Start Magazin Kurztest: Samsung Galaxy Note II GT-N7100

Kurztest: Samsung Galaxy Note II GT-N7100

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© Samsung

Das Galaxy Note von Samsung muss man wohl kaum mehr vorstellen. Wir haben uns das Riesen-Smartphone von Samsung mit dem Januar-Update auf Android 4.1.2 genauer angeschaut und ein paar interessante Funktionen entdeckt.

Plusminus

+ Akku-Laufzeit

+ Ausstattung

+ Stift-Funktion

– Display

– Touchwiz-Oberfläche

Das Note II von Samsung ist nicht nur das aktuell größte Smartphone mit Android 4.1, es gehört auch zu den aktuell stärksten Androiden laut unseren Benchmark-Ergebnissen. Hier liegt der Vierkern-Prozessor "Exynos" mit knapp 18.000 Zählern beim AnTuTu-3-Benchmark und etwas mehr 1800 Punkten beim HTML5-Test von Vellamo auf dem Level des HTC One X+ und sogar noch leicht vor dem Galaxy S 3 von Samsung.

Abbildung 1: In der Seitenleiste befinden sich alle Apps, die Multi Window beherrschen.
Abbildung 1: In der Seitenleiste befinden sich alle Apps, die Multi Window beherrschen.

Abbildung 2: Der Mehrfenster-Modus gehört zu den neuen Funktionen in Samsungs Android 4.1.2.
Abbildung 2: Der Mehrfenster-Modus gehört zu den neuen Funktionen in Samsungs Android 4.1.2.

Auch von der Hardware her gibt es am Note II kaum etwas auszusetzen. Das Smartphone ist solide verarbeitet und übersteht auch kleine Stürze und ähnliche Gemeinheiten problemlos. Die Kamera macht gute bis sehr gute Bilder und der interne Speicher (16 GByte) lässt sich via MicroSD-Karte mit bis zu 64 GByte erweitern. Für den Einsatz im Note II benötigen Sie eine MicroSIM-Karte, und der 3100 mAh starke Akku lässt sich auswechseln. Das sind wohl die wichtigsten Informationen zum Note II. Unser Testgerät stammte von 1&1 (hier bekommen Sie das Note II aktuell mit dem Tarif All-Net-Flat Pro gratis dazu), weist aber keinerlei Branding oder Anpassungen von 1&1 auf.

Android und Touchwiz

Wer noch nie ein Samsung-Smartphone besaß, muss sich zuerst daran gewöhnen, dass hier alles so bunt ist. Über die Vor- und Nachteile von Touchwiz könnte man eine ganze Ausgabe füllen, wir beschränken uns auf die Aussage, dass es gut ist, so wie es ist, aber nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Wie die meisten Note-2-Nutzer erhielten auch wir Mitte Januar das Update auf Android 4.1.2, das Grundlage für diesen Test bildet. Samsung hat mit dem Update einige kleine Fehler behoben, aber auch ein paar nette Funktionen eingebaut. Das wichtigste Feature ist wohl der Mehrfenstermodus bzw. Zweifenstermodus. Damit lassen sich zwei Anwendungen gleichzeitig nebeneinander darstellen, sofern die Apps auf diesen Modus vorbereitet sind.

Um den neuen Zweifenstermodus zu nutzen, ziehen Sie von oben die Leiste mit den Schnelleinstellungen herunter und scrollen dann nach ganz rechts. Hier finden Sie das Symbol Multi Window. Ist der Modus aktiv (das Symbol hellgrün), dann erscheint am linken unteren Displayrand über den fünf Standard-Symbolen ein kleiner Griff. An diesem Griff ziehen Sie nun, um die Seitenleiste mit den Mehrfenster-Apps zu öffnen. Alle Anwendungen, die den Multi-Window-Modus unterstützen, landen automatisch in dieser Seitenleisten. Hier wählen Sie dann einfach die erste App aus und plazieren anschließend die zweite per Drag&Drop über oder unter der ersten App. Das funktioniert auch im Querformat.

Abbildung 3: Die Eingabe über den Stift funktioniert wirklich gut und benötigt kaum Übung.
Abbildung 3: Die Eingabe über den Stift funktioniert wirklich gut und benötigt kaum Übung.

Abbildung 4: Der Akku des Samsung Note II hält locker zwei Tage durch.
Abbildung 4: Der Akku des Samsung Note II hält locker zwei Tage durch.

Abbildung 5: In den Schnelleinstellungen schalten Sie auch den Ruhemodus ein und aus.
Abbildung 5: In den Schnelleinstellungen schalten Sie auch den Ruhemodus ein und aus.

Zu groß?

Das Note II mag zwar auf den ersten Blick riesig erscheinen, man gewöhnt sich jedoch schnell an den großen Bildschirm. Auch mit kleinen Händen lässt sich das Smartphone noch recht gut bedienen, Samsung hat ihm zudem einen Einhand-Modus spendiert. Dieser ordnet zum Beispiel die Tastatur oder einen Taschenrechner rechts- bzw. linksbündig an, damit sich das Element auch mit einer Hand bedienen lässt. Auch das Muster auf dem Sperrbildschirm zeigt Touchwiz dann kleiner an, sodass man den Weg auch mit einem Daumen nachzeichnen kann. In die Hosen- oder Jackentasche passt das Note II aber definitiv nur noch bei sehr großen Taschen.

Abbildung 6: Das Note II ist durch die neue Firmware noch ein Stück besser geworden.
Abbildung 6: Das Note II ist durch die neue Firmware noch ein Stück besser geworden.

Langes Fazit

Mit 4,8 von 5 Punkten erreicht das Galaxy Note zwar eine sehr gute Note und auch eine Empfehlung der Redaktion, allerdings gaben wir 0,2 Punkte Abzug, die wir hier ausnahmsweise begründen möchten: Samsung stellt sehr viele AMOLED-Displays her und die meisten davon haben einen Farbstich. Sei es ein leichtes Blau, ein leichtes Gelb oder ein leichter Grünstich: im direkten Vergleich mit einem LCD-Display fällt das AMOLED-Display durch. Diesen Vergleich haben wir dieses Mal mit dem Nexus 4 von LG und dem Galaxy Nexus gemacht. Das Galaxy Note hatte dabei das Display mit dem farbigsten Weiß. Es ist uns bewusst, das das bei der täglichen Nutzung wohl kaum auffällt.

Den zweiten Abzug gab es für Touchwiz in der Kombination mit dem Hardware-Button für die Home-Taste. Da Google Now zu einer unseren Lieblingsapps gehört, fanden wir es extrem nervend, dass wir für den Start nicht einfach nur von unten über das Display wischen konnten, sondern stets den Home-Button drücken und anschließend auf dem Display Google Now auswählen mussten. Das ist einfach nicht bequem genug.

Anlass zur Kritik gab auch der Helligkeitssensor. Er regulierte die Lichstärke des Displays in den meisten Fällen zu spät und zu agressiv. Während man bei den meisten anderen Smartphones gar nicht bemerkt, wie gut Sensor und System ihre Arbeit im Hintergrund verrichten, war es beim Note II wirklich auffällig, wie sich Hell und Dunkel abwechselten.

Abgesehen von diesen drei kleinen Kritikpunkten ist das Galaxy Note II ein Klasse-Smartphone mit einer sehr guten und umfangreichen Software-Vorauswahl. Der Stift ist nicht einfach nur ein nettes Zubehör, sondern lässt sich wirklich sinnvoll einsetzen. Auch ältere Leute, die eventuell mit dem Tippen auf der virtuellen Tastatur Probleme haben, lernen damit schnell und einfach das Schreiben auf einem Smartphone. Wir können es praktisch uneingeschränkt empfehlen.

Samsung Galaxy Note 2 GT-N7100

Kerndaten
Hersteller Samsung
Formfaktor 5,5-Zoll-Smartphone
Auflösung 1280×720 Pixel
Prozessor 1,6 GHz, Quad-Core (Samsung Exynos)
Android-Version Android 4.1.2
Akku 3100 mAh
Laufzeit Standby/Gespräch 510 h/16,5 h
Gewicht 184 g
Preis (Internet) 500 Euro
Technische Details und Preisvergleich
  http://www.android-user.de/lp/13972/
Performance
AnTuTu-Benchmark 17960 Punkte
Vellamo (HTML5/Metal) 1830/607 Punkte
Android-User-Bewertung 4,8 Punkte