Start Aktuell Mega Drahtlos-Ladegerät lädt bis zu 40 Smartphones aus 5 Meter Entfernung

Mega Drahtlos-Ladegerät lädt bis zu 40 Smartphones aus 5 Meter Entfernung

(c) KAIST

Koreanischen Forschern der Abteilung Nuclear & Quantum Engineering am Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) ist es gelungen, mit zwei Magnetresonanzspulen ein drahtloses Ladesystem zu schaffen, das bis zu 1400 Watt Ausgangsleistung produziert und über 5 Meter hinweg arbeitet. Damit stellt das KAIST den bisherigen Rekord des MIT aus dem Jahr 2007 in den Schatten.

Die News ist schon ein paar Tage alt, aber wir mussten sie uns zuerst auf der Zunge zergehen lassen: Über zwei riesige, 3 Meter lange Spulen, die in einem ganz speziellen Format gewickelt sind (Dipole Coil Resonant System, DCRS) hat es das Team um Chun T. Rim, seines Zeichens Professor für Nuklear- und Quantenenergie am KAIST geschafft, die Distanz für drahtlos übertragenen Strom auf 5 Meter zu erhöhen.  Gegenüber dem bisherigen Rekord des MIT aus dem Jahr 2007 änderten die Koreanischen Forscher nicht nur den Aufbau der Spule sondern  senkten gleichzeitig auch die Frequenz: statt mit 10 MHz arbeitet die Lösung des KAIST mit 20 bis 100 KHz. Durch die "langsameren" Wellen gelang es schließlich, die Reichweite deutlich zu erhöhen, zudem soll sich die Art der Spule auch für einen kommerziellen Einsatz eigenen, nicht nur als  theoretische, wissenschaftliche Lösung.

Die zwei Spulen sorgen für ein Magnetfeld, in dem sich via Induktion bis zu 40 Smartphones auf 5 Meter Entfernung laden lassen. Bild: KAIST
Die zwei Spulen sorgen für ein Magnetfeld, in dem sich via Induktion bis zu 40 Smartphones auf 5 Meter Entfernung laden lassen. Bild: KAIST

Das Team probierte verschiedene Szenarien aus und erreichte bei 20 KHz eine maximale Ausgangsleistung von 1403 Watt auf 3 Meter Entfernung, 471 Watt bei einer Distanz von 4 Metern und immer noch 209 Watt bei 5 Metern. Das reicht zum Beispiel, um einen großen LED-TV drahtlos zu betreiben. Bei 100 Watt an Leistung, beträgt die Effizienz des Systems bei 5 Metern Entfernung aber nur noch 9,2 Prozent. 

Quelle: KAIST via Digitaltrends.com

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