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mSecure 5 – Der Passwortmanager im Kurztest

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Jeder kennt das Problem: Du hast einen Google-Account, noch ein paar weitere E-Mail-Adressen, einen Account bei Facebook, Twitter, diverse Foren, usw. und musst dir für jeden dieser Dienste ein Passwort merken. Vielleicht bist du dazu übergegangen und hast dir mit den Jahren eine gewissen Zahlenkombination eingeprägt und wandelst diese immer wieder ab. Nichtsdestotrotz bleibt es wohl nicht aus, dass du für einige Dienste oder Webseiten die selben Passwörter verwendest. Um dieser Sache Herr zu werden gibt es so genannte Passwortmanager. In diesem Artikel haben wir uns den Passwortmanager mSecure 5 von mSeven Software genauer angesehen, der mittlerweile in neuem Gewand erschienen ist.

Das Preismodell

Vorneweg schauen wir uns erst einmal die Preise an. mSecure 5 setzt auf das Freemium-Modell. Hierbei kannst du die Anwendung für Android, Mac und iOs herunterladen und mit eingeschränktem Funktionsumfang kostenlos nutzen. Du hast weiterhin die Möglichkeit alle Premium-Features 30 Tage lang kostenlos auszuprobieren und zu testen. Nach dem Testzeitraum stehen dir dann verschiedene Optionen zur Verfügung. Du kannst für einmalig 32,99 Euro eine Multi-Device-Lizenz erwerben, oder aber du zahlst pro Gerät 10,99 Euro und erwirbst damit eine Einzelgerät-Lizenz.

Die Installation auf dem Androiden

Nachdem du die App aus dem Play Store heruntergeladen und geöffnet hast wirst du aufgefordert, sofern du noch kein Konto besitzt, dich neu anzumelden.

Du vergibst eine E-Mail-Adresse, ein Passwort und eine Passworterinnerung. Anschließend bekommst du eine E-Mail zur Bestätigung zugeschickt. Diese beinhaltet einen QR-Code, den du im nächsten Schritt mittels der App scannst.

Ist der Registrierungsprozess abgeschlossen befindest du dich auf der Startseite der App. In der linken oberen Ecke kannst du per AppDrawer das Menü öffnen. Hier findest das Security Center, den Browser, kannst eine Sortierung und einen Gruppenfilter hinzufügen und kommst in die Einstellungen.

Die Einstellungen

Da die App aktuell nur in englischer Sprache verfügbar ist werden wir die Einstellungen einzeln einmal durchgehen. Unter Account-Settings findest du deinen aktuellen Account-Status. Bei der ersten Registrierung befindest du dich direkt in dem 30 Tage Testzeitraum. Hier hast du ebenfalls die Möglichkeit eine entsprechende Lizenz zu erwerben.

Unter dem Punkt Sicherheit kannst du einstellen, dass du mSecure mit deinem Fingerabdruck entsperren kannst, und dass mSecure sich nach einer gewissen Zeit sperrt, du also dein Passwort zum Entsperren erneut eingeben musst. Hide sensitive data bedeutet, dass sensible Daten erst einmal versteckt werden. Erst, wenn du das Icon mit dem Auge darauf antippst, werden die Daten angezeigt. Mittels Recent apps menu kannst du einstellen, dass ein Screenshot von mSecure in anderen Apps angezeigt werden. Du kannst in anderen Apps also direkt nach mSecure wechseln.

Unter dem Punkt Deleted items findest du alle Objekte wieder, die du in der Anwendung gelöscht hast. Hier kannst du diese wiederherstellen oder permanent löschen. Weiterhin findest du hier die Punkte Edit Groups und Edit Types. Hierüber kannst du dir deine ganz persönlichen Gruppen erstellen. Beispielsweise hinterlege ich hier Gruppen für Privat und Android-User. Unter Typen fügst du jene hinzu, welche du in den einzelnen Gruppen verwenden möchtest.

Weiterhin findest du hier den Punkt mSecure Cloud. Hierüber kannst du die Cloud deaktivieren. Deine Passwörter werden somit nur lokal gespeichert und du kannst sie nicht mehr zwischen mehreren Geräten teilen. Deine Daten werden mittels einem AES 256 verschlüsselt abgelegt.

Unter Backup und Restore hast du die Möglichkeit deine lokalen Daten zu sichern und wieder herzustellen. Wenn du ein Backup erstellst wird es in den Ordner mSecure5/backups auf deinem Gerät abgelegt. mSecure 5 bringt einen eigenen Browser mit. In den Browser Settings kannst du für diesen diverse Einstellungen vornehmen, wie z.B. den Login-Assistenten, ob Formulare automatisch ausgefüllt werden sollen, die Default-Startseite und den Browser-Cache. Mit der Option Apps – Automatically login to 3rd Party Apps kannst du einstellen, dass sich mSecure 5 automatisch in deine anderen Apps einloggen können soll. Wenn du also möchtest, dass du z.B. im Chrome-Browser ein Passwort direkt on-the-fly aus mSecure verwenden möchtest, musst du diese Funktion aktivieren. Damit das funktioniert ist es weiterhin erforderlich, dass du mSecure in den Bedienungshilfen aktivierst.

Die Handhabung

Du befindest dich nun auf der Startseite der App und legst über den Plus-Button eine neue Passwort-Kombination an. Als Erstes wählst du nun einen Typen aus, was für eine Art Passwort du hinterlegen möchtest.

Durch Herunterscrollen findest du in dieser Liste alle Typen, die du in den Einstellungen definiert hast. Ich entscheide mich hier erst einmal für einen Mail-Account. In der obersten Zeile vergebe ich einen Namen. Anschließend wählst du eine Gruppe aus gefolgt von der Eingabe von Benutzername und Passwort. Hier kann ich das Passwort entweder selbst eingeben, oder wie im Screenshot als Test gezeigt, das Passwort über den Button rechts daneben generieren lassen.

Wir wechseln jetzt in den Chrome-Browser und rufen einfach mal eine Login-Seite auf. Mit der aktivierten Option Apps – Automatically login to 3rd Party Apps erkennt mSecure nun, dass hier ein Passwortfeld vorliegt und bietet dir an, falls noch nicht vorhanden, ein neues Passwort zu speichern. Wenn das Passwort für diese Seite einmalig angelegt wurde, kannst du dieses beim nächsten Mal einfach auswählen.

mSecure erkennt, ob eine Webseite einen Login-Bereich anzeigt und blendet dir einen Button auf dem Display ein, mit dem Du dann ein Passwort verwenden, oder neu setzen kannst. Möchtest du diese Funktion für eine spezielle Seite oder Anwendung nicht verwenden, nimmst du diesen Button und führst ihn per Drag&Drop nach unten, wo ein kleines X erscheint. Hier kannst du den Button dann einfach „wegwerfen“.

Fazit

mSecure 5 macht auf den ersten Blick einen ganz guten Eindruck. Die Android-App funktioniert okay, allerdings ist sie an einigen Stellen doch nicht so ganz selbsterklärend. Möchtest du mSecure 5 geräteübergreifend, also z.B. auch auf Windows oder auf dem Mac verwenden, musst du zwingend den mSecure eigenen Browser verwenden. Denn leider gibt es einen Support für Browser-Extensions bisher nur für die iOs-Version. mSecure 5 plant für die Zukunft ebenfalls Browser-Extensions für Windows 10, MacOS und Android bereitzustellen. Allerdings lässt das noch auf sich warten und solange diese nicht zur Verfügung stehen, kann mSecure 5 mich persönlich nicht überzeugen.