21. November 2021
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Mit AppJobber ein paar Euro verdienen

Im Vorbeigehen Geld verdienen ? genau damit wirbt der Dienst AppJobber. Wir zeigen Ihnen, ob und wie das Ganze funktioniert, was Sie dabei beachten müssen und wie viel Geld schließlich rausspringt.

Mit Ihrem Smartphone können Sie durch GPS-Ortung und Internetzugriff ortsbezogene Informationen abrufen, um sich zum Beispiel in einer fremden Stadt zurecht zu finden. AppJobber ist genau "anders herum" konzipiert: Die App möchte, dass Sie vor Ort Informationen erheben und diese dann hochladen. Dazu bietet AppJobber Ihnen kleine "Jobs" an, bei denen Sie einen oder mehrere Wegpunkte ablaufen, innerhalb der App Fragen beantworten und mehrere Fotos aufnehmen müssen. Die Aufträge lauten zum Beispiel: "Prüfe Richtung des Verkehrsflusses", "Prüfe Abbiegeregelung", "Prüfe Geschwindigkeitsbegrenzung" oder ähnlich. Um die Wegpunkte zu aktivieren, müssen Sie aber tatsächlich vor Ort sein, denn Ihre GPS-Position und Laufwege werden überprüft und aufgezeichnet. Die Rahmenbedingen dieser Micro-Jobs sind in den AGB so festgelegt, dass sie mit maximal 10 Euro vergütet werden und für die Fertigstellung höchstens eine Stunde erforderlich ist.

Vorbereitungen

AppJobber ist kostenlos im Android Market erhältlich [1]. Nach der Installation können Sie sich die vorhandenen Jobs ansehen. Um einen Auftrag anzunehmen, ist ein Nutzerkonto erforderlich. Hierzu müssen Sie sich auf der AppJobber-Homepage [2] mit Ihrer E-Mail Adresse und einem selbst gewählten Passwort registrieren. Es empfiehlt sich, dies vorab auf dem Desktop-Browser zu erledigen und nicht via Handy vor Ort. Beachten Sie, dass während der Ausführung eines Jobs regelmäßig Kartenmaterial und Satellitenaufnahmen live heruntergeladen werden müssen. Offline-Kartenmaterial lässt sich hier nicht verwenden. Für die Übertragung eines Jobberichts über das Mobilfunknetz fallen ebenfalls jede Menge Daten an. Achten Sie außerdem auf Tageszeit und Lichtverhältnisse, denn bei schlecht belichteten oder unscharfen Fotos werden Ihre Jobs eventuell nicht anerkannt.

Haben Sie die Teilnahmebedingungen akzeptiert, ermittelt die App Ihren Standort per GPS und zeigt die aktuelle Position auf einer Straßenkarte an. Sie können die Karte mit den Fingern hin und her bewegen und zoomen. Verfügbare Jobs erkennen Sie am AppJobber-Symbol. Wenn Sie eines der Symbole antippen, sehen Sie den Jobtyp. Tippen Sie auf den Text, um weitere Informationen zu erhalten oder um den Job anzunehmen. Für Letzteres müssen Sie mit Ihrem Nutzerkonto angemeldet sein. Vom Hauptbildschirm aus gelangen Sie zu einer Übersichtsseite mit Ihren Jobs. Außerdem gibt es einen Button zum Aktualisieren der verfügbaren Jobs und einen weiteren, mit dem Sie den Kartenausschnitt auf Ihre aktuelle Position zentrieren.

Der erste Job: Prüfe Abbiegeregelung

Als erstes haben wir einen Job vom Typ "Prüfe Abbiegeregelung" getestet, der Zeitaufwand dafür betrug ca. 5 bis 10 Minuten. Sobald wir den Job begonnen hatten, war er für die nächsten drei Stunden für uns reserviert (in früheren Versionen betrug die Reservationszeit nur eine Stunde). Wir begaben uns zum einzigen Wegpunkt, der sofort als besucht markiert wurde. Für die Frage nach der Abbiegeregelung standen in der App vorgefertigte Antworten und ein Freitext zur Auswahl. Was die Fotos anging, entschieden wir uns für drei statt zwei. Zu jedem Foto mussten Position und Blickwinkel gespeichert werden. Beim Abschließen des Jobs wählten wir die sofortige Übertragung des Berichts über das Mobilfunknetz. Die App gibt freundlicherweise Auskunft über die zu übertragene Datenmenge.

Abbildung 1: Die Kurzbeschreibung erklärt nur das Wichtigste, lesen Sie auch die Details.
Abbildung 1: Die Kurzbeschreibung erklärt nur das Wichtigste, lesen Sie auch die Details.

Abbildung 2: Neben vorgegebenen Antworten gibt es auch ein Feld für Freitexteingaben.
Abbildung 2: Neben vorgegebenen Antworten gibt es auch ein Feld für Freitexteingaben.

Abbildung 3: Neben der Position müssen Sie bei den Fotos auch den Blickwinkel angeben.
Abbildung 3: Neben der Position müssen Sie bei den Fotos auch den Blickwinkel angeben.

Den Status zur Berichtübertragung und zu Ihren Jobs allgemein können Sie jederzeit unter Meine Jobs nachsehen. Fall das Hochladen des Berichts fehlschlägt, werden Sie darüber in der Statuszeile Ihres Geräts informiert. Bei erfolgreicher Übertragung erhalten Sie eine Nachricht per E-Mail mit einem Link, über den Sie sich die Daten zum Job auf der Webseite anzeigen lassen können. Auf dieser Seite sehen Sie dann eine Karte, auf der auch Ihre Laufwege erscheinen. Wenn Sie den Mauszeiger über Ihre Fotos bewegen, erscheinen auf der Karte die automatisch ermittelten und manuell gespeicherten Positionen und Blickwinkel. Ihre Antworten können Sie zwar nicht mehr ändern, aber dafür noch eine Bemerkung speichern.

Weitere Jobs

Als zweite Aufgabe wählten wir einen 2-Euro-Job. Hier galt es die Geschwindigkeitsbegrenzung zu überprüfen. Anders als beim ersten Job war hier eine längere Strecke (ca. 1,2 km) mit mehreren Wegpunkten abzulaufen, was den Zeitaufwand erheblich vergrößerte (knapp 45 Minuten). Die Beantwortung der Frage gestaltete sich zudem als relativ schwierig. Auf der gesamten Strecke gab es nämlich mehrere verschiedene Geschwindigkeitsbegrenzungen, wobei die App nur eine Antwort zur Auswahl bot. Wir entschieden uns für die Tempo-30-Zone, die sich an Wegpunkt 1 befand. Später nutzten wir auf der Webseite die Bemerkungsfunktion, um die Antwort näher zu erläutern. Weiterhin stellte sich heraus, dass sich die Geschwindigkeitsbegrenzungen noch an weiteren Stellen abseits der vorgegebenen Wegpunkte änderten, weswegen wir wesentlich mehr Fotos machen mussten als vorgeschrieben. Den Bericht zu diesem Job übertrugen wir von zu Hause via WLAN.

Abbildung 4: Die Anleitung für den zweiten Job sah auf den ersten Blick recht einfach aus.
Abbildung 4: Die Anleitung für den zweiten Job sah auf den ersten Blick recht einfach aus.

Abbildung 5: Die Aufgabe entpuppte sich allerdings dann als recht zeitaufwändig.
Abbildung 5: Die Aufgabe entpuppte sich allerdings dann als recht zeitaufwändig.

Beim dritten Job prüften wir ein Parkhaus. Hier gab es wieder nur einen Wegpunkt, dafür wurden gleich drei Fragen gestellt. Die Frage nach der Kapazität des Parkplatzes beantwortete uns der anwesende Kassierer, was wir anschließend wieder auf der Webseite als Bemerkung zum Job vermerkten, denn ein Schild mit dieser Angabe fanden wir an dem Parkplatz nicht vor. Wir ergänzten die vorgeschriebene Anzahl an Fotos um ein weiteres, auf dem nützliche Informationen (Preisinformation, Öffnungszeiten) abzulesen waren. Den Bericht übertrugen wir über das Mobilfunknetz. Für diesen Job benötigten wir rund zehn Minuten.

Abbildung 6: Sind alle Fragen beantwortet und die Fotos geschossen, können Sie den Job abschließen.
Abbildung 6: Sind alle Fragen beantwortet und die Fotos geschossen, können Sie den Job abschließen.

Prüfung und Abrechnung

Nach erfolgreicher Übertragung eines Berichts wird dieser durch den Auftraggeber geprüft. Das dauert in der Regel zwei und maximal 4 Wochen. Bei unseren Tests wurden diese Zeiten eingehalten; ein Mal ging es sogar schneller als angekündigt. Unsere Jobs wurden alle akzeptiert, so dass wir Ihnen nicht sagen können, wie der weitere Ablauf bei nicht akzeptierten Jobs aussieht. In den AGB können Sie die Verfahrensweise für solche Fälle nachlesen.

Die vereinbarte Vergütung erscheint zunächst nur auf Ihrem AppJobber-Konto. Damit Sie an Ihr hart verdientes Geld kommen, müssen Sie eine Rechnung schreiben. Das lässt sich auf der AppJobber Webseite mit nur wenigen Klicks erledigen. Bei der ersten Abrechnung müssen Sie noch Ihre Daten um Bankverbindung, Adresse und Ihren steuerlichen Status ergänzen. Es wird eine Rechnungskopie (PDF-Dokument) erzeugt, die Sie sich jederzeit ansehen oder herunterladen können. Gemäß der AGB sind Sie dazu verpflichtet, dieses Dokument nach gesetzlicher Vorschrift aufzubewahren. Sobald der Auftraggeber die elektronisch übermittelte Rechnung bezahlt hat, bekommen Sie eine E-Mail. Wenige Tage später landet dann endlich das Geld auf Ihrem Bankkonto, jetzt müssen Sie es nur noch versteuern.

Probleme

Hier und da gibt es kleine Schönheitsfehler. So fehlt zum Beispiel in der E-Mail Benachrichtigung über die erfolgte Bezahlung an einer Stelle der Rechnungsbetrag, obwohl das im Text offensichtlich vorgesehen ist. Zeitweise funktionierte die Positionsbestimmung per GPS beim Ausführen eines Jobs nicht richtig. So war die App der Meinung, wir würden uns mitten im örtlichen Fluss befinden. Auch die Aktualisierung der GPS-Position führte immer wieder zu dem Ergebnis, dass wir angeblich im Fluss schwammen. So mussten wir manuell durch die Satellitenaufnahmen der Gegend scrollen, wobei das Laden der Bilder hier zu allem Unglück auch noch sehr lange dauerte, und unsere Aufnahmeposition manuell korrigieren, was auch wiederum recht schwierig war, da die Häuser von oben nun einmal fast alle gleich aussehen. Insofern empfehlen wir Ihnen, das Display während der gesamten Zeit lieber eingeschaltet zu lassen.

Lohnt sich der Aufwand?

Das Versprechen, mit AppJobber im Vorbeigehen Geld verdienen zu können, stimmt nur teilweise. Der Aufwand ist unter Umständen relativ groß, bzw. ist das Auftragsentgelt im Verhältnis sehr gering. Selbst das Vorbeigehen klappt nicht immer, denn manchmal müssen Sie extra Umwege machen. Die oben notierten Zeiten beziehen sich nur auf das Ausführen des Auftrags. Für das sorgfältige Durchlesen und Befolgen der Anweisungen müssen Sie noch einmal ein paar Minuten einplanen, eventuelle Fahrtkosten kommen auch noch dazu, sodass sich die Arbeite nicht wirklich rentiert. Auch Ihr Smartphone und die Mobilfunkgebühren wollen schließlich bezahlt sein. Immerhin hat AppJobber die Zeit für die Minijobs auf drei Stunden erhöht, sodass sich die meisten Aufträge auch im Nachhinein von zu Hause aus hochladen lassen.

Der ein oder andere Nutzer bezeichnet AppJobber in den Market-Kommentaren denn auch als "Abzocke" oder "Verarsche", schließlich sind die Informationen für den Auftraggeber doch recht wertvoll. Trotzdem kann AppJobber auch Spaß machen. Solche Kommentare liest man ebenfalls im Market. Und vielleicht haben Sie beim Jobben das Gefühl, als Ortskundiger eine hilfreiche Auskunft gegeben zu haben, und von den erhobenen Informationen profitieren am Ende wieder alle. Also, wenn Sie sich vielleicht für Ihren nächsten App-Kauf ein kleines Taschengeld hinzuverdienen wollen, probieren Sie AppJobber doch einfach mal aus.

Wichtige Informationen

Um für AppJobber arbeiten zu können, müssen Sie volljährig sein. Achten Sie auf Ihre eigene Sicherheit: Befolgen Sie die Hinweise aus den Teilnahmebedingungen und gefährden Sie keine anderen Verkehrsteilnehmer. Respektieren Sie die Privatsphäre anderer Menschen. Führen Sie niemals illegale Tätigkeiten aus sondern melden Sie diese stattdessen an den AppJobber-Support. Lesen Sie dazu die FAQ-Liste in der App.

Funktionen im Optionsmenü

Drücken Sie in der Normalansicht die Menütaste, so erhalten Sie Zugriff auf die An- und Abmeldung, eine Info über die App und auf die FAQ-Liste. Während der Ausführung eines Jobs können Sie über das Menü den Job abbrechen, unerreichbare Wegpunkte oder den Job als illegal melden und eine Zeichenerklärung ansehen.

Bei der ersten Ausführung des jeweiligen Jobtyps wird Ihnen eine ausführliche Anleitung automatisch angezeigt. Ansonsten können Sie sich diese auch jederzeit in der App anzeigen lassen. Sie sollten diese Anleitung unbedingt sorgfältig lesen und befolgen.

Sie können einen Job über das Optionsmenü abbrechen. Es entstehen Ihnen dadurch keine Kosten oder anderweitige Konsequenzen.

Orientierung beim Job

Die eingeblendete Straßenkarte kann beim Ausführen eines Jobs im automatischen oder manuellen Kartenmodus angezeigt werden. Tippen Sie dazu auf den Button mit dem Vorhängeschloss. Im automatischen Modus werden Ihnen im Kartenausschnitt immer alle Wegpunkte und Ihre Position angezeigt, im manuellen Modus können Sie die Karte mit den Fingern zoomen und verschieben.

Sie können die Wegpunkte in beliebiger Reihenfolge ablaufen. Auf jeden Fall müssen Sie alle erreichen, um den Job abschließen zu können.

Fotografieren

Es gibt keine Einstellungsmöglichkeiten; Sie können auch keine alternative Kamera-App auswählen. Misslungene Fotos lassen sich aber verwerfen. Zu jedem übernommenen Foto müssen Ihre Position und der Blickwinkel gespeichert werden. Bleiben Sie am Besten genau dort stehen, wo Sie das Foto gemacht haben. Anschließend wird eine Satellitenaufnahme (oder wahlweise eine Kartenansicht) von der Umgebung geladen, auf der Ihre per GPS ermittelte Position als Fadenkreuz markiert ist. Unter Umständen muss sie korrigiert werden indem Sie den Kartenausschnitt mit dem Finger verschieben. Im zweiten Schritt ist Ihr Blickwinkel zu bestätigen, der durch einem Pfeil dargestellt wird und ebenfalls mit dem Finger in die richtige Richtung gedreht werden kann.

Angaben/Fotos ändern und ergänzen

So lange Sie den Job noch nicht abgeschlossen haben, können Sie die Antworten jederzeit ändern. Auch lassen sich die Fotos löschen oder deren Angaben bearbeiten. Zu einem hochgeladenen Job können Sie auf der Webseite eine Bemerkung hinterlassen. Dies sollten Sie dann nutzen, wenn z. B. die Antwortmöglichkeiten zum Job unzureichend waren.

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