Kategorie:

NiPoGi Hyper H2 Mini PC im Test: Wie viel Power steckt im 14. Gen Mini-PC?

Kompakte Desktop-Rechner gibt es viele, doch der NiPoGi Hyper H2 fällt durch eine Besonderheit auf: Er nutzt den Intel Core i5-14450HX. Das ist ein Prozessor der 14. Generation, der eigentlich für leistungsstarke Laptops konzipiert wurde. Aber kann ein so kleines Gehäuse diese Leistung überhaupt abrufen, ohne zu überhitzen oder extrem laut zu werden? In diesem Bericht schauen wir uns die Fakten an. Wir prüfen, wie sich die Kombination aus 10 Kernen und den in unserer Testkonfiguration verbauten 32 GB RAM im Alltag schlägt und ob das Konzept eines High-Performance-Prozessors im Mini-Format aufgeht.

NiPoGi H2 Beitragsbild
Das Wichtigste in Kürze
  • Kompaktes Kraftpaket: Der Intel Core i5-14450HX bietet eine für diese Preisklasse hohe Multi-Core-Leistung für Multitasking und CPU-intensive Anwendungen.
  • Wartungsfreundliches Design: Über eine einzelne Schraube an der Front gelangst du zur Verriegelung, um den Deckel abzunehmen. Das Innenleben ist modular und für Upgrades leicht zugänglich.
  • Upgrade-Optionen: Zwei Slots für DDR4-3200 RAM (leider kein DDR5) und ein freier zweiter M.2-Steckplatz erlauben dir eine einfache Erweiterung von Arbeitsspeicher und Kapazität.
  • Performance: Starke CPU-Leistung, aber nahezu keine Grafikleistung. Für Gaming ist das Gerät ungeeignet, glänzt dafür aber als effizientes Arbeitstier im Office- oder Server-Einsatz.

Technische Daten

Hersteller
NiPoGi

Modell
H2

Prozessor (CPU)
Intel Core i5-14450HX (10 Kerne / 16 Threads, bis 4,80 GHz)

Arbeitsspeicher (RAM)
2×16 GB DDR4 (erweiterbar auf 64 GB)

Grafik (GPU)
Intel UHD Graphics (integriert – unterstützt bis zu 4K @ 60Hz)

Festplatte (SSD)
1 TB M.2 NVMe SSD (PCIe 4.0)

Netzwerk
  • 1x 2.5G LAN
  • WiFi 6
  • Bluetooth 5.2

USB-Anschlüsse
  • 2x USB 3.2 Gen 2 Typ-A auf Frontseite
  • 4x USB 3.2 Gen 1 Typ-A auf der Rückseite
  • 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C auf der Frontseite (10 Gbit/s, ohne PCIe-Support)

Audio
1x 3,5-mm-Klinkenanschluss

Display-Ports
  • 1x DisplayPort
  • 1x HDMI 2.0

Betriebssystem
Windows 11 Pro vorinstalliert

11,9 x 11,9 x 3,6 cm

Anschlüsse und Design

Das Gehäuse des NiPoGi H2 ist schlicht und auf Funktionalität ausgelegt. Durch die kompakten Maße beansprucht der Rechner kaum Stellfläche auf dem Schreibtisch. Dank der mitgelieferten VESA-Halterung kann er bei Bedarf auch platzsparend hinter einem Monitor verschwinden.

Auf der Rückseite stehen dir 4x USB 3.2 Gen 1 Typ-A zur Verfügung sowie einen 2.5 Gigabit LAN, ein DisplayPort-Anschluss und einen HDMI 2.0 Port.

Auf der Frontseite befinden sich neben dem Power-Button zwei USB 3.2 Typ-A Anschlüsse, ein USB-C-Port sowie ein 3,5-mm-Klinkenanschluss. Ein interessantes Detail: Während Analyse-Tools wie HWiNFO den USB-C-Controller als fähig für 20 Gbit/s (Gen 2×2) ausweisen, ist der Port physisch auf 10 Gbit/s limitiert. In der Praxis stehen also maximal 10 Gbit/s für Datentransfers zur Verfügung.

Die Bildausgabe auf einem Monitor über USB-C funktioniert einwandfrei. Da dieser spezifische Controller jedoch kein PCIe-Tunneling unterstützt, können keine externen Grafikkarten (eGPUs) betrieben werden..

Einrichtung und Nutzung

Die erste Inbetriebnahme ist simpel gehalten. Da Windows 11 Pro bereits vorinstalliert ist, führt der Rechner dich nach dem ersten Einschalten durch die Standard-Konfiguration. Dank der schnellen NVMe-SSD dauert der Bootvorgang nur wenige Sekunden.

Ist die Einrichtung beendet, werden initial erst einmal sämtliche Windows-Updates sowie Sicherheitsupdates heruntergeladen und installiert. Anschließend ist das System einsatzbereit. Besonders positiv fällt auf, dass NiPoGi auf unnötige Bloatware (vorinstallierte Werbesoftware) verzichtet.

Prozessor & Grafik

Im Inneren des NiPoGi H2 arbeitet ein Intel Core i5-14450HX. Das „HX“ im Namen ist hier entscheidend: Es handelt sich nicht um einen der üblichen stromsparenden Prozessoren, sondern um einen Chip, der ursprünglich für leistungsstarke Notebooks konzipiert wurde. Mit 10 Kernen, 16 Threads und einer Taktrate von bis zu 4,80 GHz bietet dieser Prozessor eine Rechenleistung, die für reine Büroarbeiten fast schon überdimensioniert ist.

Seine Stärken spielt er beim Multitasking und im Server-Betrieb (z. B. Virtualisierung via Proxmox) voll aus. Doch während die reine Rechenkraft beeindruckt, sollte man sich bei der Grafik-Leistung keinen Illusionen hingeben. Da das Gerät keine eigene Grafikkarte besitzt, wird die Bildausgabe von der im Prozessor integrierten Grafikeinheit (iGPU) übernommen.

Selbst wenn du den Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus betreibst, reicht die Power für moderne Spiele oder aufwendigen Videoschnitt schlichtweg nicht aus. Der NiPoGi H2 ist ein Spezialist für Netzwerkaufgaben, Office und 4K-Streaming. Falls du eine Gaming-Maschine suchst, bist du hier falsch – wenn du aber einen wartungsfreundlichen und extrem anschlussfreudigen Mini-PC als Arbeitstier suchst, liegst du hier genau richtig.

Arbeitsspeicher

Im NiPoGi Hyper H2 Mini PC sind 2×16 GB DDR4-3200 RAM verbaut. Auch wenn der Intel-Prozessor der 14. Generation technisch bereits DDR5 unterstützen könnte, ist das Mainboard des NiPoGi H2 fest auf den DDR4-Standard ausgelegt. Dadurch nutzt du zwar nicht die aktuellste Speichertechnik, profitierst aber beim Aufrüsten des Arbeitsspeichers von deutlich attraktiveren Preisen.

Leistung und Performance

Um die Leistung objektiv einzuordnen, haben wir den Mini-PC durch gängige Benchmarks geschickt:

CrystalDiskMark

Die im Testgerät verbaute Huawei eKitStor Xtreme 200E (NVMe PCIe Gen4) nutzt die Bandbreite der PCIe 4.0-Schnittstelle. Die Messergebnisse zeigen, dass die SSD keine Verzögerungen im Systemfluss verursacht und die Leistung des i5-Prozessors beim Datentransfer unterstützt.

Benchmark-Ergebnisse von CrystalDiskMark

Die Benchmark-Ergebnisse im Überblick:

  • Sequenzielles Lesen (SEQ1M Q8T1): Das Laufwerk erreicht 7.136 MB/s. Dies führt zu kurzen Ladezeiten beim Systemstart und beim Öffnen großer Programme.
  • Sequenzielles Schreiben (SEQ1M Q8T1): Beim Schreiben werden 6.349 MB/s erzielt, was den schnellen Transfer großer Dateien ermöglicht.
  • Zufällige Zugriffe (RND4K Q32T16): Mit 3.779 MB/s lesend und 3.217 MB/s schreibend zeigt die SSD eine stabile Performance bei vielen gleichzeitigen kleinen Dateizugriffen.
  • 4K-Einzelzugriff (RND4K Q1T1): Ein Lesewert von 78,35 MB/s bei kleinsten Datenblöcken ist ein solider Standardwert für den täglichen Zugriff auf Systemdateien.

Die SSD ist somit leistungsstark genug, um auch bei anspruchsvollen Workloads nicht zum Flaschenhals des Systems zu werden.

PCMark10

Um die Leistung in typischen Anwendungsszenarien zu messen, wurde der PCMark 10 Benchmark eingesetzt. Das Gesamtergebnis von 5.328 Punkten unterstreicht die Eignung des Systems für produktives Arbeiten, wobei die Stärken besonders in den Bereichen Basis-Anwendungen und Büroproduktivität liegen.

NiPoGi Benchmark PCMark10

Die Ergebnisse im Detail:

  • Essentials (10.546 Punkte): Bei Standardaufgaben wie dem Starten von Apps und Webbrowsing überzeugt das System. Dank der schnellen CPU und SSD öffnen sich Programme wie Chromium oder Firefox in unter einer Sekunde.
  • Produktivität (7.726 Punkte): Auch bei Büroarbeiten und komplexen Tabellenkalkulationen bietet der i5-Prozessor reichlich Reserven für flüssiges Arbeiten.
  • Digital Content Creation (5.039 Punkte): Hier zeigen sich die Grenzen der Hardware. Während die reine Foto- und Videobearbeitung von den vielen CPU-Kernen profitiert, bricht die Leistung beim Rendering und der Visualisierung (4.126 Punkte) deutlich ein. Im Schnitt werden hier nur etwa 24 FPS erreicht.

Zusammenfassend bestätigen die Messergebnisse, dass der NiPoGi H2 ein performantes System für Office-Workflows und Multitasking ist, seine Grenzen jedoch erreicht, sobald die integrierte Grafikeinheit bei komplexen 3D-Aufgaben gefordert wird.

Cinebench 2026

Um die Leistungsfähigkeit der 10 Kerne des Intel Core i5-14450HX isoliert zu betrachten, wurde der Cinebench 2026 Benchmark durchgeführt. Die Ergebnisse spiegeln die Architektur aus 6 Performance- und 4 Efficient-Kernen wider.

Die Werte im Detail:

  • CPU (Multiple Threads): Mit 2.751 Punkten zeigt der Prozessor seine Stärke bei parallelisierten Aufgaben. Das prädestiniert das System für Workloads wie Virtualisierung oder das Kompilieren von Software.
  • CPU (Single Core): Im Einzelkern-Test erreicht das System 590 Punkte. Dieser Wert ist maßgeblich für die Geschwindigkeit bei alltäglichen Aufgaben und sorgt für eine flüssige Bedienung des Betriebssystems.
  • MP Ratio (6.16 x): Dieses Verhältnis zeigt die Skalierung von einem Kern auf die gesamte Multi-Core-Leistung. Es verdeutlicht, wie effektiv die 16 Threads unter Volllast zusammenarbeiten.

Zusammenfassend liefert der i5-14450HX die erwartete hohe Rechenleistung für CPU-intensive Anwendungen, während die integrierte Grafikeinheit (GPU) im Benchmark-System als nicht ausreichend für den Grafik-Test markiert wurde, was die Positionierung als reiner Rechen- und Netzwerkknoten bestätigt.

Unigine Heaven 4.0

Um die 3D-Leistung der integrierten Grafikeinheit zu prüfen, wurde der Unigine Heaven Benchmark in der Auflösung 1920×1080 (Full HD) mit hohen Qualitätseinstellungen durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt die Einordnung als reines Arbeitstier ohne Gaming-Fokus.

Unigine Heaven Benchmark

Die Messwerte im Überblick:

  • Durchschnittliche FPS: Das System erreicht im Schnitt 14,6 Bilder pro Sekunde.
  • Score: Insgesamt wurde eine Punktzahl von 367 erzielt.
  • Min/Max FPS: Die Bildrate schwankte zwischen einem Minimum von 10,2 und einem Maximum von 29,0 FPS.
  • System-Info: Der Test identifiziert die Grafikeinheit korrekt als Intel UHD Graphics, die sich den Grafikspeicher vom Arbeitsspeicher leiht.

Zusammenfassend zeigt der Benchmark von Unigine Heaven, dass flüssiges Gaming bei aktuellen Titeln und hohen Details nicht möglich ist. Der PC ist grafisch für die saubere Darstellung von 4K-Inhalten und Desktop-Anwendungen optimiert, stößt jedoch bei hardwarehungrigen 3D-Berechnungen an seine natürlichen Grenzen.

Wartung & Upgrades: So gelangst du an das Innenleben

Ein großer Pluspunkt dieses Mini-PCs ist die unkomplizierte Handhabung beim Öffnen des Gehäuses. Wenn du den Arbeitsspeicher erweitern oder den SSD-Speicherplatz aufstocken möchtest, gehst du wie folgt vor:

  1. Gehäuse öffnen: An der Frontseite befindet sich eine markante schwarze Schraube. Sobald du diese gelöst hast, lässt sich die Verriegelung öffnen und der obere Gehäusedeckel einfach abnehmen.
  2. Komponenten freilegen: Um direkt an die Hardware zu gelangen, müssen lediglich vier weitere Schrauben im Inneren gelöst werden.
  3. Upgrade-Optionen:
    • RAM: Die SO-DIMM Steckplätze sind leicht zugänglich, falls du den Arbeitsspeicher austauschen oder erweitern willst.
    • Speicher: Es ist Platz für eine zusätzliche M.2 SSD, was den PC ideal für datenintensive Anwendungen oder als kompakten Homeserver macht.

Kühlung, Lautstärke und Stromverbrauch

Ein Prozessor der HX-Klasse mit 55W TDP erzeugt ordentlich Abwärme. NiPoGi setzt dabei auf ein aktives Kühlsystem. Im normalen Office-Betrieb sind Lüftergeräusche zwar vorhanden, aber sehr leise und kaum störend. Unter Volllast (z. B. während eines Cinebench-Durchlaufs) dreht der Lüfter jedoch deutlich hörbar auf. Die Temperaturen bleiben dabei in einem unkritischen Bereich, aber man merkt, dass das Kühlsystem arbeiten muss, um die Leistung des Prozessors zu halten.

Im Idle (Leerlauf) verbraucht der Mini-PC lediglich rund 22 Watt, während er unter Volllast auf bis zu 90 Watt hochgehen kann. Das mitgelieferte 120-Watt-Netzteil bietet somit mehr als genug Reserven für alle Szenarien.

Fazit

Der NiPoGi Hyper H2 ist ein kompaktes Arbeitstier, das vor allem durch seine hohe Prozessorleistung und die einfache Wartung punktet. Wer viel Rechenpower auf kleinstem Raum sucht, bekommt hier eine starke Basis. Abstriche muss man beim Arbeitsspeicher machen, da hier noch der ältere DDR4-Standard zum Einsatz kommt.

Der USB-C-Port bietet eine schnelle Datenrate von 10 Gbit/s und kann darüber hinaus für die Bildausgabe an einen Monitor verwendet werden. Ein PCIe-Tunneling, also das Anschließen einer externen Grafikkarte, ist hier jedoch nicht möglich.

Insgesamt ist der Rechner kein Gaming-System, sondern ein Werkzeug. Dank 2.5G LAN und der starken CPU eignet er sich ideal als schneller Office-PC oder als kompakter Homeserver für Virtualisierungsaufgaben.

Der NiPoGi H2 14th Gen Ιntel Core i5-14450HX Mini-PC ist aktuell (Stand Februar 2026) mit Coupon-Code zum Preis von 769,99 Euro bei Amazon erhältlich.

Über die Eingabe des Codes 78W98XJP kannst du bis zum 08.03.2026 nochmal weitere 23% sparen und dir den NiPoGi H2 für 692 Euro sichern.

Pro
  • Leistungsstarke HX-CPU
  • Zweiter M.2 Slot für einfache Erweiterung
  • Schneller USB-C Port (20 Gbit/s) mit Triple-4K-Support
  • Moderner 2.5G LAN-Port
Contra
  • Veralteter DDR4-Standard
  • Unter Last deutliche Lüftergeräusche
  • Integrierte Grafik nicht spieletauglich
  • USB-C Port ohne PCIe-Tunneling (kein eGPU-Support)

Navigation:

Veröffentlicht von: