Start Apps Mit der App der Süddeutschen Zeitung sind Sie bestens informiert

Mit der App der Süddeutschen Zeitung sind Sie bestens informiert

Die Süddeutsche Zeitung hat vor kurzer Zeit ihre erste Android-App auf Google Play herausgebracht – sehr zur Freude ihrer großen Leserschaft. Wir haben uns die Neuentwicklung kurz angesehen.

In Deutschland gibt es nur wenige Zeitungen von wirklich überregionaler Bedeutung – dazu zählen beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit oder eben die Süddeutsche Zeitung, die mit einer Auflage von rund 415.000 Exemplaren als größte seriöse Tageszeitung Deutschlands gilt. Die SZ hat sich Zeit gelassen, auch auf dem App-Markt mitzuspielen – doch das Warten hat sich gelohnt und das Ergebnis der Entwicklungsarbeit kann sich sehen lassen.

Aufgeräumt und schnörkellos: So wünscht man sich eine seriöse Nachrichten-App.
Aufgeräumt und schnörkellos: So wünscht man sich eine seriöse Nachrichten-App.

Die App ist wie die SZ-Homepage nach Rubriken geordnet.
Die App ist wie die SZ-Homepage nach Rubriken geordnet.

Guter Start

Die SZ-App hat einen sehr guten Start hingelegt, die Download-Zahlen explodieren förmlich. Bis jetzt hat die App eine Note von 4,1 – im Test konnten wir die gute Bewertung durchaus nachvollziehen. Das Layout wirkt aufgelockert und lädt zum Schmökern ein, auch die Unterteilung in die verschiedenen SZ-Rubriken, die an die Homepage erinnert, hat uns gut gefallen. Man findet sich schnell zurecht und wird nicht durch ein Überangebot an Buttons und Untermenüs vom eingeschlagenen Lese-Weg abgelenkt.

Auch inhaltlich gibt es nichts zu bemäkeln. Die Nachrichten sind wie gewohnt mit geübter Hand ausgewählt, die Themenbereiche SZ-üblich hochwertig. Wer hier Klatsch und Tratsch sucht, wird enttäuscht sein – wie in der Papierausgabe wird dem Boulevard in der App nur wenig Platz eingeräumt. Die Themen, die die SZ auf ihre Leserschaft loslässt, sind gut recherchiert und abwechslungsreich, das Artikel-Recycling aus der Print-Ausgabe hält sich in Grenzen.

Werbeeinblendungen sind verhältnismäßig dezent untergebracht, auf unserem 5 Zoll großen LG Optimus Vu ist die Lektüre der SZ-Texte ein echter Genuss – anders kann man es gar nicht ausdrücken. Die von den Entwicklern gewählte Textart wirkt dank eines großzügigen Zeilenabstands luftig und ist angenehm zu lesen, die App verfügt zudem über eine einstellbare Schriftgröße. Einzelne Artikel können natürlich auch über soziale Netzwerke geteilt werden.

Top-News: Die App zeigt an, wenn neue Beiträge erschienen sind.
Top-News: Die App zeigt an, wenn neue Beiträge erschienen sind.

Empfehlungen von Lesern führt die App getrennt auf.
Empfehlungen von Lesern führt die App getrennt auf.

App muss sich erst noch behaupten

Auf Google Play ist die Süddeutsche neu mit dabei und muss sich erst noch mit dem Leithammel unter den deutschen Online-Medien, dem Team von Spiegel Online und seiner SPON-App, anfreunden. Die Spiegel-App wurde (wie die Bild-App) bereits millionenfach heruntergeladen und erreicht immer noch eine Google Play-Note von 4,1, Bild hingegen dümpelt mit einer mehr oder weniger zufriedenstellenden 3.0 dahin.

Dass es für Neuankömmlinge im News-Business gar nicht so einfach ist, für Leser-Begeisterung zu sorgen, bewies die (insolvente) Frankfurter Rundschau mit ihrer App, welche trotz eines preisgekrönten Designs immer wieder Anlass zur Kritik gab und auf Google Play derzeit gerade einmal die magere Note von 2,3 erreicht. Noch schlechter schneidet übrigens die Zeit-App mit einer Note von nur 1,8 ab – für jede andere App wäre jede Note unter der 3,0-Marke eigentlich schon ein Armutszeugnis. Wir hoffen jedenfalls, dass der SZ-App eine bessere Zukunft bevorsteht.

Leser können die Schriftgröße auf der App verändern.
Leser können die Schriftgröße auf der App verändern.

Wer sich noch nicht auskennt, kann auf eine Hilfefunktion zurückgreifen.
Wer sich noch nicht auskennt, kann auf eine Hilfefunktion zurückgreifen.

Bis auf Kleinigkeiten gibt es nichts zu bemängeln

Die Kommentare zur SZ-App auf Google Play sind durch die Bank positiv – bis auf einige Unkenrufe, dass man hie und da noch etwas optimieren könnte. Unsere Meinung ist ähnlich: Die SZ hat wirklich gute Arbeit geleistet. Dass man einige Dinge noch optimieren kann, liegt wohl in der Natur einer jeden App. Anstatt eine iOS-App zu kopieren, ist hier etwas wirklich neues entstanden, viele SZ-Fans, die sich bis jetzt auf dem Smartphone mit SPON oder anderen Medien ausgeholfen haben, werden an der App ihre Freude haben.

Fazit: Zwar ist die App nicht so bunt und vielgliedrig wie die "Konkurrenz" in Form der SPON-App, aber das will das SZ-Team womöglich gar nicht. Auf der einen Seite steht der oft etwas reißerische und bildlastige Spiegel, der gerne mit viel Rot arbeitet, die SZ ist hingegen auch in ihrer papiernen Ausführung ein wenig zurückhaltender und hält sich an Schwarz und Weiß, was dem investigativen Journalismus selbstverständlich keinen Abbruch tut. Wir geben dem gelungenen Neuankömmling mit 5 von 5 Sternen die volle Punktzahl und wünschen dem App-Team gutes Gelingen!

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