Start Magazin Kurztest: Archos 101 XS mit Coverboard

Kurztest: Archos 101 XS mit Coverboard

© Archos.com

Zur IFA 2012 zeigt Archos ihr neues Spitzenmodell 101 XS, dessen wichtigstes Merkmal die im Coverboard integrierte Tastatur darstellt. Was die Flunder sonst noch kann, zeigt der Kurztest.

Mit der G9-Serie legte Archos letztes Jahr sensationell preiswerte Tablets auf, die ihresgleichen auf dem Markt suchten. Seitdem ist der Wind nicht zuletzt wegen des Nexus 7 deutlich rauer geworden: Günstige Flunder bringen inzwischen fast alle Hersteller. Archos versucht nun, mit dem innovativen 101 XS Gen 10 gegenzuhalten, und verabschiedet sich gleichzeitig aus dem Low-cost-Segment. Das Unternehmen stellte uns ein Vorserienmodell zum Kurztest zur Verfügung, das in Details noch vom fertigen Produkt abweichen kann.

Die Tastatur

Als Alleinstellungsmerkmal dient dem Tablet ein magnetisches Coverboard gleichzeitig als Schutz des Displays und als Tastatur. Es enthält eine quer verlaufende Nut, in deren Mitte Kontakte das Signal zum Tablet übertragen. Halt gibt dem Konstrukt ein in der Tastatur angebrachter ausklappbarer Aufsteller und Magnete. Ein Verstellen des relativ steilen Neigungswinkels ist nur um wenige Grad möglich, was sich speziell dann ungünstig auswirkt, wenn das Tablet relativ nahe am Nutzer steht, beispielsweise im Flugzeug. Abgesehen davon bietet die Tastatur aber einen sehr guten Druckpunkt und sämtliche Android-Sondertasten.

Abbildung 1: Der Haltemechanismus in der Tastatur erlaubt nur eine relativ kleine Winkelkorrektur.
Abbildung 1: Der Haltemechanismus in der Tastatur erlaubt nur eine relativ kleine Winkelkorrektur.

Verarbeitung

Ein Kritikpunkt, den sich Archos schon bei der G9-Serie gefallen lassen musste, war das wortwörtlich windig verarbeitete Gehäuse. Obwohl der Hersteller in der aktuellen Serie sowohl die Tastatur als auch das Tablet selbst mit Metall verstärkt hat, wirken beide wenig robust. Archos Produktdesigner argumentieren hier, dass es damit eine größere Flexibilität besäße, als ein Tablet mit hartem Chassis und es so zu weniger Brüchen beim Display komme.

Beim Rest des Tablets bietet Archos vergleichsweise Hausmannskost. Eine ARM Cortex A9 Dual-Core-CPU mit 1,5 GHz sorgt für die Rechenpower, flankiert von 1 GByte RAM. An internem Flash-Speicher bietet das Tablet 16 GByte, erweiterbar durch MicroSD-Karten bis 64 GByte. Obwohl Archos von einem kompletten Redesign der Innereien spricht, gleichen sich die Benchmark-Ergebnisse verdächtig mit denen der Vorgängermodelle G9-Turbo: Beiden attestiert der Benchmark AnTuTu etwa 7300 Zähler, ein durchaus akzeptabler Wert.

Als weiteres Abgrenzungsmerkmal zur Vorgängerserie bietet das Tablet nun eine Frontkamera mit einer Auflösung von 720p. Weggefallen ist hingegen der Slot für den UMTS-Stick. Wer also nicht auf 3G verzichten möchte, muss den USB-Dongle außen am Gehäuse einstecken. Ebenfalls nicht mehr an Bord ist der Aufstellbügel, den jetzt die Tastatur ersetzt.

Die Softwareausstattung umfasst archos-typisch eine Vielzahl an Audio- und Videocodecs, sowie komfortable Programme zum Abspielen von Multimediadateien aller Art. Darüber hinaus spendierte Archos dem Tablet noch die Vollversion der mobilen Office-Suite ProOffice.

Fazit

Archos bringt das Tablet voraussichtlich Mitte Oktober zu einem Preis von 379 Euro auf den Markt. Ob das Gerät ähnlichen Erfolg haben wird wie sein Vorgänger, das G9 101, bleibt abzuwarten. Letztendlich hängt es davon ab, ob die Käuferschaft bereit ist, für das Coverboard und die zweite Kamera einen Mehrpreis von 130 Euro zu bezahlen.


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