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Technische Daten Navimow i105E
| Modellbezeichnung | Navimow i105 |
| Maße L x B x H | 545 x 385 x 285 mm |
| Nettogewicht (mit Akku) | 10,9 kg |
| Empfohlene Mähfläche | 500 qm |
| Typische Mähzeit pro voller Ladung | ca. 60 Minuten |
| Schnittbreite | 18 cm |
| Schnitthöhe | 20-60 mm |
| Ladezeit | ca. 90 Minuten |
| Navigation | EFLS 2.0 (KI-verbessertes GNSS-Ortungssystem) |
| GNSS-Betriebsmodus | GPS, Beidou, Galileo, GLONASS |
| Hindernissvermeidung | Ja |
| Begrenzungskabel | Nicht erforderlich |
| Virtuelle Grenzen | Ja |
| Zonen-Einteilung | Ja |
| Regensensor | Ja |
| Betriebslautstärke | ca. 58 dB |
| IP-Schutzklasse | IP66 für Mährobotergehäuse, Ladestation und Netzteil |
| Maximale Neigung im Arbeitsbereich | 30% |
| Maximale Neigung an der Begrenzung | 10% |
| Minimaler Winkel für den Schnittbereich | 90° |
| Bluetooth Frequenzbereich | 2.400,0 – 2.483,5 MHz |
| ISM-Bank-Funverbindung | 865-868 MHz |
| WLAN | 2,4 GHz |
| Messerklingenmotor Nenndrehzahl | 2200 U/Min |
| Messerklingenmotor Typ | Bürstenloser Motor |
| Akkutyp | Lithium-Ionen-Akku |
| Akku Nennspannung | 21,6 V DC |
| Akku Nennkapazität | 2,55 Ah / 55 Wh |
| Akkumanagementsystem | Überhitzungs-, Kurzschluss-, Überstrom-, und Überladungsschutz |
Lieferumfang
Der Navimow i105E wird in 2 Paketen geliefert. Im ersten Paket befindet sich der Rasenmäherroboter sowie das Zubehör. Im zweiten, kleineren Paket, findest du die Antennenerweiterung sowie den Access Point.



Im Lieferumfang enthalten ist:
- 1x Navimow i105E Rasenmäherroboter
- 1x Netzteil
- 1x Verlängerungskabel für das Netzteil (10 m)
- 20x Haken zur Befestigung des Verlängerungskabels
- 1x Ladestation sowie Montagekit
- 1x Antennenkit
- 1x GNSS-Antenne
- 1x Verlängerungskabel für die GNSS-Antenne (10 m)
- 9x Ersatzklingen und Schrauben
- 4x Silikonstifte zur Markierung der Ladestation
- 1x Handbuch
- 1x Quick Start Guide
Ausstattung des Navimov i105E
Allen gängigen Mährobotern hat die Navimov i-Serie voraus, dass diese ohne die Verlegung eines Begrenzungskabels auskommen. Möglich macht das EFLS 2.0 (Exact Fusion Locating System) in Verbindung mit der verbauten VisionFence-Kamera. Mit EFLS 2.0 verfügt der Mähroboter über ein KI-gestütztes GNSS-Ortungssystem, mit dem er mit Hilfe von GPS Zentimetergenau navigieren kann.
Der Navimov i105E verfügt auf der Oberseite über eine große Ring-LED, über die du schon von Weitem den Status des Mähroboters erkennen kannst. Daneben findest du den Stop-Knopf sowie ein Display mit den Schnell-Buttons „Mähen„, „OK„, „Home„. Weiterhin stellst du über den Drehregler die Schnitthöhe zwischen 2 cm und 6 cm ein. Die Schnittbreite beträgt ca. 16 cm.
Durch die rotierenden Klingen auf der Unterseite hast du, wenn der Mähroboter z.B. an einer Garagenwand oder einer höher liegenden Rabatte mäht, immer eine Rasenkante von ca. 10 cm, die stehen bleibt. Das ist bauartbedingt bei nahezu allen Mährobotern der Fall. Abhilfe kannst du hier schaffen, indem du wenn möglich Randsteine einplanst, über die der Mähroboter drüber fahren kann.





Inbetriebnahme und Einrichtung der App
Zunächst lädst du dir die App aus dem Play Store herunter und meldest dich an bzw. registrierst einen Account. Anschließend fügst du ein neues Gerät hinzu. Die App sucht per Bluetooth automatisch nach einem Mähroboter in der Nähe. Nun stellst du noch die WLAN-Verbindung her und aktivierst den Mähroboter. Anschließend sucht der Navimow i105 nach neuen Firmware-Updates und installiert diese.
Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut und leitet dich mit vielen Bildern und Erklärungen hervorragend an. Dir werden die Grundlagen der Positionierung der Antenne aufgezeigt und erklärt, wie du auf deinem Grundstück den perfekten Standort für die Ladestation und die Antenne findest.
Positionierung der Antenne
Die Positionierung der Antenne ist ein enorm wichtiger Teil, damit die Navigation des Mähroboters gut funktioniert, weshalb wir uns diesen Teil genauer anschauen. Der Mähroboter und die Antenne arbeiten zusammen und erreichen durch die GPS-Satelliten bzw. EFLS 2.0 eine hohe Positionsgenauigkeit. Wenn der Mähroboter und die Antenne mit dem selben GPS-Sateliten verbunden sind, spricht man von einem gemeinsam sichtbaren Satelliten. Für eine genaue Positionierung des Mähroboters sind mindestens 5 gemeinsam sichtbare Satelliten erforderlich. Die Genauigkeit der Positionierung erhöht sich, über je mehr gemeinsam sichtbare Satelliten Mähroboter und Antenne verfügen.
Wichtig bei der Positionierung der Antenne und der Ladestation ist, dass kein Baum oder Gebäude die Sicht in den Himmel blockiert oder verdeckt. Zement, Metall oder dicke Bäume können hierbei den GPS-Empfang stören. In der nördlichen Hemisphäre sind beispielsweise am südlichen Himmel mehr Satelliten sichtbar. Deshalb ist es am besten, wenn du darauf achtest, dass die Sicht der Antenne und des Mähroboters zum südlichen Himmel frei ist.

Die Antenne muss also möglichst an einem Ort platziert werden, der es ihr ermöglicht, von jedem Punkt deines Rasens so viele sichtbare Satelliten wie möglich zu verwenden. In der App werden dir auch ein paar Fallstudien zur besten Positionierung aufgezeigt:


Im ersten Bild siehst du, dass die Antenne im nördlichen Teil des Grundstücks aufgestellt wurde. Das Haus blockiert allerdings die freie Sicht auf die Satelliten im Süden. Daher können die Antenne und der Mähroboter nicht genügend gemeinsam sichtbare Satelliten finden. Die Navigation ist somit beeinträchtigt.
Im zweiten Bild wurde die Antenne im südlichen Teil des Grundstücks platziert. Mit dieser Position finden die Antenne und der Mähroboter genügend gemeinsam sichtbare Satelliten, was die Navigation enorm verbessert.
Bei komplexen Grundstücken solltest du die Antenne auf dem Dach oder auf der nach Süden ausgerichteten Wand installieren. Ein entsprechendes Montagekit liegt der Lieferung bei.
Kartierung der Rasenflächen
Ist die Einrichtung abgeschlossen beginnst du mit der Kartierung deines Rasens. Hierbei kannst du verschiedene Zonen erstellen, denen du auch unterschiedliche Mähzeiten zuweisen kannst.
Zunächst navigierst du den Mähroboter zum Startbereich und startest von hier aus die Kartierung. Du kannst den Mähroboter entweder manuell steuern und so den Rand des Rasens abfahren, oder du nutzt das Assist Mapping.
Wir haben zunächst das Assist Mapping ausprobiert. Hierbei fährt der Mähroboter voll automatisch den Rand des Rasens entlang und erstellt zuverlässig eine Zone. Bei unserem Test ist uns allerdings aufgefallen, dass er hier einen gewissen Sicherheitsabstand einhält. Das bedeutet allerdings auch, dass neben den bauartbedingten 10 cm zusätzlich noch etwas mehr Gras stehen bleibt.

Um ein genaueres Ergebnis zu erzielen empfehlen wir, den Mähroboter bei der Kartierung manuell zu steuern. Dies machst du über die beiden Joysticks in der App. Du kannst dir bei der Kartierung Zeit lassen und so genau steuern, wie weit der Mähroboter z.B. über gepflasterte Randsteine drüber fahren soll.
Nachdem du mit der Kartierung fertig bist, kannst du die Zone noch weiter bearbeiten und Begrenzungen, Sperrzonen, Übergänge oder VisionFence-Aus-Zonen definieren.

Karte nachträglich bearbeiten
Auch das nachträgliche Bearbeiten der Karten bzw. Zonen ist in der App einfach gelöst. Zunächst wählst du die Karte bzw. Zone aus, die du bearbeiten möchtest. Anschließend klickst du auf den Punkt der Begrenzung, der als Startpunkt dienen soll. Ist das geschehen bestätigst du die Aktion und der Mähroboter fährt automatisch zu dem ausgewählten Startpunkt.


Nun steuerst du den Mähroboter über den Joystick der App und korrigierst den Zonenabschnitt. Nach dem Klick auf den Button Fertig wählst du nun noch den Bereich aus, den du behalten möchtest. Damit ist die Bearbeitung abgeschlossen.
Mähzeitplan einrichten
In den Arbeitseinstellungen der App richtest du nun noch den Mähzeitplan ein. Hier kannst du genau festlegen, innerhalb welchen Zeitraums der Mähroboter arbeiten soll. Du kannst den Zeitplan hier entweder für alle definierten Zonen festlegen, oder du kannst den Zeitplan einer bestimmten Zone zuweisen.

Weitere Funktionen der App
Die App findest du in der Geräteverwaltung noch nützliche Informationen und weitere Einstellungsmöglichkeiten.
So wird dir hier der Zustand der Messerklingen und des Gehäuses angezeigt. Nach einem längeren Einsatz beim Mähen kann sich Dreck am Mäher absetzen und die Messerklingen werden stumpf. Über die App wirst du benachrichtigt, wenn der Mähroboter hier deine Aufmerksamkeit erfordert.
Weiterhin findest du unter dem Menüpunkt EFLS 2.0 noch den Satellitensignal-Analysator. Dieser zeigt dir auf einer Karte die Verteilung der Satellitensignale. Die Anzahl dieser Satelliten kannst du als Referenz verwenden, um den richtigen Standort für deine Antenne zu finden. Die Kameragestützte Positionierung kannst du hier ebenfalls ein- und ausschalten.



Unter dem Menüpunkt VisionFence stellst du die Optionen
- Channel Sense
- Rasenmähen bei Nacht
ein. Channel Sense ist aktuell noch ein Beta-Feature. Dieses ermöglicht dem Mähroboter Hindernisse innerhalb eines Übergangs aktiv auszuweichen.
Diebstahlschutz
Der Navimow i105E verfügt auch über einen Diebstahlschutz. Um diesen zu nutzen, ist allerdings Navimow Access+ erforderlich. Mit dem Navimow Access+ stellst du eine 4G-Verbindung über das Mobilfunknetz her.
Wenn dein WLAN-Netzwerk zum Beispiel deinen Garten nicht vollkommen ausfüllt, kannst du mit dem Navimow Access+ eine stabile Verbindung herstellen, an denen die WLAN-Verbindung schwach ist. Darüber hinaus kannst du deinen Mähroboter mit dem Navimow Access+ noch in Echtzeit überwachen und die Diebstahlschutz-Funktion aktivieren.
Um das Navimow Access+ Modul in Betrieb zu nehmen, schraubst du den kleinen Deckel zwischen den Vorderrädern auf der Unterseite ab, verbindest das Modul mit dem Kabel und schiebst es in die Öffnung. Anschließend montierst du die Abdeckung wieder.
Hinderniserkennung
Mittels VisionFence kann der Navimow i105E proaktiv Hindernisse erkennen und Objekten ausweichen. Die eingebaute Fischaugenkamera erfasst in einem Sichtfeld von 140 Grad verschiedene Objekte und der integrierte KI-Algorithmus unterscheidet hierbei zwischen Gras und anderen Objekten.
Der Vorteil ist, dass der Mähroboter noch vor dem Objekt stoppt und diesem ausweicht. Das hat in unserem Test mit verschiedenen Gegenständen gut funktioniert. Allerdings stößt die Erkennung hier und da auch an ihre Grenzen. Solltest du zum Beispiel einen Gartenschlauch in einer dunklen Farbe oder sehr kleine Gegenstände auf dem Rasen liegen lassen, kann es passieren, dass der Mähroboter diese nicht erkennt. Da diese Erkennung softwaregestützt ist, wird sich diese in Zukunft mit Updates bestimmt noch weiter verbessern.
| Tipp |
| Auch wenn die Hinderniserkennung schon gut funktioniert und auch Igel und andere Tiere erkennt, empfehlen wir dir dennoch den Mähroboter zum Schutz der Tiere nur tagsüber fahren zu lassen. |
Bedeutung der LED-Anzeige
An der Ladestation befindet sich an der Oberseite eine LED sowie am Mähroboter eine Ring-LED. Je nach Farbe haben diese unterschiedliche Bedeutungen:
| LED-Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| Durchgehend blau | Der Mähroboter ist nicht in der Ladestation. |
| Durchgehend grün | Der Mähroboter befindet sich in der Ladestation. |
| Gelb blinkend | Kein GPS-Signal/ Die Ladestation ist nicht mit der Antenne verbunden. |
| Durchgehend gelb | Schwaches GPS-Signal (Satellitenanalysator verwenden und Antenne versetzen) |
| Durchgehend rot | – Der Mähroboter wurde von der Ladestation getrennt. – Der Mähroboter ist ausgeschaltet. – Der Mähroboter ist zu weit von der Ladestation entfernt |
Fazit
Wir hatten schon verschiedene Mähroboter im Einsatz und sind froh, dass nun das Verlegen der Begrenzungskabel endlich der Vergangenheit angehört. Segway hat mit der Navimow i-Serie eine Modellreihe auf den Markt gebracht, bei der Funktionsumfang und Preis aktuell unschlagbar sind.
Die Inbetriebnahme ist spielend einfach und die App führt dich mit guten Erklärungen durch die Einstellungen. Der Mähroboter verrichtet seine Arbeit in geordneten Bahnen und das Mähergebnis ist gut und steht anderen Mährobotern in nichts nach.
Dass Assistant Mapping bei der Kartierung ein wenig zu viel Rand an den Seiten lässt, können wir dem Mähroboter nachsehen. Denn das ist im Aussenbereich bzw. Garten für eine KI tatsächlich enorm schwierig umzusetzen. Das manuelle Kartieren funktioniert hingegen super und damit erstellst du deine Karte extrem genau.
Unser Eindruck von dem Navimow i105E ist durchweg positiv und wir können hier eine klare Kaufempfehlung geben. Der Navimow i105E ist bei Amazon zu einem Preis von 999 Euro sowie im Navimow-Shop erhältlich.

