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Notizen für Android und den Desktop

© Google Play Store

Ob Einkaufsliste, To-Dos, Sprachnotizen, Bilder oder einfache kleine Merkzettel. In Googles neuer Notizbuch-App Keep speichern Sie alles ab, was Sie im Kopf ? oder im Handy ? behalten möchten.

Google deckt mit seinen Apps auf Android fast alle wichtigen Anwendungsbereiche ab. Für E-Mail, Suche, Browser, Kalender oder Musik liefert Google entsprechende Apps mit. Zwei nicht gerade unübliche Anwendungen hat Google bislang jedoch lange komplett ignoriert: Notizen und To-dos. Zumindest bei den Notizen sorgte Google mit Keep für Abhilfe.

Notizzettel für einfach alles

Keep [1] möchte nicht nur ein einfacher Notizzettel für kurze Texte sein, davon gäbe es im Play Store genügend Alternativen. Ob reine Text-Notizen, Bilder, Sprachaufnahmen oder einfache Listen zum Abhaken, in Keep findet so gut wie alles ein Plätzchen.

Abbildung 1: Keep speichert Texte, Bilder, Spracheingaben oder Liste als kleine Notizzettel.
Abbildung 1: Keep speichert Texte, Bilder, Spracheingaben oder Liste als kleine Notizzettel.

Abbildung 2: Über die Sidebar wechseln Sie zwischen den aktuellen und archivierten Notizen.
Abbildung 2: Über die Sidebar wechseln Sie zwischen den aktuellen und archivierten Notizen.

Besonders praktisch: Sprechen Sie Ihre Notizen einfach ein! Die Spracherkennung wandelt die Eingabe automatisch in Text um, so dass Sie auch solche Sprachnotizen über die Suchfunktion wieder entdecken können. Ihr Gesprochenes wird dabei als Attachment mit an die Notiz gehängt und bleibt so auch für später archiviert.

Integration in Google Drive

Keep arbeitet eng mit Googles Cloud-Speicherdienst Drive [2] zusammen. Ihre Notizen liegen daher nicht nur lokal auf dem Handy, sondern werden automatisch über Drive auf alle unter Ihrem Google-Konto angemeldeten Androiden synchronisiert. Das Tablet oder ein Zweit-Handy sind so immer auf dem aktuellen Stand.

Abbildung 3: Die einzelnen Zettel färben Sie unterschiedlich ein um einen Überblick zu gewinnen.
Abbildung 3: Die einzelnen Zettel färben Sie unterschiedlich ein um einen Überblick zu gewinnen.

Abbildung 4: Wenn es ganz schnell gehen soll, dann erstellen Sie Notizen über die Spracheingabe.
Abbildung 4: Wenn es ganz schnell gehen soll, dann erstellen Sie Notizen über die Spracheingabe.

Zudem können Sie über Ihren Browser und die Webseite http://drive.google.com/keep [3] auch direkt von Ihrem PC aus Ihre Notizen einsehen, bearbeiten und auch gleich neue Zettelchen erstellen. Durch den Datenabgleich landen die Änderungen auch wieder automatisch auf Ihrem Androiden.

Abbildung 5: Ihre Keep-Notizen bearbeiten Sie über das Web-Frontend ganz bequem am Desktop-PC.
Abbildung 5: Ihre Keep-Notizen bearbeiten Sie über das Web-Frontend ganz bequem am Desktop-PC.

Sortieren und Farben

Die einzelnen Notizen ordnen Sie per Drag&Drop in der App beliebig an oder weisen Ihnen über die Farbpalette in der Menüleiste unterschiedliche Farben zu. Damit sortieren Sie die wichtigsten Einträge oben in der Liste ein oder markieren ganz wichtige To-Dos in knalligem Rot, das sich nur schwer übersehen lässt. Diese Sortierung und Farbgebung findet sich auch im Web-Frontend von Keep wieder.

Abbildung 6: Sortieren Sie Ihre Notizen per Drag&Drop, die wichtigsten finden Sie so schnell wieder.
Abbildung 6: Sortieren Sie Ihre Notizen per Drag&Drop, die wichtigsten finden Sie so schnell wieder.

Brauchen Sie eine Notiz nicht mehr, dann wischen Sie sie ganz einfach nach rechts oder links über den Rand. Der so ins Archiv geschobene Notizzettel ist jedoch noch nicht ganz aus der Welt, Sie finden ihn über das Archiv, wenn Sie in Keep ganz nach unten scrollen. Hier lässt sich der Zettel dann auch komplett löschen.

Erinnerungen einrichten

Manche Notizen sind zu bestimmten Zeiten oder auch Orten besonders interessant, Keep erinnert Sie auf Wunsch. Bearbeiten Sie eine Notiz, können Sie über Erinnern für eine bestimmte Uhrzeit oder für bestimmte Zeiträume – etwa "Morgen früh" – einen Alarm setzen. Zudem lassen sich auch Erinnerungen für bestimmte Orte festgelegen. Fangen Sie mit dem Tippen an, schlägt Google Plätze in der Nähe vor.

Abbildung 7: Richten Sie in Google Keep Erinnerungen angand von Zeiten oder Standorten ein.
Abbildung 7: Richten Sie in Google Keep Erinnerungen angand von Zeiten oder Standorten ein.

Haben Sie also eine Erinnerung und eine Notiz für einen bestimmten Ort eingerichtet, schlägt Google Keep Alarm, sobald Sie sich in der Nähe aufhalten. Haben Sie also eine Einkaufliste und vergessen ein ums andere Mal, auch wirklich in den Supermarkt zu gehen, wird das ab sofort nicht mehr so leicht passieren.

Notiz per Sprachkommando

Wie bereits angesprochen wandelt Keep per Sprache eingegebene Nachrichten automatisch in Text um. Sie haben aber sogar die Möglichkeit Notizen per Sprachbefehl zu erzeugen, ohne groß in der Keep-App herumklicken zu müssen. Ein Tipp auf das Mikro-Symbol in der Google-Leiste des Homescreens reicht.

Abbildung 8: Beginnen Sie ein Sprachkommando mit "Notiz" legt Android automatisch eine Keep-Notiz an.
Abbildung 8: Beginnen Sie ein Sprachkommando mit "Notiz" legt Android automatisch eine Keep-Notiz an.

Tippen Sie einfach im Google-Suchfeld rechts auf das Mikrofon oder rufen innerhalb von Google Now die Spracheingabe auf. Beginnen Sie dann Ihr Sprachkommendo mit dem Wort "Notiz", gefolgt vom Inhalt Ihrer Sprachnotiz. Anschließend verschicken Sie Ihre Notiz entweder per E-Mail oder übernehmen sie in Keep.

Widgets für Home- und Lockscreen

Das Erstellen von Notizen geht natürlich direkt aus der App heraus, aber Ihnen stehen auch Widgets für den Home- wie auch den Lockscreen zur Verfügung. Das kleine Widget dient lediglich zum Erstellen von Notizen, das Große zeigt auch gleich die oben einsortierten Zettelchen an.

Abbildung 9: Die Keep-App bringt auch gleich Widgets für den Home- und den Lockscreen mit.
Abbildung 9: Die Keep-App bringt auch gleich Widgets für den Home- und den Lockscreen mit.

Mit Android 4.2 hat auch der Lockscreen Widgets spendiert bekommen, sollte Ihr Androide schon über so eine neue Version verfügen, dann können Sie auch direkt über den Sperrbildschirm Notizen anlegen, ohne das Handy entsperren zu müssen. Im Zusammenspiel mit den Sprachnotizen und der Spracherkennung wird so aus Ihrem Androiden der perfekte Memo-Rekorder.

Keep braucht mindestens Android 4.0

Keep installieren Sie wie auch die anderen Google-Apps kostenlos über den Play Store. Allerdings braucht die neue Google-Keep-App mindestens ein System mit Android 4.0.3. Ältere Androiden mit Version 2.x bleibt die Installation des Google-Notizzettels verwehrt. Auch manch eine weiterführende Funktion fehlt noch: An Notizen lässt sich zum Beispiel nicht gemeinsam arbeiten, um so mit mehreren Android Usern eine Aufgabenliste abzuarbeiten.


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