25. Juli 2021
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Need for Speed: Der Name steht seit vielen Jahren für schnellen Fahrspaß und rasante Action. Kann sich die Serie mit Need for Speed: Most Wanted neu erfinden, und muss sie das überhaupt?

Es müsste sich mittlerweile herumgesprochen haben: Freude der gepflegten Fahrsimulation machen einen großen Bogen um die Need for Speed Reihe. Denn hier ist der Name Programm: Es geht um Schnelligkeit, nicht um Realismus. Und Need for Speed: Most Wanted fängt das Gefühl von Schnelligkeit perfekt ein.

Wenn Sie mit über 300 Sachen die dunklen Straßen entlangsausen und dann noch den Nitro zünden, gibt es kein Halten mehr: Die Sicht verengt sich, alles zieht sich in die Länge, während der Motor aufheult und Sie hoffen, dass die nächste Kurve noch weit entfernt ist, damit das Tempo noch weiter ansteigen kann.

Bekanntes neu aufgelegt

Wer die anderen Need for Speed Spiele kennt, dem dürfte vieles bei Most Wanted bekannt vorkommen. Als Jungsporn treten Sie in Anfängerkarren in verschiedenen Rennen gegen andere Fahrer oder die Zeit an. Für jeden Sieg gibt es Erfahrungspunkte und Geld. Damit schalten Sie Autos und neue Strecken frei. Und so haben Sie immer mehr Zugang zu schnelleren Autos, die Ihnen die Rennen erleichtern. Leider bedeutet das Freischalten aber nur, dass die Autos zum Kauf bereit stehen.

Damit Sie die Autos auch fahren dürfen, müssen Sie die nötige Kohle hinblättern. Sie zahlen übrigens auch für Upgrades wie mehr Nitro, eine leichtere Karosserie oder mehr Geschwindigkeit, und das pro Rennen. Noch schlimmer: Nach jedem Rennen sind die Upgrades verbraucht, egal ob Sie gewonnen oder verloren haben. Aber es gibt ja noch einen Ingame-Shop, in dem Sie Geld nachkaufen dürfen. Das ist ärgerlich, denn die Kohle ist tatsächlich schnell weg, und mindestens einmal gab es die Situation, dass wir eine Mission auch nach mehreren Anläufen mit Upgrades nicht geschafft haben. Da dann das Geld weg ist, man aber für die weiteren Versuche kein Geld erhält, solange man nicht gewinnt, muss man sein Geld anderswo verdienen. Oder eben mit echtem Geld kaufen.



Die Rennen unterscheiden sich durch die Ziele, die Sie erreichen sollen. Mal müssen Sie alleine fahren und eine bestimmte Zeit unterbieten, oder Sie treten gegen sechs andere Fahrer an und müssen mindestens unter die ersten drei Plätze landen. Sie absolvieren jede Rennstrecke mit verschiedenen Herausforderungen, um dann in der finalen Herausforderung gegen einen Fahrer im Duell anzutreten. Wer einfach nur schnell loslegen will, für den ist die Option Easydrive auf der Karte ein Segen: Einfach antippen, und schon werden Sie zum nächsten Event gebracht und müssen sich nicht aktiv um den Verlauf des Spiels kümmern.

Zu anspruchslos

Spielerisch ist Need for Speed: Most Wanted etwas zu simpel. Sie können Gas geben, bremsen und einen Drift einlegen, der aber nur selten notwendig ist. Und natürlich zünden Sie immer wieder den Nitro-Verbrenner, der sich von selbst füllt. Damit wird die Abwechslung hauptsächlich durch die Strecken, die Herausforderungen und die Autos bestimmt. Das geht in Ordnung, aber dennoch hätte man spielerisch mehr machen können.

Noch enttäuschender ist das Verhalten der Herausforderer auf der Strecke. Sie werden feststellen, dass sich die Gegner ganz auf Ihr Fahrverhalten einstellen. Krachen Sie in ein Zivilfahrzeug und bremsen dadurch voll ab, werden plötzlich die Gegner ganz langsam. Und wenn Sie an einem anderen Auto mit Tempo 320 vorbeiziehen wollen und den Nitro zünden, ist der Gegner plötzlich permanent auf gleicher Höhe. Dieser Effekt ist eigentlich nicht schlecht, nur wird er hier so stark ausgeführt, dass die Rennsituation manchmal einfach nur absurd ist.

Und wenn wir bisher noch kein Wort von der Polizei erwähnt haben, die Ihnen permanent auf den Fersen ist und Sie zum "Most Wanted" Fahrer macht, dann aus folgendem Grund: Sie spielt einfach keine Rolle. Die Polizeiwagen tauchen immer wieder auf, rammen Sie von hinten oder von der Seite oder werfen Nagelbänder auf die Straße, die Ihre Reifen zerstechen – alles egal. Denn nie wird Ihnen die Polizei wirklich gefährlich, ja meistens setzen sich die Polizeiwagen selbst außer Gefecht, ohne dass Sie viel machen müssen. Auch das ist schade, denn hier wäre viel mehr Spannung drin gewesen, doch so bemerkt man die Polizei nach einer Weile gar nicht mehr.



Fazit

Need for Speed bringt das rasante Spiel so schnell auf das Smartphone wie noch nie, und es macht einfach Spaß. Die Strecken sind abwechslungsreich, die Grafik ist spitze und der Spielfortschritt ist motivierend. Für einen Vollpreistitel steht die Ingame-Währung aber zu sehr im Vordergrund, und die Polizei, eigentlich ein Markenzeichen der Reihe, kann größtenteils einfach ignoriert werden. Der Spielspaß überwiegt, aber ohne die Makel hätte das Spiel ein Referenztitel werden können.

6,53 Euro

deutsch|Version 1.0.28|602 MByte

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