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Multimedia-Handy Milestone XT720 im Test

© motorola.com

Wenn von Android und Motorola die Rede ist, dann denken die meisten Leute ans Milestone oder an das Milestone 2. Doch dank super Kamera und eines attraktiven Preises lohnt sich auch ein Blick auf das XT720.

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Lesen Sie hier, wie sich das Android-Smartphone Motorola Milestone XT720 im Praxistest schlägt.

Das XT720 gilt neben dem eigentlichen Milestone als kleiner Multimedia-Bruder. Es bringt keine Hardware-Tastatur mit, macht aber durch das Metallgehäuse und und die markante Bauform eine sehr gute Figur.

Multimedia-Stärken

Die eingebaute Kamera löst mit 8 Megapixeln auf (das Milestone enthält nur eine 5-Megapixel-Kamera) und macht deutlich bessere Bilder als die übrigen von der Redaktion getesteten Smartphones. Multimedia-Freunde dürfen sich zudem über die sehr guten integrierten Lautsprecher freuen, die tatsächlich hörbare Musik von sich geben, nicht nur ein Krächzen wie bei den meisten Handys.

Seinen dritten Multimedia-Trumpf spielt das Milestone XT72 bei der integrierten HDMI-Schnittstelle für den Anschluss an einen Flachbild-TV oder LCD-Monitor aus. Diese lässt sich allerdings nur in den dafür vorgesehenen Programmen nutzen, darunter dem Fotobetrachter und dem Videoplayer. Die Audio-Daten aus dem Audioplayer heraus per HDMI zu übermitteln, gelang in den Tests nicht.

Abbildung 1: Die recht markante Oberseite des Milestone XT720 mit dem Einschaltknopf, dem Klickenstecker und dem HDMI-Anschluss (rechts). An der dicksten Stelle des Smartphones befindet sich das Objektiv.
Abbildung 1: Die recht markante Oberseite des Milestone XT720 mit dem Einschaltknopf, dem Klickenstecker und dem HDMI-Anschluss (rechts). An der dicksten Stelle des Smartphones befindet sich das Objektiv.

Wie bei den restlichen Android-Smartphones setzt Motorola auch beim Milestone XT720 die grafische Oberfläche Motoblur ein, die sich allerdings nur in wenigen Punkten von einem Standard-Android unterscheidet. Aktuell wird das Gerät mit Android 2.1 ausgeliefert und hat bereits einige Updates erfahren, unter anderem für die CPU-Geschwindigkeit auf 720 MHz und den DLNA-Support.

Abbildung 2: Motoblur unterscheidet sich nicht groß von einem Standard-Android.
Abbildung 2: Motoblur unterscheidet sich nicht groß von einem Standard-Android.

Weitere Eindrücke

Unter den vorinstallierten Anwendungen des Milestone XT720 befindet sich auch das Motorola Phone Portal. Einmal gestartet stellt es per WLAN einen Webserver auf Port 8080 bereit, über den sich das Telefon administrieren lässt.

Neben den Standardfunktionen wie Kontakte verwalten (Import, Export, neu anlegen), Bilder betrachten oder SMS-Schreiben lassen sich über das Webfrontend auch Lesezeichen importieren oder die Klingeltöne einrichten. Auch das Motorola-Support-Center hat man in das Webfrontend integriert.

Im direkten Vergleich zum Xperia X10 fällt der sehr gute Touchscreen des Milestone XT720 auf. Er reagiert sehr flott. Auch die vier Sensortasten für das Kontextmenü, den Home-Bildschirm, Zurück und die Suche reagieren sehr gut, viel besser als bei anderen Testgeräten. Motorola hat dem Smartphone zudem neben dem Auslöser der Kamera einen zweiten kleinen Knopf spendiert. Damit wechselt man schnell und einfach zwischen der Foto- und Video-Aufnahme sowie dem Player. Auch die zunächst etwas gewöhnungsbedürftige Form hat durchaus Vorteile, so findet man zum Beispiel auch in der Hosentasche den gewünschten Button quasi blind.

Fazit

Das Milestone wechselt zurzeit zu einem Internetpreis von 370 Euro den Besitzer. Es liegt damit preislich im Mittelfeld, überbietet aber die meisten Android-Handys bei den Multimedia-Eigenschaften. Spendiert ihm Motorola noch ein Update auf Android 2.2, dann ist das XT720 in jedem Fall ein guter Kauf. (mhi).

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