Start Magazin Kurztest: 60beat RX Herzfrequenz-Messer für Android

Kurztest: 60beat RX Herzfrequenz-Messer für Android

© 60beat

Tracking-Apps wie Runtastic oder Endomondo werden von immer mehr Freizeitsportlern genutzt. 60beat bietet mit dem RX für rund 45 Euro einen Herzfrequenzmesser an, der sich unter verschiedenen Apps auf dem Androiden nutzen lässt.

Viele Hobby-Sportler bestimmen den Trainingseffekt anhand schmerzender Gelenke oder wund gelaufener Füße. Sofern ein Smartphone vorhanden ist, kann man mit Hilfe von 60beat sehr viel einfacher und schmerzfreier feststellen, ob die Anstrengungen zum Erreichen des eigenen Trainingsziels beitragen.

Schlaues Kästchen

Das 60beat-Set [1], das derzeit nur im amerikanischen Webshop angeboten, aber auch nach Deutschland versendet wird, besteht aus einem etwa 2x3x1cm großen Funkempfänger, der über einen 3,5mm Klinkenstecker mit dem Smartphone verbunden wird, und einem Brustgurt, der auf 5,3 kHz mit dem Empfänger korrespondiert. Während der Verwendung des Pulsmessers muss man zudem nicht auf Musik verzichten – der Receiver verfügt über einen 3,5mm-Anschluss.

Abbildung 1: Alles im grünen Bereich? Die 60beat-App zeigt an, ob sich das Training auch lohnt.
Abbildung 1: Alles im grünen Bereich? Die 60beat-App zeigt an, ob sich das Training auch lohnt.

In der Praxis kann man den 60beat RX-Empfänger mit verschiedenen Apps auslesen. Entweder nutzt man die 60beat-eigene App namens 60beat Heart Rate Monitor [2], oder man verwendet Tracking-Apps wie das beliebte runtastic – darüber hinaus sieht die Auswahl auf Google Play noch recht mager aus.

Abbildung 2: Wer sich nicht an die Vorgaben halten mag, kann die Intervallgrenzen auch manuell eingeben.
Abbildung 2: Wer sich nicht an die Vorgaben halten mag, kann die Intervallgrenzen auch manuell eingeben.

Zuverlässig, aber schlecht designt

Der von uns verwendete 60beat-Brustgurt sollte für den Hobbyeinsatz ausreichen, kommt aber an die Konkurrenz in Form von Polar oder Garmin in Verarbeitung und Komfort nicht heran. Immerhin kann man die CR2032-Batterie austauschen. Hat man den Gurt angelegt, den kleinen Schalter am Empfänger auf On gelegt und die App gestartet, kann es mit der Aufzeichnung losgehen.

Abbildung 3: 60beats lässt sich auch in Kombination mit der beliebten Tracking-App runtastic einsetzen.
Abbildung 3: 60beats lässt sich auch in Kombination mit der beliebten Tracking-App runtastic einsetzen.

Wer bereits über einen Brustgurt verfügt, kann sich den RX Empfänger für rund 30 Euro auch einzeln zulegen. Laut Hersteller kommuniziert er mit Polar-Brustgurten T31, T34 und T31 coded, dazu werden Wearlink und Wearlink+, Mio, Sportline und New Balance unterstützt. Nicht kompatibel ist er mit Polar Bluetooth oder W.I.N.D-Modellen und digitalen Übertragungssystemen von Garmin, Timex, Adidas und anderen Ant+-Modellen.

Fazit

An der Funktion von Empfänger, Brustgurt und App gibt es wenig zu mäkeln – auch auf runtastic funktionierte die Pulsaufzeichnung einwandfrei. Die Gestaltung der Hardware hat uns jedoch nicht vollends überzeugt, für den ruppigen Umgang bei längeren Läufen oder Mountainbike-Ausritten steht der Empfänger schlicht zu weit vom Smartphone ab. Wir hatten stets Angst, dass wir den kleinen Kasten, der nur über den Klinkenstecker mit dem Restgehäuse verbunden ist, abknicken könnten. Sehr zu wünschen wäre, dass 60beat eine überarbeitete, formschönere Version des Pulsmessers herausbringt.

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here