Start Magazin Kurztest: Lenovo IdeaPad K1

Kurztest: Lenovo IdeaPad K1

© lenovo.com

Die Preise für die erste Generation an qualitativ hochwertigen 10-Zoll-Honeycomb-Tablets fangen langsam aber sicher zu purzeln an. Das hier vorgestellte IdeaPad von Lenovo gibt es bereits ab 350 Euro.

Plusminus

+ Günstiger Preis

+ Hochwertige Verarbeitung

+ Sensor-Button

+ Ausstattung

– Proprietärer Stecker

– Etwas dick

ThinkPad und IdeaPad sind nicht nur recht bekannte Notebook- und Netbook-Marken von Lenovo (ehemals IBM), sondern Lenovo bietet unter diesem Namen auch Android-Tablets an. Während sich das ThinkPad eher an Business-Kunden richtet und etwas teurer ist, gibt es das hier vorgestellte IdeaPad K1 bereits ab 350 in der WiFi-Version. Die von uns getestete 3G-Variante mit 32 GByte internem Speicher kostet rund 460 Euro (Internetpreis).

Erfrischend anders

Das IdeaPad sieht zwar nicht so stilisch aus wie ein Galaxy Pad, Xoom oder das Transformer, aber es liegt sehr gut in der Hand. Dafür sorgen die gummierte Rückseite und die etwas dickere Bauart. Das 10-Zoll-Tablet gefällt zudem durch eine sehr solide Verarbeitung und hochwertige Materialien, wiegt dafür mit rund 750g auch deutlich mehr als die Konkurrenz.

Auch bei der Software-Auswahl und den vorinstallierten Widgets hebt sich das Lenovo-Gerät klar von anderen Honecomb-Tablets ab: Das IdeaPad bringt recht viele vorinstallierte Apps mit und verfügt zudem über eine umfangreiche Widget-Auswahl, zu der unter anderem der mittig angebrachte Schnellstarter oder der Favoriten-Switcher zur rechten Seite gehören. Zu den vorinstallierten Apps gehören neben vielen Spielen auch PrinterShare für das drahtlose Drucken via zughöriges (Windows-) Programm auf dem PC und das Malprogramm Photostudio Paint in der Trial-Version. Bei den mitgelieferten Apps handelt es sich aber durchs Band um Trial-Versionen, die Lust auf mehr machen sollen.

Abbildung 1: Der Homescreen des K1-Tablets mit dem Karoussell für die Lieblingsapps ganz rechts.
Abbildung 1: Der Homescreen des K1-Tablets mit dem Karoussell für die Lieblingsapps ganz rechts.

Zu guter Letzt hat Lenovo seinem Tablet auch noch einen eigenen Shop spendiert. Hier finden Sie praktisch alle Apps aus dem Android Market, wobei Lenovo in erster Linie werbefreie Alternativen zu den berühmtesten Spielen auf dem Tablet serviert, also Angry Birds ohne Anzeigen und ähnliches. Auf dem Tablet vorinstalliert sind jeweils die Versionen mit Reklame.

Neben zusätzlich vorinstallierten (Demo-) Apps und eigenen Widgets hat Lenovo auch bei der App-Auswahl recht kräftig mitgemischt und bringt unter anderem einen eigenen Audio- und Videoplayer mit.

Abbildung 2: Die App-Auswahl fällt beim IdeaPad "K1" von Lenovo recht umfangreich aus.
Abbildung 2: Die App-Auswahl fällt beim IdeaPad "K1" von Lenovo recht umfangreich aus.

Abbildung 3: Neben dem Honeycomb-Audioplayer bietet Lenovo eine Alternative mit Sync-Support an.
Abbildung 3: Neben dem Honeycomb-Audioplayer bietet Lenovo eine Alternative mit Sync-Support an.

Der Home-Button

Das IdeaTab K1 kommt mit einer recht üppigen Ausstattung, die neben einem Docking-Anschluss an der Geräteunterseite auch einen separaten Micro-HDMI-Ausgang und einen Hardware-Schalter zum Fixieren des Displays umfasst. Eine Hardware-Besonderheit des Lenovo-Tablets stellt der Home-Button dar. Er lässt sich nicht nur dazu benutzen, zum Home-Screen zurückzukehren oder durch längeres Gedrückthalten einen Screenshot aufzuzeichnen, sondern Sie können damit auch im Browser und zahlreichen Apps navigieren. Ähnlich wie bei den WebOS-Geräten von Palm registriert der Button Wisch-Gesten. Ein Wisch nach oben blendet zu Beispiel das Kontextmenü ein, ein Wisch nach unten bringt Sie zur vorherigen Seite zurück. Dass das Tablet eine Wisch-Geste erkannt hat, zeigen zwei ganz kleine LEDs oberhalb und unterhalb des Buttons an, die jeweils kurz aufleuchten.

Abbildung 4: Der Home-Button des IdeaPad verfügt über Sensor-Eigenschaften.
Abbildung 4: Der Home-Button des IdeaPad verfügt über Sensor-Eigenschaften.

Hervozuheben ist an dieser Stelle noch die Abdeckung für die SIM- und die MicroSD-Karte. Beide lassen sich mit bloßen Fingern nicht öffnen, ein Spezialwerkzeug liegt dem Tablet aber bei. Während die vom iPhone her bekannte Loch-Lösung bei der SIM-Karte kaum Probleme bereitet, da man diese normalerweise selten wechselt, sollten Sie diesen Umstand beachten, falls Sie oft mit der MicroSD-Karte hantieren müssen.

Performance

Mit knapp 5000 Punkten beim AnTuTu-Benchmark und über 1000 Zählern beim Vellamo-Test zeigt das Lenovo-Tablet in beiden Kategorien Spitzenwerte für ein Tegra-2-basiertes Gerät. Auch unsere subjektiven Erfahrungen mit dem Tablet stellen Lenovo ein gutes Zeugnis aus. Das Honeycomb-System reagiert stets flüssig, der Browser lädt Webseiten schnell, und Ruckler beim Scrollen sind äußerst selten. Bei der Akkulaufzeit erreicht das Tablet Standby-Werte von vier bis fünf Tagen, beim Spielen hält der Akku zwischen fünf und acht Stunden durch, je nach CPU-/GPU-Hunger der App. Wie die meisten Tegra-2-Geräte hat auch das K1 seine Mühe mit der Wiedergabe von Videos in 1080p, wenn diese in einem Matroska-Container verpackt oder mit Ogg Theora kodiert sind. Filme in 720p spielt das Tablet aber in praktisch allen Formaten ab.

Kritikpunkte

Beim Docking-Anschluss an der Geräte-Unterseite hat sich Lenovo für eine proprietäre Lösung entschieden. Der Stecker fällt rund einen Zentimeter breiter aus als beim Transformer oder dem Galaxy Tab. Zudem benötigt das Tablet ein separates Ladegerät – das mitgelieferte USB-Kabel ist nur für den Datenaustausch zuständig. Mit diesen negativen Eigenschaften befindet sich Lenovo aber in guter Gesellschaft: noch kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen – ein Dockingstation-Standard für Android-Geräte ist wohl zu viel verlangt.

Fazit

Das Lenovo K1 gehört klar zu den aktuell besten Android-Tablets und hat beim Preis-/Leistungsverhältnis mehr zu bieten als die von der Redaktion bisher getesteten 10-Zöller. Einzig beim Design-Faktor muss sich das IdeaPad – je nach Geschmack – vom Transformer oder vom Galaxy Tab geschlagen geben. Mit 4,7 Punkten erreicht das Lenovo-Tablet zudem die bisher beste Bewertung für Android-Tablets in Android User.

Lenovo IdeaPad K1

Kerndaten
Hersteller Lenovo
Formfaktor 10-Zoll-Tablet
Auflösung 1280×800 Pixel
Prozessor 1 GHz, Dual-Core, Tegra 2
Android-Version 3.2.1
Akku 3700 mAh
Laufzeit (Video) 10 h
Gewicht 750g
Preis (Internet) ca. 350 Euro (16 GByte)
Technische Daten und Preisvergleich
  http://www.android-user.de/lp/3661
Performance
AnTuTu-Benchmark 4921 Punkte
Vellamo-Benchmark 1016 Punkte
Android-User-Bewertung 4,7 Punkte
 

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