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Kurztest: Die FRITZ!Box 6810 LTE

© (C) AVM

Die neuen LTE-Tarife versprechen surfen mit bis zu 50 MBit/s. Damit Sie den Speed auch Zuhause nutzen können, baut AVM seine Router-Palette mit der FRITZ!Box 6810 LTE weiter aus.

Der neue Mobilfunkstandard LTE mausert sich langsam aber sicher zum Alltagstarif. Immer mehr Smartphones sind LTE-fähig und auch die Router-Hersteller wie AVM steigen in den Markt ein. Die FRITZ!Box 6810 LTE [1] ist ein kompakter WLAN-Router mit integriertem LTE-Empfänger und DECT-Station. Über ihm kommen Sie mit High-Speed ins Internet, auch wenn kein DSL- oder Kabel-Internet zur Verfügung steht.

LTE-Verfügbarkeit

LTE ist bundesweit gestartet, doch die Netzabdeckung ist bei weitem noch nicht perfekt. Einen Verfügbarkeit-Check bieten Vodafone [2], T-Mobile [3] oder auch O2 [4] auf ihren Webseiten an. Da die Bundesnetzagentur die Mobilfunkanbieter dazu verdonnert hatte, die mit Breitbandinternet bislang unterversorgten ländlichen Gebiete vor den Großstädten zu erschließen, ist für LTE für geplagte Schmalspur-DSL-User durchaus eine Alternative.

Auch die Preise kommen langsam in eine Region, die man als bezahlbar bezeichnen kann. Vodafone hat etwa mit LTE-Zuhause [5] einen Tarif für 34,99 Euro im Monat in petto, der Surfen mit bis zu 21,6 MBit/s bei einem Inklusivvolumen von 15 GByte verspricht. Das ist noch teurer als DSL oder Kabel-Internet, doch eine Option wenn es am Wohnort eben kein DSL gibt.

In Kooperation mit Vodafone bietet AVM die FRITZ!Box 6810 und LTE und 6840 LTE zudem im Pack ab. Zusammen mit einem LTE-Zuhause-Tarif wird die Box unter dem Motto LTE direkt [6], vom Mobilfunkbetreiber subventioniert, direkt im Einzelhandel verkauft.

FRITZ!Box 6810 LTE

Die FRITZ!Box 6810 LTE packt die bewährte Technik von AVM in ein neues Gehäuse und ergänzt den WLAN-Router um einen LTE-Empfänger. Zusammen mit dem DECT- und WLAN-Modul funkt die kleine Box auf drei Kanälen. Das Einrichten des Routers geht leicht von der Hand, sie müssen lediglich die SIM-Karte einsetzen, den Rechner per Netzwerkkabel oder WLAN an den Router hängen und die PIN-Nummer der Karte eintragen. Aufgrund der kompakten und ansehnlichen Bauform können Sie den Router dorthin stellen, wo er den besten Empfang hat.

Abbildung 1: Das Web-Frontend der FRITZ!Box wurde um LTE-Informationen ergänzt.
Abbildung 1: Das Web-Frontend der FRITZ!Box wurde um LTE-Informationen ergänzt.

Wie von den herkömmlichen FRITZ!Boxen gewohnt, findet die Konfiguration im intuitiv bedienbaren Web-Frontend (zu erreichen über http://fritz.box des Routers) statt, das für die LTE-Technik mit einem zusätzlichen Info-Dialog erweitert wurde. Technik-Fans finden dort zahlreiche Informationen zum Status der LTE-Funkverbindung wie um Beispiel die maximal übertragbaren Datenrate des Mobilfunktarifs.

Tipp

Im Gegensatz zu seinen UMTS-Tarifen weißt Ihnen Vodafone bei LTE eine routingfähige Internet-IP zu. Die FRITZ!Box ist daher aus dem Internet ansprechbar, so dass Sie zum Beispiel einen Webserver oder andere Serverdienste über Ihre LTE-Anbindung betreiben können.

Im Gegensatz zu DSL ist LTE – genauso wie Internet über das Fernseh-Kabel – ein Shared-Medium. Sie teilen sich also die theoretisch mögliche Datenrate mit weiteren Nutzern in Ihrer Funkzelle. Geschwindigkeitsvergleiche sind daher in der Praxis müßig, da je nach Auslastung unterschiedliche Werte erzielt werden.

Abbildung 2: In München surften wie mit bis zu 18 MBit/s im LTE-Netz von Vodafone.
Abbildung 2: In München surften wie mit bis zu 18 MBit/s im LTE-Netz von Vodafone.

Im Münchner Netz von Vodafone konnten wir mit der FRITZ!Box Datenraten von bis zu 18 MBit/s Download und etwa 10 MBit/s Upload messen. Im Schnitt fielen die Raten im Alltag auf einen Wert von ca. 14/8 Mbit/s (Down/Up) ab. Die Ping-Raten liegen etwa zwischen 45 und 55 ms, das liegt unter den Werten von DSL- oder Kabelinternet, doch in der Praxis spüren User – bis auf Fans von Online-Spielen – wenig von der Verzögerung.

Telefonie

Neben der LTE-Anbindung verfügt auch die FRITZ!Box 6810 LTE über die von den anderen "Fon-Modellen" bekannte Telefonie-Funktion. DECT-taugliche Funktelefone lassen sich in der FRITZ!Box einbuchen, alternativ nutzen Sie ihr Android-Smartphone mit der FRITZ!App Fon [7] als Schnurlostelefon-Ersatz.

Abbildung 3: Mit FRITZ!App Fon integriert sich Ihr Android-Handy in die FRITZ!Box.
Abbildung 3: Mit FRITZ!App Fon integriert sich Ihr Android-Handy in die FRITZ!Box.

Die Telefonie wickelt die 6810 LTE ausschließlich über die Mobilfunkanbindung ab, einen anlogen Telefonanschluss (Die Telekom liefert diesen bei LTE-zuhause-Tarifen zur Telefonie) mit einzubinden ist dem großen Modell 6840 LTE [8] vorbehalten.

Mit Vodafone als Anbieter baut die Box eine zweite Datenverbindung nur für die Telefonie auf, selbst bei einer ausgelasteten Datenleitung steht so immer ausreichend Kapazität für störungsfreie Telefonate zur Verfügung. Für diverse andere VoIP-Anbieter sind Profile hinterlegt, bei denen nur noch die Zugangsdaten eingetragen werden müssen.

Fazit

Noch gelangen Sie mit DSL- oder Kabelinternet günstiger und oft auch schneller ins Internet. Doch LTE hat durchaus jetzt schon das Potenzial dem Kabel Konkurrenz zu machen, erst Recht wenn sie Abseits der Ausbaugebiete von DSL und Co. wohnen.

Die FRITZ!Box 6810 LTE ist aufgrund ihrer kompakten Maße ideal für den Einsatz zuhause. Sie findet dort Platz, wo der beste Empfang ist und muss nicht – auf Kosten der Datenrate – versteckt werden.

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