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NASA schickt Nexus-Satelliten in’s All

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Android geht ins All: Die Nasa arbeitet an kleinen, mit Android-Smartphones ausgestatteten Satelliten. Das Ziel: Die Raumfahrt soll durch Bauteile aus der Consumer Electronic deutlich günstiger gemacht werden.

Auch wenn Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, am vergangenen Samstag im Alter von 82 Jahren verstarb, ist 2012 für die NASA ein großartiges Jahr. Der erste große Schritt der aktuellen Mars-Mission ist getan, der Rover Curiosity bewegt sich planmäßig auf der Oberfläche des roten Planeten.

Um die immensen Kosten zu drücken, die bei Missionen wie dieser oder anderen All-Ausflügen entstehen, hat Houston nun ein Programm gestartet, bei dem per Smartphone betriebene Satelliten getestet werden.

Im Rahmen von PhoneSat, so der Name des Programms, werden Teile aus der Verbraucherelektronik in Kleinstsatelliten eingebaut. Das PhoneSat-Team bastelt bereits seit mehreren Jahren an dem Projekt, jetzt rückt der erste Einsatz näher. Noch 2012 sollen Satelliten gestartet werden, in denen Nexus One und Nexus S-Smartphones verbaut sind.

Erst Nexus One, dann Nexus S

Im Rahmen der ersten Smartphone-Mission PhoneSat 1.0 werden zwei Satelliten mit Nexus One-Rechenzentrum in’s All geschickt. "Altbacken!", könnten Sie nun denken – doch in dieser Mission geht es lediglich darum, ob das Ur-Nexus im All überhaupt zuverlässig arbeitet. Das Gerät wird in einem 10 cm³ großen Kubus in den Weltraum geschickt, dazu befinden sich Zusatzbatterien an Bord und ein starker Sender, um mit dem NASA-Team auf der Erde kommunizieren zu können.

PhoneSat wird aus nur 10cm³ großen Satelliten bestehen.
PhoneSat wird aus nur 10cm³ großen Satelliten bestehen.

PhoneSat 2.0 wird ein wenig später starten und stellt eine ausgeklügeltere Mission dar. Diesmal wird der Satellit mit einem Nexus S ausgestattet sein, neben der Stromversorgung verfügt der Raumflugkörper über einen GPS-Empfänger und Solarpanele. Durch diese Unterstützung kann PhoneSat 2.0 deutlich länger im All bleiben.

Die beiden PhoneSat-Missionen werden an Bord einer Antares-Rakete der Orbital Sciences Corporation in’s All befördert. Im Gegensatz zu vielen anderen Satelliten waren die beiden PhoneSat-Flugkörper laut Angaben der NASA äußerst kostengünstig zu produzieren – sie schlugen lediglich mit je 3.500 US-Dollar zu Buche.

Quelle: androidcommunity.com

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