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Navimow i105E Mähroboter im Test

Der Navimow i105E Mähroboter von Segway ist ein innovativer Schritt in die Zukunft der Rasenpflege – und das ohne Begrenzungskabel. Stattdessen nutzt der Roboter präzises GPS und eine KI-gesteuerte Kamera, um den Rasen genau zu kartieren und zuverlässig zu mähen. Doch wie schlägt sich dieser hochmoderne Roboter in der Praxis? In diesem Test erfährst du, wie gut der Navimow i105E wirklich funktioniert, welche besonderen Features er bietet, und ob der Preis von 999 Euro gerechtfertigt ist.

Technische Daten Navimow i105E

ModellbezeichnungNavimow i105
Maße L x B x H545 x 385 x 285 mm
Nettogewicht (mit Akku)10,9 kg
Empfohlene Mähfläche500 qm
Typische Mähzeit pro voller Ladungca. 60 Minuten
Schnittbreite18 cm
Schnitthöhe20-60 mm
Ladezeitca. 90 Minuten
NavigationEFLS 2.0 (KI-verbessertes GNSS-Ortungssystem)
GNSS-BetriebsmodusGPS, Beidou, Galileo, GLONASS
HindernissvermeidungJa
BegrenzungskabelNicht erforderlich
Virtuelle GrenzenJa
Zonen-EinteilungJa
RegensensorJa
Betriebslautstärkeca. 58 dB
IP-SchutzklasseIP66 für Mährobotergehäuse, Ladestation und Netzteil
Maximale Neigung im Arbeitsbereich30%
Maximale Neigung an der Begrenzung10%
Minimaler Winkel für den Schnittbereich90°
Bluetooth Frequenzbereich2.400,0 – 2.483,5 MHz
ISM-Bank-Funverbindung865-868 MHz
WLAN2,4 GHz
Messerklingenmotor Nenndrehzahl2200 U/Min
Messerklingenmotor TypBürstenloser Motor
AkkutypLithium-Ionen-Akku
Akku Nennspannung21,6 V DC
Akku Nennkapazität2,55 Ah / 55 Wh
AkkumanagementsystemÜberhitzungs-, Kurzschluss-, Überstrom-, und Überladungsschutz

Lieferumfang

Der Navimow i105E wird in 2 Paketen geliefert. Im ersten Paket befindet sich der Rasenmäherroboter sowie das Zubehör. Im zweiten, kleineren Paket, findest du die Antennenerweiterung sowie den Access Point.

Im Lieferumfang enthalten ist:

  • 1x Navimow i105E Rasenmäherroboter
  • 1x Netzteil
  • 1x Verlängerungskabel für das Netzteil (10 m)
  • 20x Haken zur Befestigung des Verlängerungskabels
  • 1x Ladestation sowie Montagekit
  • 1x Antennenkit
  • 1x GNSS-Antenne
  • 1x Verlängerungskabel für die GNSS-Antenne (10 m)
  • 9x Ersatzklingen und Schrauben
  • 4x Silikonstifte zur Markierung der Ladestation
  • 1x Handbuch
  • 1x Quick Start Guide

Ausstattung des Navimov i105E

Allen gängigen Mährobotern hat die Navimov i-Serie voraus, dass diese ohne die Verlegung eines Begrenzungskabels auskommen. Möglich macht das EFLS 2.0 (Exact Fusion Locating System) in Verbindung mit der verbauten VisionFence-Kamera. Mit EFLS 2.0 verfügt der Mähroboter über ein KI-gestütztes GNSS-Ortungssystem, mit dem er mit Hilfe von GPS Zentimetergenau navigieren kann.

Der Navimov i105E verfügt auf der Oberseite über eine große Ring-LED, über die du schon von Weitem den Status des Mähroboters erkennen kannst. Daneben findest du den Stop-Knopf sowie ein Display mit den Schnell-Buttons „Mähen„, „OK„, „Home„. Weiterhin stellst du über den Drehregler die Schnitthöhe zwischen 2 cm und 6 cm ein. Die Schnittbreite beträgt ca. 16 cm.

Durch die rotierenden Klingen auf der Unterseite hast du, wenn der Mähroboter z.B. an einer Garagenwand oder einer höher liegenden Rabatte mäht, immer eine Rasenkante von ca. 10 cm, die stehen bleibt. Das ist bauartbedingt bei nahezu allen Mährobotern der Fall. Abhilfe kannst du hier schaffen, indem du wenn möglich Randsteine einplanst, über die der Mähroboter drüber fahren kann.

Inbetriebnahme und Einrichtung der App

Zunächst lädst du dir die App aus dem Play Store herunter und meldest dich an bzw. registrierst einen Account. Anschließend fügst du ein neues Gerät hinzu. Die App sucht per Bluetooth automatisch nach einem Mähroboter in der Nähe. Nun stellst du noch die WLAN-Verbindung her und aktivierst den Mähroboter. Anschließend sucht der Navimow i105 nach neuen Firmware-Updates und installiert diese.

Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut und leitet dich mit vielen Bildern und Erklärungen hervorragend an. Dir werden die Grundlagen der Positionierung der Antenne aufgezeigt und erklärt, wie du auf deinem Grundstück den perfekten Standort für die Ladestation und die Antenne findest.

Positionierung der Antenne

Die Positionierung der Antenne ist ein enorm wichtiger Teil, damit die Navigation des Mähroboters gut funktioniert, weshalb wir uns diesen Teil genauer anschauen. Der Mähroboter und die Antenne arbeiten zusammen und erreichen durch die GPS-Satelliten bzw. EFLS 2.0 eine hohe Positionsgenauigkeit. Wenn der Mähroboter und die Antenne mit dem selben GPS-Sateliten verbunden sind, spricht man von einem gemeinsam sichtbaren Satelliten. Für eine genaue Positionierung des Mähroboters sind mindestens 5 gemeinsam sichtbare Satelliten erforderlich. Die Genauigkeit der Positionierung erhöht sich, über je mehr gemeinsam sichtbare Satelliten Mähroboter und Antenne verfügen.

Wichtig bei der Positionierung der Antenne und der Ladestation ist, dass kein Baum oder Gebäude die Sicht in den Himmel blockiert oder verdeckt. Zement, Metall oder dicke Bäume können hierbei den GPS-Empfang stören. In der nördlichen Hemisphäre sind beispielsweise am südlichen Himmel mehr Satelliten sichtbar. Deshalb ist es am besten, wenn du darauf achtest, dass die Sicht der Antenne und des Mähroboters zum südlichen Himmel frei ist.

Optimale Positionierung der Antenne

Die Antenne muss also möglichst an einem Ort platziert werden, der es ihr ermöglicht, von jedem Punkt deines Rasens so viele sichtbare Satelliten wie möglich zu verwenden. In der App werden dir auch ein paar Fallstudien zur besten Positionierung aufgezeigt:

Im ersten Bild siehst du, dass die Antenne im nördlichen Teil des Grundstücks aufgestellt wurde. Das Haus blockiert allerdings die freie Sicht auf die Satelliten im Süden. Daher können die Antenne und der Mähroboter nicht genügend gemeinsam sichtbare Satelliten finden. Die Navigation ist somit beeinträchtigt.

Im zweiten Bild wurde die Antenne im südlichen Teil des Grundstücks platziert. Mit dieser Position finden die Antenne und der Mähroboter genügend gemeinsam sichtbare Satelliten, was die Navigation enorm verbessert.

Bei komplexen Grundstücken solltest du die Antenne auf dem Dach oder auf der nach Süden ausgerichteten Wand installieren. Ein entsprechendes Montagekit liegt der Lieferung bei.

Kartierung der Rasenflächen

Ist die Einrichtung abgeschlossen beginnst du mit der Kartierung deines Rasens. Hierbei kannst du verschiedene Zonen erstellen, denen du auch unterschiedliche Mähzeiten zuweisen kannst.

Zunächst navigierst du den Mähroboter zum Startbereich und startest von hier aus die Kartierung. Du kannst den Mähroboter entweder manuell steuern und so den Rand des Rasens abfahren, oder du nutzt das Assist Mapping.

Wir haben zunächst das Assist Mapping ausprobiert. Hierbei fährt der Mähroboter voll automatisch den Rand des Rasens entlang und erstellt zuverlässig eine Zone. Bei unserem Test ist uns allerdings aufgefallen, dass er hier einen gewissen Sicherheitsabstand einhält. Das bedeutet allerdings auch, dass neben den bauartbedingten 10 cm zusätzlich noch etwas mehr Gras stehen bleibt.

Die Kartierung erfolgt am Besten mittels manueller Steuerung.

Um ein genaueres Ergebnis zu erzielen empfehlen wir, den Mähroboter bei der Kartierung manuell zu steuern. Dies machst du über die beiden Joysticks in der App. Du kannst dir bei der Kartierung Zeit lassen und so genau steuern, wie weit der Mähroboter z.B. über gepflasterte Randsteine drüber fahren soll.

Nachdem du mit der Kartierung fertig bist, kannst du die Zone noch weiter bearbeiten und Begrenzungen, Sperrzonen, Übergänge oder VisionFence-Aus-Zonen definieren.

Du kannst die Karte bearbeiten und Begrenzungen, Sperrzonen, Übergänge oder VisionFence-Aus-Zonen definieren.

Karte nachträglich bearbeiten

Auch das nachträgliche Bearbeiten der Karten bzw. Zonen ist in der App einfach gelöst. Zunächst wählst du die Karte bzw. Zone aus, die du bearbeiten möchtest. Anschließend klickst du auf den Punkt der Begrenzung, der als Startpunkt dienen soll. Ist das geschehen bestätigst du die Aktion und der Mähroboter fährt automatisch zu dem ausgewählten Startpunkt.

Nun steuerst du den Mähroboter über den Joystick der App und korrigierst den Zonenabschnitt. Nach dem Klick auf den Button Fertig wählst du nun noch den Bereich aus, den du behalten möchtest. Damit ist die Bearbeitung abgeschlossen.

Mähzeitplan einrichten

In den Arbeitseinstellungen der App richtest du nun noch den Mähzeitplan ein. Hier kannst du genau festlegen, innerhalb welchen Zeitraums der Mähroboter arbeiten soll. Du kannst den Zeitplan hier entweder für alle definierten Zonen festlegen, oder du kannst den Zeitplan einer bestimmten Zone zuweisen.

Erstelle einen Zeitplan für jede einzelne Zone.

Weitere Funktionen der App

Die App findest du in der Geräteverwaltung noch nützliche Informationen und weitere Einstellungsmöglichkeiten.

So wird dir hier der Zustand der Messerklingen und des Gehäuses angezeigt. Nach einem längeren Einsatz beim Mähen kann sich Dreck am Mäher absetzen und die Messerklingen werden stumpf. Über die App wirst du benachrichtigt, wenn der Mähroboter hier deine Aufmerksamkeit erfordert.

Weiterhin findest du unter dem Menüpunkt EFLS 2.0 noch den Satellitensignal-Analysator. Dieser zeigt dir auf einer Karte die Verteilung der Satellitensignale. Die Anzahl dieser Satelliten kannst du als Referenz verwenden, um den richtigen Standort für deine Antenne zu finden. Die Kameragestützte Positionierung kannst du hier ebenfalls ein- und ausschalten.

Unter dem Menüpunkt VisionFence stellst du die Optionen

  • Channel Sense
  • Rasenmähen bei Nacht

ein. Channel Sense ist aktuell noch ein Beta-Feature. Dieses ermöglicht dem Mähroboter Hindernisse innerhalb eines Übergangs aktiv auszuweichen.

Diebstahlschutz

Der Navimow i105E verfügt auch über einen Diebstahlschutz. Um diesen zu nutzen, ist allerdings Navimow Access+ erforderlich. Mit dem Navimow Access+ stellst du eine 4G-Verbindung über das Mobilfunknetz her.

Wenn dein WLAN-Netzwerk zum Beispiel deinen Garten nicht vollkommen ausfüllt, kannst du mit dem Navimow Access+ eine stabile Verbindung herstellen, an denen die WLAN-Verbindung schwach ist. Darüber hinaus kannst du deinen Mähroboter mit dem Navimow Access+ noch in Echtzeit überwachen und die Diebstahlschutz-Funktion aktivieren.

Um das Navimow Access+ Modul in Betrieb zu nehmen, schraubst du den kleinen Deckel zwischen den Vorderrädern auf der Unterseite ab, verbindest das Modul mit dem Kabel und schiebst es in die Öffnung. Anschließend montierst du die Abdeckung wieder.

Hinderniserkennung

Mittels VisionFence kann der Navimow i105E proaktiv Hindernisse erkennen und Objekten ausweichen. Die eingebaute Fischaugenkamera erfasst in einem Sichtfeld von 140 Grad verschiedene Objekte und der integrierte KI-Algorithmus unterscheidet hierbei zwischen Gras und anderen Objekten.

Der Vorteil ist, dass der Mähroboter noch vor dem Objekt stoppt und diesem ausweicht. Das hat in unserem Test mit verschiedenen Gegenständen gut funktioniert. Allerdings stößt die Erkennung hier und da auch an ihre Grenzen. Solltest du zum Beispiel einen Gartenschlauch in einer dunklen Farbe oder sehr kleine Gegenstände auf dem Rasen liegen lassen, kann es passieren, dass der Mähroboter diese nicht erkennt. Da diese Erkennung softwaregestützt ist, wird sich diese in Zukunft mit Updates bestimmt noch weiter verbessern.

Tipp
Auch wenn die Hinderniserkennung schon gut funktioniert und auch Igel und andere Tiere erkennt, empfehlen wir dir dennoch den Mähroboter zum Schutz der Tiere nur tagsüber fahren zu lassen.

Bedeutung der LED-Anzeige

An der Ladestation befindet sich an der Oberseite eine LED sowie am Mähroboter eine Ring-LED. Je nach Farbe haben diese unterschiedliche Bedeutungen:

LED-AnzeigeBedeutung
Durchgehend blauDer Mähroboter ist nicht in der Ladestation.
Durchgehend grünDer Mähroboter befindet sich in der Ladestation.
Gelb blinkendKein GPS-Signal/ Die Ladestation ist nicht mit der Antenne verbunden.
Durchgehend gelbSchwaches GPS-Signal (Satellitenanalysator verwenden und Antenne versetzen)
Durchgehend rot– Der Mähroboter wurde von der Ladestation getrennt.
– Der Mähroboter ist ausgeschaltet.
– Der Mähroboter ist zu weit von der Ladestation entfernt

Fazit

Wir hatten schon verschiedene Mähroboter im Einsatz und sind froh, dass nun das Verlegen der Begrenzungskabel endlich der Vergangenheit angehört. Segway hat mit der Navimow i-Serie eine Modellreihe auf den Markt gebracht, bei der Funktionsumfang und Preis aktuell unschlagbar sind.

Die Inbetriebnahme ist spielend einfach und die App führt dich mit guten Erklärungen durch die Einstellungen. Der Mähroboter verrichtet seine Arbeit in geordneten Bahnen und das Mähergebnis ist gut und steht anderen Mährobotern in nichts nach.

Dass Assistant Mapping bei der Kartierung ein wenig zu viel Rand an den Seiten lässt, können wir dem Mähroboter nachsehen. Denn das ist im Aussenbereich bzw. Garten für eine KI tatsächlich enorm schwierig umzusetzen. Das manuelle Kartieren funktioniert hingegen super und damit erstellst du deine Karte extrem genau.

Unser Eindruck von dem Navimow i105E ist durchweg positiv und wir können hier eine klare Kaufempfehlung geben. Der Navimow i105E ist bei Amazon zu einem Preis von 999 Euro sowie im Navimow-Shop erhältlich.

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