Start Aktuell Kommentar zum Moto G: Günstige Nexus-Alternative oder einfach nur ein weiteres Billighandy?

Kommentar zum Moto G: Günstige Nexus-Alternative oder einfach nur ein weiteres Billighandy?

(c) Motorola Mobility

Motorola Mobility stellte gestern der Fachpresse das neue Moto g vor. Dabei handelt es sich um eine stark abgespeckte Version des Moto x, die in der 8-GByte-Version zum Preis von 169 Euro auf den Markt kommen soll. Doch ist der Markt für günstige Einsteigerhandys nicht schon gesättigt?

Das Moto g ist auf den ersten Blick ein schönes Handy ohne große Mängel. Es verfügt über einen flotten Quad-Core-Prozessor von Qualcomm (Snapdragon 400, MSM8x26), der dem Handy in Zusammenarbeit mit dem Adreno-305-Grafikchipsatz und Android 4.3 genügend Power liefert. Das 4,5 Zoll große LCD löst mit 1280 x 720 Pixeln auf und soll laut Motorola das Schärfste in seiner Preisklasse sein. Als weiteres Alleinstellungsmerkmal hebt Motorola die austauschbare Rückabdeckung hervor, die es in verschiedenen Farben geben wird. Der 2070-mAh-Akku des Moto g ist fest verbaut, einen MicroSD-Slot gibt es keinen. Damit die 8 bzw. 16 GByte Flash-Speicher nicht zu schnell überlaufen bietet Motorola zwei Jahre lang 50 GByte Speicher in der Google Cloud bei Google Drive an. Das alles erhalten Sie ab Ende November zum Preis von 169 Euro in der 8-GByte-Version und für 199 Euro in der Variante mit 16 GByte internem Speicher.

Motorola hat bei der Pressekonferenz die Nähe des Android Systems an Google Android hervorgehoben. Man habe das System zwar um sehr nützliche Apps erweitert, aber im Grunde sei es "Pure Android". Mit diesen Worten wirbt Motorola auch auf der Webseite. Das Update auf Android 4.4 "KitKat" soll bereits im Januar folgen. Ob es weitere Updates geben wird, steht aktuell nicht fest.

Android User meint…

Bevor wir das Handy nicht getestet haben, können wir die in der Überschrift gestellte Frage nicht abschließend beantworten. Eines steht aber bereits fest: In der Preisklasse zwischen 150 und 200 Euro tummeln sich viele Android-Handys, die zwar meistens über ein weniger hochauflösendes Display verfügen aber dafür als Dual-SIM-Version oder mit NFC bzw. LTE erhältlich sind. Motorola muss sich also hierzulande auf starke Konkurrenz in Form des Galaxy S3 mini, Xperia M, HTC Desire 500 und weiterer guter günstiger Android-Smartphones gefasst machen.  Auch Huawei, LG, Alcatel und Acer haben Smartphones in dieser Preisklasse (und nicht vergessen: das Nexus 4 kostete zum Ausverkaufspreis ebenfalls 199 Euro).

Mit dem Defy hat es Motorola schon einmal geschafft, ein wirklich populäres und günstiges Handy auf den Markt zu bringen. Doch damals war das Defy das einzige wirklich gute Outdoor-Handy. Aktuell gibt es einfach bereits zu viele gute Handys. Wir sind deshalb eher skeptisch, was  den Erfolg des Moto g in Deutschland angeht.

Einen tollen Schachzug finden wir die 50 GByte Gratisspeicher bei Google Drive. Nach Ablauf der zwei Jahre dürfte so der eine oder andere Kunde bei Google hängenbleiben, anstatt wie bisher Dropbox zu benutzen. Google könnte das ruhig auch für die Nexus-Geräte einführen.

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