Start Aktuell Motion QR: Animierter QR-Code sorgt für mehr Daten und mehr Sicherheit

Motion QR: Animierter QR-Code sorgt für mehr Daten und mehr Sicherheit

QR-Codes sind eine praktische Sache, wenn man Sie sinnvoll einsetzt. Ein recht großes Problem ist jedoch die Sicherheit der Codes, wenn Sie zum Beispiel zur Kontrolle von Tickets benutzt werden. Zudem lassen sich in den Pixelbildern recht wenig Daten speichern. Dynamische QR-Codes sollen gleich beide Probleme auf einen Schlag lösen.

Haben Sie schon mal ein Konzert ohne Papierticket besucht, nur mit dem Handy und einem QR-Code. Wenn ja, ist Ihnen dabei eventuell aufgefallen, dass man den QR-Code einfach kopieren und auf einem anderen Handy anzeigen könnte? Eventuell kommt man auf diese Weise mit nur einem Ticket zu zweit in ein Konzert. Denn QR-Codes sind zwar praktisch, aber alles andere als sicher. Deshalb müssen Sie zum Beispiel bei der Fahrt mit einem Online-Ticket bei der Deutschen Bahn stets den Ausweis bei sich tragen, den Sie bei der Buchung angegeben hatten. Es könnte sonst jeder mit einer Kopie Ihres Tickets fahren.

Das soll sich 2014 ändern. Die ungarisch Firma Cellum hat eine Technik für bewegte QR-Codes entwickelt (Motion QR), bei der statt eines statischen Bilds eine Art animiertes GIF zum Einsatz kommt, das bis zu zehn QR-Codes pro Sekunde anzeigt. Dadurch lässt sich die Menge der gespeicherten Daten im Code drastisch erhöhen, sodass man auch biometrische Informationen wie ein Foto oder eine Kopie eines elektronischen Ausweises darin speichern kann. Somit stehen bei der Ticketkontrolle zusätzliche Informationen zur Verfügung, die eine Fälschung des Codes deutlich erschweren. Cellum geht sogar so weit zu behaupten, dass man mit Motion QR problemlos fälschungssichere Personalausweise herstellen könnte. 

Auf dem Screenshot sieht man nur einen QR-Code, doch dieser bewegt sich wie das Bild auf einem alten TV-Gerät ohne Empfang.
Auf dem Screenshot sieht man nur einen QR-Code, doch dieser bewegt sich wie das Bild auf einem alten TV-Gerät ohne Empfang.

Theoretisch lässt sich die in einem Motion-QR-Code gespeicherte Datenmenge beliebig erhöhen, allerdings müsste man dann einen größeren Code auch umso länger einscannen. Mit den zehn Codes pro Sekunde lassen sich aber bereits um Längen mehr Daten speichern, als in einem einfachen 2D-Code. Die ungefähre Funktionsweiser verdeutlicht das folgende Video.

Cellum arbeitet bereits seit längerem an Motion QR und will die Lösung 2014 marktreif machen. Einen Namen hat sich die Firma bisher mit der App Master Card Mobile gemacht. Damit lassen sich Rechnungen bequem per QR-Code bezahlen. In der App wird dazu eine Kreditkarte hinterlegt, die als zusätzliche Sicherheit von der Bank mit einem Schlüssel verifiziert wird. So ist sichergestellt, dass man mit der App nur Kreditkarten nutzen kann, die einem auch wirklich gehören. Bei Motion QR kommt eine ähnliche Strategie zum Einsatz. Auch hier lässt sich mit der Appb bzw. einem Motion-QR-Code selbst nichts anstellen: es wird stets eine dritte Instanz benötigt (zum Beispiel die Konzertagentur bei einem Ticket), die das Ganze dann auch mit einem zusätzlichen Schlüssel absichert. Dadurch wird auch verhindert, dass man sich über das Abfilmen eines Motion-QR-Codes Zugang zum Inhalt verschaffen kann.

Motion QR steht zur Zeit in der Testphase für iOS und Android. Aktuell gibt es noch kein Release-Datum für die Android-App bei Google Play.

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