Start Aktuell LTE in den USA weitaus teurer als in Europa

LTE in den USA weitaus teurer als in Europa

LTE, die nächste Datenübertragungs-Generation im Mobilfunk, ist zwar in aller Munde, bei weitem jedoch noch nicht in aller Geräte. Das liegt mitunter an den hohen Kosten für den Ausbau der neuen Technologie, die auf die Kunden umgewälzt werden, wie ein Blick auf die LTE-Preise in den USA verdeutlicht.

Die amerikanische GSM Association (GSMA) berichtet in einem Report, dass amerikanische Besitzer von LTE-fähigen Smartphones wie dem Samsung Galaxy S3 oder dem iPhone 5 zwischen drei und zehnmal soviel für die Verwendung des 4G-Standards zahlen müssen wie europäische LTE-Nutzer.

Schweden: LTE-Eldorado

Schweden gilt nicht nur in Sachen Familienpolitik oft als Vorbild, die Skandinavier waren auch das erste Land weltweit, in dem vor drei Jahren Long Term Evolution, wie LTE ausgeschrieben heißt, eingeführt wurde. Seitdem gibt es weltweit in rund 90 weiteren Staaten LTE-Abdeckung, den größten LTE-Markt stellen die Vereinigten Staaten dar. Trotzdem müssen unsere amerikanischen Smartphone-Freunde für die schnelle Datenübertragung deutlich tiefer in die Tasche greifen als Bewohner anderer Länder. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Verlangt der amerikanische Mobilfunkanbieter Verizon 7,50 Dollar pro per LTE übertragenem Gigabyte, liegt der Durchschnittspreis in Europa bei nur einem Drittel, nämlich 2,50 Dollar. Im Pionierland Schweden werden lediglich 63 US-Cent für ein LTE-Gigabyte fällig.

Zwar gibt es in den USA auch Verträge mit Datenflatrates inklusive Telefonie und SMS, diese kosten mit durchschnittlich 5,50 Dollar aber immer noch doppelt soviel wie europäische Pendants. Allgemein führt die GSMA die hohen US-Preise auf die schwache Konkurrenz zurück. Auch sind die Mobilfunk-Datenpakete in den USA häufig ungünstig geschnürt, in Europa kann der Verbraucher seinen Vertrag meist besser auf das eigene Smartphone-Verhalten abstimmen.

Bei 3G bietet sich übrigens ein ähnlich frappierendes Bild. Amerikaner zahlen im Monat durchschnittlich 115 Dollar (88 Euro) für 3G-Dienste, in den Niederlanden ist es mit 51 Dollar (39 Euro) nicht einmal die Hälfte.

Quelle: androidauthority.com

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