Start Aktuell Motorola-Patente: Google kündigt vernünftigen Umgang an

Motorola-Patente: Google kündigt vernünftigen Umgang an

Kommende Woche werden europäische Regulierungsbehörden darüber entscheiden, ob Google und Motorola eine gemeinsame Zukunft vergönnt ist. Google will daher rechtzeitig für gute Stimmung bei Standardisierungsorganisationen sorgen.

Das englische Kürzel FRAND steht für fair, reasonable and nondiscriminatory terms oder angemessene, vernünftige und nicht-diskriminierende Konditionen. Google will sich im Rahmen der Lizenzierung von Motorola-Patenten an dieses Motto halten und verschickte ein dementsprechendes Schreiben an verschiedene Standardisierungsorganisationen wie beispielsweise die Internationale Organisation für Normung (ISO). 

Ein Google-Sprecher gab bekannt, dass Befürchtungen, das Unternehmen würde sich im Rahmen der Motorola-Patenvergabe nicht FRAND-gemäß gerieren, haltlos seien. "Seitdem wir im August letzten Jahres unsere Beabsichtigung bekannt gaben, Motorola zu kaufen, häuften sich Zweifel, ob wir uns bei der Lizenzvergabe an FRAND halten würden. Die Antwort ist: Ja, werden wir", so der Google-Vertreter.

Ist Apple gegen Motorola das neue Apple versus Samsung?

Im Hintergrund bemüht sich Apple derweil um Schadensbegrenzung, und bat in einem Schreiben das Europäische Institut für Telekommunikationsnormen, grundlegende Richtlinien zur Patentlizensierung festzulegen. Apple bemängelte die Patent-Lizensierungspraxis vieler Unternehmen und schlug angemessene Lizenzgebühren vor.

Erst kürzlich gab es einen gerichtlichen Zusammenstoß zwischen Motorola und Apple aufgrund von Patentstreitigkeiten. Cupertino musste daraufhin sogar ältere iPhones in Deutschland für kurze Zeit aus seinem Webshop nehmen.

Bereits im August letzten Jahres kündigte Google an, Motorolas Mobilfunksparte für 12,5 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen. Der Suchmaschinenriese gab an, Motorola hauptsächlich wegen seines umfassenden Patentportfolios zu übernehmen und die Firma nach dem Kauf wie ein getrenntes Unternehmen zu behandeln.

Quelle: news.cnet.com

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