Start Magazin Mit Koch Droid immer das gewünschte Essen

Mit Koch Droid immer das gewünschte Essen

Sie gehören nicht zu den Leuten, die nur Kochen, wenn sie Lust dazu haben oder Sie kennen die Frage „Was soll ich heute kochen?“ nur allzu gut? Dann ist Koch Droid genau die richtige App für Sie!

Wer nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt, kennt die Frage "Was soll ich kochen?" zur Genüge. Zwar hat jeder halbwegs routinierte Koch zumindest eine kleine Auswahl an Kochbüchern im Haushalt oder fertigen Rezepten im Kopf, aber oft ist es dann doch mühseliger als man denkt, für die passende Abwechslung zu sorgen und das Kochbuch zu durchblättern.

Koch Droid Rezepte hilft

Wenn man nun aber ein Android-Smartphone oder Tablet besitzt, ist das nicht mehr nötig, denn mit der Koch Droid-App [1] muss man nie wieder Kochbücher wälzen, da man eins der umfangreichsten Kochbücher direkt in der Tasche mit dabei hat. Ihre Inhalte bezieht die App aus der Webseite rezeptewiki.org [2]. Somit hat man dank dieser Anbindung Zugriff auf ca. 9000 Rezepte. Diese werden dank der Quelle des Rezept-Wikis nicht nur stetig verbessert sondern auch erweitert. Zusätzlich kann man auch selbst Rezepte anlegen und mit den Usern der Webseite und der App teilen.

Abbildung 1: Übersichtlich werden zu Beginn alle Menüpunkte präsentiert.
Abbildung 1: Übersichtlich werden zu Beginn alle Menüpunkte präsentiert.

Nach der Installation der kostenlosen und über Werbung finanzierten Rezepte-App bekommt man die Übersicht über eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten. Die erste unterteilt alle Rezepte in Kategorien. Diese sind, tippt man das kleine Aktenordnersymbol an, sehr umfangreich. Allein 79 verschiedene Kategorien gibt es auf der ersten Ebene. Einige Kategorien haben, wenn man sie aufruft, auch noch Unterkategorien, mit der sich die Rezeptauswahl weiter verfeinern lässt.

Abbildung 2: Die Überkategorien sind sehr zahlreich. Hier könnte man sicher noch etwas mehr Ordnung hineinbringen.
Abbildung 2: Die Überkategorien sind sehr zahlreich. Hier könnte man sicher noch etwas mehr Ordnung hineinbringen.

Die Kategorien haben hier keinerlei einheitliches Benennungsschema. So gibt es Kategorien wie "Frühstück", dann "Historische Rezepte" und "Blüten". Alles sicherlich nennenswerte Kategorien, dennoch fehlt hier eine Grundstruktur. 79 Kategorien auf der ersten Ebene sind schon eine Menge.

Schaut man durch die Kategorien, fällt auf, dass einige sehr wenig gefüllt sind. Hier würde es vermutlich Sinn machen, wenn die Betreiber der Seite diese zu einem etwas allgemeineren Stichwort zusammenfassen. Negativ aufgefallen ist die Kategorie "Kinderküche". Kochen mit und für Kinder ist etwas sehr Schönes, allerdings befinden sich in dieser Kategorie fast ausschließlich Süßspeisen. Vermutlich hatte der Kategoriename "Desserts" hier besser gepasst. Momentan könnte man so fast den Anschein gewinnen, es sei okay, Kindern vorwiegend Süßspeisen zum Essen zu servieren. Auch hier sollte definitiv noch einmal die Kategorie überarbeitet werden. Zwar hat eine Rezepte-App nicht den Anspruch darauf den Eltern die Verantwortung für die gesunde Ernährung ihrer Kinder abzunehmen, dennoch wird hier ein falsches Bild vermittelt.

Abbildung 3: Mal ein exotisches Gericht kochen? Die Auflistung der Rezepte nach Herkunft ermöglicht es Ihnen in fremde Länder einzutauchen.
Abbildung 3: Mal ein exotisches Gericht kochen? Die Auflistung der Rezepte nach Herkunft ermöglicht es Ihnen in fremde Länder einzutauchen.

Beim nächsten Punkt im Menü kann man die Rezepte nach ihrer Herkunft sortieren lassen. Sortiert ist es nach den verschiedenen Kontinenten und so haben wir Afrikanische, Asiatische Australische, Europäische und die Nord- und Südamerikanische Küche. Die jeweiligen Kategorie sind auch wieder wie oben weiter unterteilt in länderspezifische Spezialitäten. Interessanterweise findet man im Abschnitt der Europäischen Küche den Menüpunkt "Antike Küche". Diese Rezepte tauchen jedoch bei der Hauptkategorie "Historische Rezepte" nicht auf. Leider wieder ein Beweis dafür, dass eine grundlegende Neusortierung aller Rezepte nötig wäre.

Abbildung 4: Lassen Sie doch einmal den Zufall auswählen, was es zu Essen gibt.
Abbildung 4: Lassen Sie doch einmal den Zufall auswählen, was es zu Essen gibt.

Zufallstreffer und Lexikon

Wenn man überhaupt gar keine Idee hat, was man kochen soll und sich auch nicht festlegen will welche Art von Gericht man bevorzugen würde, kann man mit dem Würfelsymbol eine zufällig generierte Liste mit Rezepten anzeigen lassen. Hier bekommt man dann unabhängig der eingetragenen Kategorien wild gemixt Rezeptvorschläge geliefert. Scrollt man weiter herunter verlängert sich diese Liste automatisch, sollte man vorher nicht schon ein Gericht gefunden haben, das dem eigenen Geschmack entspricht.

Für nicht so erfahrene Köche ist der nächste Menüpunkt auf der Startseite von Koch Droid sicher sehr hilfreich. Mittels eines kleinen Kochlexikons werden die wichtigsten Begriffe aus der Küche anschaulich erklärt. Keine Ahnung was "Lassi" ist? Dank des Lexikons weiß man, dass es sich hierbei um ein indisches Joghurtgetränk handelt. Man muss aber nicht zwischen diesem Menüpunkt und den Rezepten hin- und herwechseln, wenn man mal einen Begriff nicht kennt, denn die meisten sind in den Rezepten selbst noch einmal verlinkt und so kann man bei Zutaten, die einem unbekannt sind direkt nachschauen, worum es sich handelt, wir sie aussehen und in den meisten Fällen auch noch die Nährwerte nachsehen.

Die starke Verlinkung innerhalb der Seiten ist eine große Stärke Koch Droids und ermöglicht es auch Anfängern Rezepte zu verstehen und unverständliches direkt nachzuschlagen. Besonders nützlich macht sich das Feature wenn man nicht zu Hause sondern bereits im Supermarkt ist. Da möchte man den Einkauf ja möglichst schnell hinter sich bringen und nicht lange auf dem Smartphone herumtippen um zu wissen, welche Zutaten zum Kochen gebraucht werden.

Abbildung 5: Die Verlinkung innerhalb des Artikels erklärt Ihnen Zutaten und Begriffe.
Abbildung 5: Die Verlinkung innerhalb des Artikels erklärt Ihnen Zutaten und Begriffe.

Lieblingsrezepte lassen sich über Koch Droid speichern. So hat man über das Sternsymbol im Anfangsmenü einen Schnellzugriff auf alle Rezepte, die man vorher markiert hat. Über Google Cloud Print lassen sich Rezepte aus der App heraus drucken, egal wo man sich gerade befindet. Dazu muss man nur seinen Drucker den Anweisungen nach in Google Cloud Print integrieren.

Kochen nach Zutaten

Ein weiteres praktisches Feature ist die Suche nach Rezepten über eine bestimmte Zutat. Nützlich könnte sich dies im Fall "Wir haben noch Paprika im Kühlschrank, was könnten wir daraus machen" oder für den anderen Fall "Schau mal Paprika sind diese Woche im Angebot, was könnte man daraus machen?". Diese Suche geht allerdings noch ein wenig weiter. Hier lassen sich mehrere Zutaten eingeben und dann gleicht die App mit dem Verzeichnis ab, welche Rezepte mit diesen Zutaten übereinstimmen. Gibt man nur eine Zutat ein, bekommt man allerdings einen nie endenden Ladebildschirm.

Abbildung 6: Sie wollen Reste aufbrauchen? Geben Sie die vorhandenen Zutaten ein und finden Sie passende Gerichte.
Abbildung 6: Sie wollen Reste aufbrauchen? Geben Sie die vorhandenen Zutaten ein und finden Sie passende Gerichte.

Die Suche für Einzelzutaten gelingt dann über den letzten Punkt des Menüs von Koch Droid. Mit der normalen Suche kann man alle Rezepte finden, die zum Beispiel Paprika beinhalten, oder Kohlrabi oder Spargel. Je nachdem wozu man Lust hat.

Fazit

Das Fazit zu der Rezepte-App Koch Droid ist überwiegend positiv. Zwar hakt es an einigen Stellen noch und die Sortierung ist recht unglücklich, aber da das ganze auf einem Wiki basiert und hier viele Menschen mitarbeiten können, kann das manchmal zu chaotischen Ergebnissen führen. Die Rezepte hingegen sind sehr professionell eingepflegt und leicht verständlich. Mit Basis-Rezepten lernen Anfänger auch die Grundlagen des Kochens und schaffen es beinahe mühelos Hausmannskost auf den Tisch zu zaubern.

Exotische Gerichte aus fremden Ländern sind ebenso vorhanden und wer sich einmal an ungewöhnlichen Mahlzeiten versuchen möchte, hat hier eine Menge Auswahl. Ein weiterer Vorteil der App ist es, dass diese Mahlzeiten von Usern eingepflegt wurden, man also hier nicht ein redaktionell entstandenes Rezept bekommt, sondern persönliche Empfehlungen anderer Nutzer, die es bereits getestet und für gut befunden haben. Eigene Rezepte lassen sich über das Wiki selbst einpflegen und können dann von zahlreichen Nutzern nachgekocht werden. Die Aufmachung der App könnte noch ein bisschen hübscher und professioneller sein, aber dadurch dass der Nutzen in diesem Fall stark überwiegt, kann man darüber hinwegsehen. In diesem Sinne: Guten Appetit!

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