC-Desktop auf Ihr Handy – und inzwischen auch von Handy zu Handy oder aufs Tablet.

PushBullet für das Handy

PushBullet setzt sich aus einem Onlinedienst, einer Erweiterung für den PC-Browser und der entsprechenden Handy-App zusammen. Zum Start installieren Sie die PushBullet-App [1] auf Ihrem Android-Gerät und loggen sich über Ihren Google-Account ein. Danach können Sie sich auch bei pushbullet.com [2] auf Ihrem PC einloggen.

Abbildung 1: Die frisch installierte PushBullet-App verknüpft sich mit Ihrem Google-Account.
Abbildung 1: Die frisch installierte PushBullet-App verknüpft sich mit Ihrem Google-Account.

Abbildung 2: Die Übersicht zeigt Ihnen alle bisher auf diesem Gerät empfangenen Bullets an.
Abbildung 2: Die Übersicht zeigt Ihnen alle bisher auf diesem Gerät empfangenen Bullets an.

Von der Webseite schießen Sie via Push to this decive kurze Notizen oder Adressen, Links und Dateien bis zu einer Größe von 25 MByte auf Ihr Handy. Nutzen Sie mehr als nur ein Android-Gerät, wählen Sie einfach das entsprechende aus der Liste aus. Alle mit Ihrem Google-Account verknüpften Geräte, auf denen Sie die PushBullet-App installiert haben, tauchen darin automatisch auf.

Add-ons für Chrome und Firefox

Noch leichter geht das Verschicken der Notizschnipsel vom PC-Desktop, wenn Sie die von PushBullet angebotenen Erweiterungen für Chrome/Chromium [3] und Firefox [4] nutzen. Sind die Browser-Add-ons installiert, tippen Sie einfach noch auf das PushBullet-Icon in der Browserzeile, um eine Notiz oder einen Link zu versenden.

Haben Sie bereits Text auf einer Webseite markiert, übernimmt die PushBullet-Erweiterung diesen automatisch als Notiz. Der zu verschickende Link wird ebenfalls immer mit der aktuellen Webseite im Browser abgeglichen. PushBullet fügt sich zudem ins Kontextmenü des Browsers ein. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf einen Link oder markierten Text klicken, können Sie diesen direkt via PushBullet weiterreichen.

Abbildung 3: Über das Web-Frontend pushen Sie Bullets vom PC auf Ihre mobilen Geräte.
Abbildung 3: Über das Web-Frontend pushen Sie Bullets vom PC auf Ihre mobilen Geräte.

Abbildung 4: Browser-Add-ons für Chrome und Firefox erleichtern das Versenden von Bullets.
Abbildung 4: Browser-Add-ons für Chrome und Firefox erleichtern das Versenden von Bullets.

Aus der Weboberfläche heraus geben Sie zudem über Share das Gerät als Empfänger für PushBullets anderer User frei. Dazu tragen Sie einfach nur die Gmail-Adresse ein, den Rest übernimmt PushBullet. Möchten Sie ein freigegebenes Gerät in Zukunft nicht mehr teilen, klicken Sie rechts oben auf Ihren Account und entfernen die Freigabe unter dem Punkt Manage Shares.

Von Handy zu Handy

Recht neu bei PushBullet ist die Funktion, Bullets von einem Androiden zum nächsten zu senden – mit dem selben Account oder einem entsprechend freigegebenen Handy. Wählen Sie dazu unter dem To-Feld das Gerät aus, das die Nachricht empfangen soll.

Abbildung 5: Seit kurzem können Sie mit PushBullet auch "Bullets" von Handy zu Handy verschicken.
Abbildung 5: Seit kurzem können Sie mit PushBullet auch "Bullets" von Handy zu Handy verschicken.

Abbildung 6: Auch To-do- oder Aufgabenlisten lassen sich mit PushBullet bequem mit dem Handy managen.
Abbildung 6: Auch To-do- oder Aufgabenlisten lassen sich mit PushBullet bequem mit dem Handy managen.

PushBullet fügt sich auch in das Teilen-Menü von Android ein. Möchten Sie etwa ein Bild aus Ihrer Galerie vom Handy aufs Tablet schicken, suchen Sie einfach Push This aus dem "Senden"- beziehungsweise "Teilen"-Menü aus. Genauso funktioniert dies auch mit Adressen und allem anderen, das sich teilen lässt.

Fazit

Notizen und To-do-Listen ließen sich natürlich auch mit Google Keep managen, doch zum Empfangen einer Datei müssten Sie wieder auf Mails zurückgreifen oder den Umweg über einen Cloudspeicher wie Google Drive oder Dropbox gehen.

Die Stärke von PushBullet liegt daher darin, verschiedene Funktionen zu vereinen. Auch das Versenden von Bullets an Freunde und Bekannte über freigegebene Handys ist eine praktische Sache, wenn man öfter mal kleine Infoschnipsel austauschen möchte.

Entwicklern bietet PushBullet über eine öffentliche API [5] die Möglichkeit, direkt mit dem Dienst zu agieren. So lassen sich etwa eigene Benachrichtigungen von Webdiensten oder Programmen auf Android-Handys oder -Tablets schicken. Bereits fertige Libraries finden sich für Node.js [6], PHP [7] oder Python [8] als Open-Source-Projekte im Netz. Für Windows-User gibt es zudem eine inoffizielle Desktop-Anwendung [9], mit der sich PushBullet-Nachrichten sogar ganz ohne einen Browser versenden lassen.


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